Google+ PPQ: Sie hat Autobahn gesagt

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Sie hat Autobahn gesagt

Mit Diktaturen kennt er sich bestens aus, schließlich verdient er sein Geld zu einem guten Teil bis heute in einer: Wolfgang Wippermann, der in Johannes Kerners epochaler Eva-Herman-Sendung als wissenschaftlicher Berater am Scheiterhaufen stand, hat eine Gastprofessur in Peking. Das passt, denn immerhin vertritt der Wissenschaftler laut Wikipedia die These, unter Lenins Herrschaft seien in der Sowjetunion die Opfer immerhin "nach streng wissenschaftlichen Kriterien" ausgewählt worden.

Damit ist es ja dann nicht mehr so schlimm, dass sie tot sind. Der schillernde Faschismustheoretiker, der über den Rassenstaat arbeitete und ein Buch "Wie die Zigeuner" nannte, kämpft beharrlich für die Einzigartigkeit der Nazi-Verbrechen. Stalins Tote gelten ihm als weniger tot, die Morde Maos fallen bei den vielen Chinesen gar nicht auf und die DDR hält Wippermann keineswegs für einen diktatorischen SED-Staat, sondern für irgendwas anderes.

Er übt denn auch scharfe Kritik am der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der er vorwirft, Totalitarismusforscher - im Wippermann-Jargon "nekrophile Antikommunisten" zu beschäftigen, die von Bürgerrechtlern zu Neuen Rechten geworden seien. Weil sie ja versuchen, die Arbeiter- und Bauernrepublik zu einer Art 4. Reich zu erklären. Die Birthler-Behörde nennt Corps-Senior Wippermann, der Mitglied im pflichtschlagenden und farbentragenden Corps Hildeso-Guestphalia Göttingen und im Corps Vandalia Rostock im Kösener Senioren Convents-Verband ist, deshalb eine "in der Verfassung nicht vorgesehene Behörde."

Getreu dem Corps-Leitspruch "Das Schwert ist unser Rächer! Die Brust dem Freund, die Lanze dem Feind!" schreibt der wackere Querdenker, früher Schüler und Kofferträger Ernst Noltes, später aber zum Guten bekehrt, in linken Zeitschriften wie konkret und Jungle World und referiert bei Antifa-Gruppen aus dem autonomen Spektrum. Trotzdem hält er bisweilen auch mal "nichts von dem Begriff rechtsextrem" und warnt davor "die Juden nicht nur als Opfer wahrzunehmen". Ob das in seinem Bewerbungsschreiben für Kerner stand?

Kommentare:

IMpressum hat gesagt…

http://tkurbjuhn.blogspot.com/2007/10/deutsche-sind-primitiv-aber-glcklich.html

FABRICATED LUNACY hat gesagt…

aerr aesst waederr da!

binladenhüter hat gesagt…

jawoll. bei dem thema ehrensache, glaube ich