Google+ PPQ: Klimatod durch frische Luft

Freitag, 27. November 2009

Klimatod durch frische Luft

Das Freunden der Natur als CO2-Fabrik bekanntgewordene Umweltbundesamt (UBA) appelliert zum Schutz des Klimas für einen freiwilligen Verzicht auf das Öffnen von Fenstern im Winter. «Grundsätzlich wäre es europa- und verfassungsrechtlich durchaus möglich, das Öffnen während der kalten Jahreszeit zu verbieten», sagte Jens Schuberth, Energiefachmann beim UBA der staatlichen Agentur dpa. Dies halte die Behörde jedoch angesichts des damit drohenden Ausmaßes an Bürokratie nicht für unbedingt sinnvoll. «Besser ist, den gesunden Menschenverstand einzuschalten, der sagt, Fenster zu öffnen schadet der Umwelt durch den Ausstoß von C02.»

Dabei gebe es kaum Unterschiede zwischen Fenstern von Wohnungen, die mit Gas, Fernwärme oder mit Strom beheizt werden. «Beides ist nicht gut für das Klima», sagte er. Das Beheizen von Außenflächen vergeude wertvolle Energie, schon die Idee, die Straße zu beheizen sei widersinnig. In Zeiten des intensiven Klimaschutzes sei es überholt, Fenster im Winter zu öffnen, während andererseits mit großem Aufwand Energie in Innenräumen und bei der Sanierung kompletter Gebäude gespart werde. «Da beißt sich die Katze in den Schwanz», sagte Schuberth.

Die Argumentation von Mietern und Hausbesitzern, durch das Fensteröffnen werden "frische Luft in die Wohnung gelassen", bezweifelte der Energiefachmann. «Mit dem Fensteröffnen werden Außenbereiche beheizt, denn dabei entweicht stets warme Luft nach außen». Schuberth räumte ein, dass ihm keine verlässlichen Statistiken über die Anzahl der in Deutschland vorhandenen Fenster sowie deren jährliche Öffnungsdauer bekannt sind. Bei mehr als 30 Millionen Wohnungen in Deutschland, die über mehr als 150 Millionen Fenster verfügten, würden aber schon bei einer täglichen Öffnung eines Bruchteils Millionen Tonnen des Klimagases CO2 zusätzlich in die Atmosphäre geblasen.

Kommentare:

Tim hat gesagt…

Es ist ja alles noch viel schlimmer, als das UBA glaubt: Viele Bürger installieren sogar auf ihrem PC sogenannte "Windows". Der Klimatod lauert überall!

nk hat gesagt…

Da hast Du mich echt rangekriegt ! Aber das kommt auch noch.

Anonym hat gesagt…

Wer keinen Schimmel in der Wohnung will, muss lueften um Wasserdampf nach draussen zu lassen. Insbesondere dann, wenn die Waermeisolierung den normalen Gasaustausch zwischen Innen- und Aussenraum unterdrueckt.

Anonym hat gesagt…

Wenn man einem Wahn verfallen ist, dann fällt es schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Man sieht überall nur noch CO2-Monster.

ppq hat gesagt…

Wer keinen Schimmel in der Wohnung will, sollte kräftig protestieren. dann kommen alle und er darf aus dem asylbewerberheim ausziehen!

So schlimm schimmelt es in Harbke

VolkerStramm hat gesagt…

Äh, wo ist das Problem?
Terrassenstrahler sind in meinen Augen der totale Blödsinn.
Nichts für ungut.

ppq hat gesagt…

darüber denkt jeder, wie er denkt, das sucht man sich ja nicht aus. ich glaube, die klimabilanz von terassenstrahlern ist wahrscheinlich leicht schlechter als die klimabilanz geöffneter fenster, weil kneipen wegen der raucherei lüften müssen. aber sicher nur leicht. wohingegen die klimabilanz von annen stadionflutlichtmasten für fußballspiele am abend gegenüber spielen am nachmittag sehr viel schlechter sein dürfte. warum dennoch abends gespielt wird? weil es die leute schöner finden, genauso wie sie es schöner finden, im winter beim rauchen am abend vor der kneipe nicht zu erfrieren.

wer richtet nun, dass das eine ein zulässiger wunsch, das andere aber gesellschaftlich zu verteufeln ist? das umweltbundesamt? wer hat die gewählt?

VolkerStramm hat gesagt…

Wer Lust und Zeit zum Lesen hat:
www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo103_48