Google+ PPQ: Mach mich Masse

Montag, 26. Juli 2010

Mach mich Masse

Lange vorher ist gewarnt worden, sogar sehr lange vorher. Holly Knight etwa dichtete schon 1983 "We are young heartache to heartache we stand" und "no promises no demands love is a battlefield", ohne Hoffnung, gehört zu werden jedoch denn: "noone can tell us we're wrong", weil "You're begging me to go then make me stay why do you hurt me so bad?" Berichte von der Rampe vor dem Tunnel in Duisburg, 27 Jahre vor der letzten Loveparade: "It would help me to know do I stand in your way, believe me believe me I can't tell you why but I'm trapped by your love and I'm chained to your side!"

Das Ende läuft auf allen Senden als Endlosschleife aus Youtube-Videos und Twitter-Statusmeldungen: "We're losing control will you turn me away or touch me deep inside and before this gets old will it still feel the same there's no way this world dies".

Die Welt überlebt, die Raver sind tot, wie es das Lied, das Pat Benatar zum Hit machte, vorhersagte: "But if we get much closer I could lose control and if your heart surrenders you'll need me to hold." Massenpanik an der Raverrampe, die dann gar keine war, der "Tunnel of Love", den Springsteen in einem schwachen Jahr beschwor - beide wussten sie: "love is a battlefield"

Doch was zieht sie dort hin, Menschen zwischen 14 und 45, was treibt sie, sich am liebsten in solchen Massen zu versammeln, ohne dass irgendetwas geboten wird. Von dem, was vorne auf der Bühne abgeht, sieht kaum einer etwas, der Reiz liegt allein darin, Teil des Massenauflaufes zu sein, Teil von etwas ganz Großem. Egal ob Papstbesuch, Fußball-WM oder öffentliches Techno-Zucken: der individualisierte Mensch der 2000er Jahre sucht die Begegnung mit sich selbst im Zusammentreffen mit anderen Gleichgesinnten. Je mehr, desto besser, denn: "noone can tell us we're wrong". Je Event, desto enger, denn "I'm chained to your side".

Die Generation Gegenwart, freigesprochen von Zukunftsvisionen, Ideologien und Freiheitswünschen, ist unterwegs zu sich selbst, unterwegs durch den Tunnel, festgepresst an Gleichgesinnte, während von hinten unablässig noch mehr Massen nachstoßen. Auf Youtube, der Schaltzentrale des Entsetzens über unfähige Veranstalter und verantwortungslose Politiker, ist zu sehen, wie die Menge aus lauter Einzelnen in den Minuten vor den ersten Toten wogt und atmet, als genieße sie die Ausnahmesituation als entgrenzte Erfahrung von Entbehrung und Mühsal. Es wird gesungen, es wird gewunken, es wird gefilmt und gescherzt. Der Weg ist das Ziel, das Wartekollektiv das Mittel zum Erleben, das hilft, den eigenen Körper zu spüren, den ausweglosen Alltag zu fliehen.

Die Loveparade ist nach der Katastrophe von Duisburg für immer beerdigt worden, doch die Sehnsucht des Menschen nach Entgrenzung in abgegrenzten Arealen bleibt. Die nächste Loveparade wird anders heißen und unter dem Motto "In Loving Memory Of Those Who Died" stehen. Tanzen für die Toten.

Augenzeugenberichte gibt eshier.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein Video, dass fassungslos macht. Noch schlimmer finde ich die junge Dame die ohne Anteilnahme an der grausamen Situation vieler Menschen nur an ein cooles und total bescheuertes posen Ihres hässliches Mittelfingers und ihres hirnlosen ICHs interessiert ist. Manche Menschen bekommen auch nichts mit, weil dafür gewisse Hirnfunktionen vorhanden sein müssen.
Swen

Anonym hat gesagt…

False Flag Operation oder Geldier?

Es ist nicht abzutstreiten, dass diese Ereignisse Auswirkungen auf das Demonstrationsrecht und auf die Neubesetzung des Polizeiprädiums haben. Ich trauer um die Menschen, die dieser Politikwillkür zum Opfern gefallen sind und hier muss wirklich erwähnt werden, das Polizei, Feuerwehr und Beamte vor dieser Route gewarnt haben!

