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Sonntag, 11. Januar 2009

Alte Briefe, neue Angst

Schon wieder neue Ungereimtheiten (SZ) im Fall des Passauer Polizeichefs Alois Mannichl. Nach einem Bericht des investigativen Nachrichtenmagazins "Am Sonntag" sind zur Feier des ersten Monatsjubiläums des Anschlages auf den mutigen Polizisten "neue Drohungen" aufgetaucht. Laut Google News Gelegenheit für 440 deutsche Medien, über die "neuen anonymen Drohungen" zu berichten. "Du Drecksau bist leider nicht gleich verreckt, aber du wirst jetzt langsam sterben", heißt es nach übereinstimmenden Berichten von dpa und AFP "in anonymen Schreiben" an den Polizeidirektor. Die Drohungen, die bei Mannichl laut "Am Sonntag" nun "neue Angst nach Messer-Attacke" schüren, würden "von der Polizei sehr ernst genommen."

Und das offenbar schon seit Wochen und streng geheim. Während aus den Formulierungen von "Am Sonntag", die von sämtlichen anderen Zeitungen und Agenturen wie gewohnt wörtlich übernommen wurden, nicht ganz klar hervorgeht, ob der zitierte Satz "Du Drecksau bist leider nicht gleich verreckt, aber du wirst jetzt langsam sterben" nur in mehreren Schreiben oder in allen vorkommt, erwähnen zumindest einige Medien den von der Quelle "Am Sonntag" ohne Quellenangabe im Bildtext versteckten Hinweis, dass Mannichl "den ersten Brief zwei Tage nach dem Messeranschlag vom 13. Dezember erhalten" habe. Er sei an seine private Wohnadresse geschickt worden. Mannichl habe "sämtliche Briefe unverzüglich der Kriminalpolizei übergeben", deren Experten führten nun "Schriftvergleiche" und "Auswertungen" durch.

Ob die Drohbriefe, die günstigerweise bekannt wurden, nachdem die "Süddeutsche Zeitung" über "Ungereimtheiten" in dem bizarren Attentatsfall berichtet hatte, mit den im Umfeld des Tatorts aufgefundenen Zigarettenkippen oder den auf einem nahegelegenen Kinderspielplatz eingesammelten "Kleinteilen" verglichen werden, wurde nicht mitgeteilt. Sicher ist, dass ein Vergleich mit der Visitenkarte des Täters nicht möglich ist: Mannichl hatte in einem seiner zahlreichen Interviews mitgeteilt, dass der Täter seine Visitenkarte nicht "an der Tür hinterlassen" habe.

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