Google+ PPQ: Offenbarungseid im Morgenmagazin

Samstag, 30. Juni 2007

Offenbarungseid im Morgenmagazin

Politiker sind Typen, die sich auskennen, egal, warum es geht. Demnächst werden sie beschließen, dass die Onlinedurchsuchung unumgänglich und eine grenzenlose Speicherung aller Daten gut für alle Bürger ist. Ein "Deutschlandfonds" wird kommen, in den alle das einzahlen können, was ihnen nach der anstehenden Einführung der Abgeltungssteuer noch geblieben ist. Sie beschließen ein Rauchverbot, dass in ihren eigenen Büros nicht gilt, und kämpfen seit Jahren ebenso energisch gegen Softair-Spielzeugwaffen, wie sie deutsche Rüstungsexporte beherzt aus Steuermitteln fördern. Manchmal denkt man, es steckt böse Absicht dahinter. Gelegentlich wird einem aber klar, dass das gar nicht so ist. Die sind einfach so, wie sie sind. Brigitte Zypries zum Beispiel weiß nicht, was ein Browser ist. Christian Ströbele war einmal im Internet... und danach nie wieder. Peter Struck hat die Umwandlung der Bundeswehr in eine Hightech-Armee geleitet, er weiß aber leider nicht, was Hightech ist. Andere würden im Boden versinken vor Scham über die eigene Inkompetenz, diese Damen und Herren hier aber sind auf ihre peinlichen Bildungsmängel auch noch stolz drauf wie der Bauernbursche auf seine beim freihändig Fahrradfahren ausgeschlagenen Zähne: Hier der Offenbarungseid deutscher Spitzenpolitiker im im ARD-Morgenmagazin.

Kommentare:

Gundermann hat gesagt…

ich habe nicht anderes erwartet.

FABRICATED LUNACY hat gesagt…

diese Damen und Herren hier aber sind auf ihre peinlichen Bildungsmängel auch noch stolz drauf wie der Bauernbursche auf seine beim freihändig Fahrradfahren ausgeschlagenen Zähne

wow.

panzerbummi hat gesagt…

browser? was sind jetzt nochmal browser? wow, die wissen, wovon sie reden, wenn es um die wissens- und informationsgesellschaft geht.

binladenhüter hat gesagt…

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck ist mit der Äußerung, bei der Energieerzeugung schade Braunkohle dem Klima weniger als die Atomkraft, auf Widerspruch gestoßen. "Die Darstellung von Herrn Beck entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage", sagt Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, dem Tagesspiegel (Montagausgabe). "Atomenergie, wenn man die CO2-Bilanz betrachtet von der Erzeugung des Urans an bis zur entsprechenden Abbrennung dann im Kraftwerk, ist CO2-intensiver als ein Braunkohlekraftwerk", hatte Beck am vorigen Mittwoch in die Fernsehkameras gesagt. Die Äußerung landete unkommentiert in den Abendnachrichten. Nach Kemferts Darstellung ist es genau umgekehrt: Beziehe man die vorgelagerten Prozesse - von Bergbau bis Transport - ein, schade ein Atommeiler dem Klima viel weniger als ein Braunkohlekraftwerk. Die SPD kann dem nichts entgegensetzen. Leider gebe es keinen Beleg für die Aussage Becks, heißt es aus dem Willy-Brandt-Haus auf Anfrage.