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Donnerstag, 12. März 2009

Mannichl: Tätersuche ohne Tätowierexperten

Sie waren 50 Mann auf des beinahe toten Mannes Kiste, wie es im Seeräubergesang heißt, und sie suchten vergebens nach dem wahren Täter im Fall des beinahe ermordeten Passauer Polizeichefs Alois Mannichl. Konsequent sammelten die Fahnder der Sonderkommission vier Wochen nach der Tat Zigarettenkippen und Kleinteile am Tatort, konsequent folgten sie der von einer Nachbarin ausgedachten aflschen Spur des "Schlangenmannes", konsequent ließen sie unmittelbar nach dem Zuheilen der Stichwunde ein Gutachten über den Stichkanal anfertigen, konsequent fanden sie an der Tatwaffe zuerst "keine Spur von DNA" und Wochen später dann, wahrscheinlich nachdem die Waffe bei einer zünftigen bayerischen Brotzeit im Polizeipräsidium Verwendung gefunden hatte "eine Vielzahl von DNA-Spuren".

Jetzt aber ist Schluß mit lustig, die so erfolgreich zur Volksbelustigung in trüben Tagen beitragende Sonderkommission wird verkleinert. Die Ermittlungsgruppe werde in den nächsten Tagen von 50 auf 30 Beamte reduziert, bestätigte eine Sprecherin des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) in München einen Bericht der Passauer Neue Presse. Verschiedene Spezialisten würden nun "nicht mehr benötigt", weil "Spuren abgearbeitet" seien. So hätten die Tätowierexperten nach dem Ende der Fahndung nach dem Schlangenmann keine Beschäftigung mehr, auch die Profiler, die aus den durchnässten Zigarettenkippen vom Tatort eine mögliche NPD- oder frühere DTSB-Mitgleidschaft des Täters herauslesen sollten, seien nunmehr am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen. Ebenso würden die Comiczeichner nicht mehr gebraucht. Alle Hoffnungen ruhen nun auf der Durchsuchung diverser Kleinteile, die vier Wochen nach der Tat auf einem nahegelegenen Spielplatz eingesammelt wurden. Die Sonderkommission will die Dreiräder, Karussells und Sandförmchen demnächst bei Ebay einstellen, um den Fortgang der Fahnungsarbeiten zu finanzieren.

Kommentare:

nwr hat gesagt…

Die könnten doch eigentlich die Prämien für fangdienliche Hinweise erhöhen, so etwa auf 100.000 oder 1 Million. Das würde zeigen, wie wichtig man die Angelegenheit nähme, ohne in Not zu geraten, die Prämie je auszahlen zu müssen.

Obwohl, bei 1 Million wird vielleicht sogar Mannis Frau schwach...

Beobachter hat gesagt…

Erfurt,Passau, Winnenden

Die ungelösten Fälle geben zu denken, da sie eine Gemeinsamkeit haben :
Multimedia-Propaganda und keine Aufklärung.

Wer sin die 9/11 hinter den vermeintlichen Tätern?