Google+ PPQ: Dreissig Silberlinge für Schäuble

Donnerstag, 11. Februar 2010

Dreissig Silberlinge für Schäuble

Unbelehrbar trotz leeren Kassen und unversöhnlich mit globalisierten Sachzwängen, so zeigt sich die Mehrheit der PPQ-Besucher bei der Frage, ob der Staat illegale Waren ankaufen soll, wenn er die Aussicht hat, riesige Gewinne mit der Weiterverwertung machen zu können. 70 Prozent der Abstimmenden halten es für nicht angeraten, dass staatliche Institutionen im Sinne von Karl Marx´ alter Maxime handeln, nach der Kapital für 100 Prozent alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß stampft und für 300 Prozent kein Verbrechen existiert, das es nicht riskiert. "Wir sind wieder, bei Marx", jubelt die Linke, der inwzischen als Finanzminster amtierende ehemalige Geldkofferverlierer Wolfgang Schäuble sieht den Rechtsstaat durch den Rechtsbruch gestärkt.

Hier gehe es immerhin um 1600 Prozent, wenden auch die anderen 30 Prozent der Abstimmenden ein. Eine weniger romantische als nutzbringende Position, die uns daran erinnert, dass wir schon seit fünf Tagen nichts mehr von der originalen "Steuersünder-CD" und den "vier Finanzamtsbeamten" gehört haben, die "am Wochenende" in so geheimer Mission "nach Frankreich" gefahren waren, dass alle Nachrichtensendungen voll davon waren. 2,5 Millionen sollten gegen den kleinen Silberling eingetauscht werden, der der einzigen amtlichen deutschen Nachrichtenagentur dpa, so lassen die von dort ausgesandten Bilder vermuten, allerdings schon vorlag.

Seitdem nichts mehr, außer einer wie üblich gewagten Hans-Leyendecker-Imagination, die Die Anmerkung bei der SZ gefunden hat. Sind die Finanzbeamten mit dem Geldkoffer durchgebrannt? Sind die inzwischen neu angebotenen Steuersünder-CDs in Wirklichkeit Kopien des ursprünglichen Datensatzes? Wird der Steuerzahler immer wieder für den Ankauf derselben Namen und Kontonummern zahlen müssen? Dreissig Silberlinge für Schäuble? Kommt gar nichts mehr zu der Sache im Fernsehen? Oder war nichts drauf auf dem Datenträger, von dem vorab nur feststand, dass er kein USB-Stick sein wird wie neuerdings in Hollywoodfilmen bevorzugt. Der Datendieb hatte wohl Sorge, dass sich im EGovernment der Aigners und Schäubles kein Computer mit passendem Steckplatz finden könnte.

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