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Donnerstag, 11. Dezember 2008

Orakel an Orakel

Paul Krugman hat zwar zugegeben, die große Krise "nicht in diesem Ausmaß" vorhergesehen zu haben, was Kritiker des US-Wirtschaftswissenschaftlers sagen lässt, er habe sie ganz und gar und überhaupt nicht vorhergesehen. Den Wirtschafts-Nobelpreis hat Krugman allerdings dennoch bekommen. Das gibt ihm nun natürlich das Recht, seinen deutschen Orakel-Kollegen Peer Steinbrück, der die Krise auch nicht vorhergesehen hatte, richtig gute Ratschläger zu erteilen.

Krugman, einst im Wirtschaftsberaterteam der US-Präsidenten Reagan und Clinton, die allerdings beide nicht auf seine Ratschläge hörten, was eine Grundlage für ihre wirtschaftlichen Erfolge und die Erfolge Krugmans als kategorischer Kritiker war, hat den SPD-Finanzexperten "scharf kritisiert" (dpa) und der klug und vorausschauend auf den "Ernstfall" (Merkel) wartenden Bundesregierung "Dummheit" (dpa) vorgeworfen.

Peer Steinbrück, der es doch nur gut meint, richte mit seiner Absage an schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme eine "beachtliche Menge Schaden an", ließ Krugman über die "New York Times" wissen. "Die Weltwirtschaft befindet sich in einem Furcht einflößenden Sturzflug, der überall sichtbar ist. Und Mr. Steinbrück bleibt strikt gegen staatliche Ausgabenprogramme." Ja. Steinbrück hat ja schließlich das Verfassungsgericht, das Pendlerpauschalen- und bald auch Erbschaftssteuermilliarden über dem Volk ausschüttet.

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