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Freitag, 13. Februar 2009

Mittweida reloaded

Selbst ist der Mann und manchmal auch die Frau. Die brasilianische Anwältin, die von drei hakenkreuztätowierten Neonazis in der Nähe von Zürich verschleppt, gequält und mit Teppichmesser geschnitten worden sein wollte, hat nach Ansicht der Schweizer Rechtsmediziner selbst zum Schneidwerkzeug gegriffen, um sich mit dem Namen der Schweizer Rechtspartei SVP zu verzieren. Man habe «sehr viele» kratzerartige Wunden festgestellt, die zum Teil auch etwas geblutet haben, beschrieb der Rechtsmediziner Walter Bär vom Institut für Rechtsmedizin in Baz Online.

Die besonders empfindlichen Regionen, nämlich Brustwarzen, Bauchnabel und äußere Genitalien, seien nicht betroffen gewesen. Sämtliche Verletzungen seien nicht schwer, weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit, und alle Verletzungen befänden sich in Körperregionen, die man selbst erreichen könne. Zudem sei das Verbrechensopfer, das weltweit Schlagzeilen gemacht hatte, nicht schwanger gewesen, wie es selbst behauptet hatte. "Aufgrund der Laborwerte und der gynäkologischen Untersuchung können wir sagen, dass zum Zeitpunkt der Tat keine Schwangerschaft vorlag."

Einmal mehr hat damit die gefährliche Nazibande zugeschlagen, die schon in Halle, Mittweida und Sebnitz ungestraft ihr Unwesen trieb: Die drei Männer, die zuweilen auch zu viert auftreten, sind jeweils nur am Tatort und nur vom Opfer zu sehen. Alle Versuche der Ermittlungsbehörden, der Gruppe in Deutschland habhaft zu werden, scheiterten bislang - wie man nun ahnt wahrscheinlich daran, dass der Trupp längst in die neutrale Schweiz geflüchtet war.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

"Selbst ist der Mann und manchmal auch die Frau"
- in diesen Fällen aber (ausschließlich?) die Frau, Männer sind da wahrscheinlich einfach zu empfindlich.