Ich bezweifel offenkundigt, dass die Herrschaften davon nichts gewusst haben und das zurückgehend auf folgende Gründe:

Was nur wenige Medien berichten

* Die Leiterin des Stadtamtes hegte Bedenken und wollte keine Genehmigung erteilen, aber anstelle auf sie zu hören, hat man sie einfach versetzt.
http://www.focus.de/panorama/welt/loveparade-bedenken-gab-es-offenbar-bis-zuletzt_aid_534685.html (Kommentarbereich bei Focus)

* Polizei und Feuerwehr sind mit ihren Sicherheitsbedenken gegen die Loveparade offenbar auf starken politischen Widerstand gestoßen.

* Daten von der Bundespolizei sind gelöscht und Unterlagen vernichtet worden
http://www.zoolamar.com/2010/07/25/loveparade-polizeibeamte-sprechen-von-vertuschung/
(Loveparade: Polizeibeamte sprechen von Vertuschung)

* Vor allem der mittlerweile in den Ruhestand gegangene Polizeipräsident Rolf Cebin habe sich wegen Sicherheitsbedenken heftig gegen die Austragung der Loveparade gewandt. Das habe dazu geführt, dass der Duisburger CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg in einem Brief an den damaligen FDP-Innenminister Ingo Wolf die Absetzung des Polizeipräsidenten forderte.
...->Reaktion "Null"
http://www.focus.de/panorama/welt/loveparade-bedenken-gab-es-offenbar-bis-zuletzt_aid_534685.html
(Auszug aus Focus)

* Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, Mitarbeiter der Stadtverwaltung seien systematisch unter Druck gesetzt worden, die Sicherheitsbedenken fallen zu lassen. Polizei und Feuerwehr hätten schon vor Monaten erhebliche Sicherheitsbedenken geäußert. In einem Brief an den Oberbürgermeister habe der Direktor der Berufsfeuerwehr im Oktober 2009 gewarnt, das Partygelände am alten Güterbahnhof sei „physikalisch nicht geeignet“ für eine Veranstaltung dieser Dimension.

* Die Duisburger Stadtverwaltung habe erst Stunden vor dem Beginn der Party am Samstag die erforderliche ordnungsbehördliche Genehmigung unterschrieben,...
....
http://www.focus.de/panorama/welt/loveparade-bedenken-gab-es-offenbar-bis-zuletzt_aid_534685.html
Auszug aus Focus:„Der Eklat veranlasst mich zu der Bitte, Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien und den personellen Neuanfang im Polizeipräsidium Duisburg zu wagen.“ Cebin ging im Mai 2010 in den Altersruhestand.

* Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) will von Warnungen der Polizei nichts gewusst haben, wie er der „Rheinischen Post“ versicherte.

usw.

Für mich persönlich sieht es, wie eine false flag operation aus!

Was wird sich dadurch ändern und was unterstützt das Ereignis?

Änderungen erfolgen beim:
* Demonstrationsrecht,
* bei der Neubesetzung des Polizeipräsidiums
* bei der Verschärfung des Polizeiaufgebotes und damit härteres durchgreifen bei Demos

Was wurde unterstützt?
* der Kommerz und die Geldmaschine Duisburg

Was ist noch der Fall?
* Die Ablenkung vom derzeitigen Politikgeschehen mit all ihren Sozialabbau

Was passiert nach der Tragödie!
Jetzt wird das passieren, was immer bei solchen vorgefertigten Ereignissen passiert!!!

Die Kritiker werden mundtod gemacht und denunziert oder verlieren ihre Arbeit!
Die Info-Szene wird verleumdet und als Weltverschwörer hingestellt, wie schon damals bei
- 2007: “Sauerlandgruppe” in Deutschland
- 2006: “Kofferbomber” von Deutschland
- 2005: die “Anschläge” von London
- 2004: die “Anschläge” von Madrid
- 2001: die “Anschläge” vom 11. September
- 1962: Operation “Northwoods”
- 1950 – 1990: Operation “Gladio” -> Ist nachgewiesen worden!!!!

ect.pp

Anonym hat gesagt…

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