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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Wetter erschwert Vorhersagen

Das Klima kennen wir genau, allein mit dem Wetter, da gibt es noch Probleme. Sieben Tage vor dem Heiligen Abend steht so noch nicht fest, ob die Kinder in Deutschland und überall auf der Welt sich über Schnee unter und auf dem Tannenbaum freuen dürfen. Das ist nicht neu, denn wie das Wetter morgen wird, können Metereologen nie so genau vorhersagen wie die weltweite Durchschnittstemperatur am Mittwoch in 250 Jahren. Aber diesmal haben sich Naturgewalten und Deutschlands einzige amtliche Agentur dpa etwas ganz Besonderes einfallen lassen für alle, die es nicht so genau wissen wollen. Die aktuelle Kältewelle in Deutschland nämlich erschwere "Wetterkundlern die Vorhersage für eine weiße Weihnacht", heißt es bei den immerhin bedauernswerten Experten vom Deutschen Wetterdienst, die jüngst noch stolz vom "wärmsten November seit 50 Jahren" hatten berichten können.

Eine Woche vor dem Fest nun sei alles möglich, wie immer, wenn Prognosen von der Zukunft handeln. Die Modelle sagten derzeit von Tauwetter bis Dauerschnee so gut wie alles voraus, erläuterte DWD-Spezialist Andreas Friedrich detailliert, warum 2600 Wetterdienstler sogenannte "Weiße Weihnacht" noch vor vier Wochen nicht auszuschließen wollten, sie derzeit aber auch nicht garantieren können. «Die extreme Kälte ist besonders kompliziert», erklärte der Meteorologe, «so eine extreme Wetterlage kommt nur alle zehn Jahre oder seltener vor».

Deshalb auch konnten die Experten vor dem überraschenden Einbruch der Rekordkälte nicht vorhersagen, dass die Rekordkälte hereinbrechen würde, während ihre Kollegen vom Britischen Wetterdienst Met Office derzeit schon genau wissen, "dass das nächste Jahrzehnt insgesamt noch wärmer als das Rekordjahrzehnt 2000-2009 werden wird". 2010 werde vermutlich 0,6 Grad wärmer als der langfristige Jahresdurchschnitt von 14 Grad Celsius. 2010 könnte damit das bislang wärmste Jahr werden und 1998 aus der Spitzenposition verdrängen. Allerdings, so das Met Office, basiere die Vorhersage darauf, dass es immer wärmer werde. Und dass das Wetter nicht wieder alle Vorhersagen unmöglich macht.

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