Google+ PPQ: Todesstrafe ist nicht gleich Todesstrafe

Mittwoch, 13. Juni 2007

Todesstrafe ist nicht gleich Todesstrafe

Das iranische Parlament ist nicht gerade für seine liberale Sichtweise auf die Welt bekannt. Völlig zu Recht, wie ein Parlamentbeschluss von heute zeigt. Mit 148 Ja- gegen fünf Nein-Stimmen und vier Enthaltungen beschlossen die demokratisch gewählten Mullahs, dass gegen Personen, die an Porno-Produktionen vor oder hinter der Kamera beteiligt sind, künftig die Todesstrafe verhängt werden kann. Porno-Hersteller seien "corruptors of the world", nach dem Koran also Verbrecher der schlimmsten vorstellbaren Stufe. Dennoch sind Porno-Filme, die von ausländischen Satellitensender mitgeschnitten und per Videotape und DVD verbreitet werden, im Iran weit verbreitet. amnesty international reagierte sofort auf die Gesetzesänderung. Die Gefangenenhilfsorganisation ließ wissen, dass man vor einem US-Gericht eine Klage zur "die Herausgabe von Informationen über geheime US-Gefangene" eingereicht habe.

Kommentare:

panzerbummi hat gesagt…

hä, was haben die pornos mit us-gefangenen zu tun? und was soll ein us-gericht dazu sagen? ich bin verwirrt.

binladenhüter hat gesagt…

ganz einfach. amnesty kümmert sich eben um die echten probleme. und nur um die

Bernhardow hat gesagt…

Lustiger Kommentar ... aber für mich sieht das eher wie ein CopyPaste Fehler aus ... sonst wärs echt dämlich ;)

binladenhüter hat gesagt…

nein, kein fehler. das war durchaus so gemeint. ich habe ja auch noch keinen empörten kommentar von claudia roth oder herrn ströbele dazu gehört. du etwa? da werden wir lange warten können, weil diese leuten nämlich zweierlei maß anlegen - genau wie amnesty

FABRICATED LUNACY hat gesagt…

soeben lese ich, ai denkt, dass abtreibung kein universelles recht fuer frauen sein muss. wahrscheinlich weil sie die naechstenliebenden gutmenschen dringender auf ihrer seite brauchen als die entsetzlich ueberschminkte claudi.

Vatikan/Berlin - "Der Vatikan ist von allen guten demokratischen Geistern verlassen. Die katholische Kirche nimmt mit ihrem Boykottaufruf gegen Amnesty International billigend die Schwächung der weltweit größten Stimme für Menschenrechte in Kauf. Sie macht sich unfreiwillig zur Helfershelferin von vielen Menschenrechtsverletztern, denen Amnesty International schon immer ein Dorn im Auge war", sagte Grünen-Chefin Claudia Roth SPIEGEL ONLINE.

Der Vatikan hatte zum Boykott von Amnesty International aufgerufen, weil die Menschenrechtsorganisation ihre Haltung zur Abtreibung geändert hat.

Die Menschenrechtsgruppe habe ihre Aufgabe verraten, sagte Kurienkardinal Renato Martino. Daher müssten Individuen und katholische Organisationen ihre Unterstützung von Amnesty International einstellen. AI wies die Vorwürfe aus dem Vatikan zurück.

Die Menschenrechtsorganisation hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, Frauen Zugang zur Abtreibung zu erlauben, sollten ihre Gesundheit oder ihre Menschenrechte bedroht sein. Als Reaktion auf die Vatikan-Äußerung betonte die stellvertretende Amnesty-Generalsekretärin Kate Gilmore in einem Interview, die Organisation habe sich nicht für Abtreibung als universelles Recht stark gemacht.

Allerdings müssten sich Frauen im Falle von Vergewaltigung oder Inzest für diese Lösung entscheiden dürfen. Die Katholische Kirche gefährde durch ihre falsche Darstellung die Arbeit von AI, sagte Gilmore weiter.

asc/Reuters

Gernot hat gesagt…

Na, dann ist doch der Iran recht fortschrittlich! (Falls das Gesetz Mai 2015 noch gilt.)
Wir sind erst beim Prostitutionsverbot per Prostituierten-Besuchs-Verbot für Männer und allerlei Porno-Einschränkungen, es seie denn, es handle sich um Kunst. Darüber entscheiden die reichen Kunstsammler.
Das Porno-Verbot kommt bei uns noch, mit Bundes-Trojaner zur Überwachung jedes PC zum Schutze der Menschenrechte.