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Freitag, 23. Juli 2010

Mehr Ghetto vom Netto

Nach dem Scheitern Sachsen-Anhalts bei der Einführung eines Alkoholkonsumverbotes auf öffentlichen Straßen und Plätzen geht das rot-rote Berlin neue Wege im Kampf gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung von Alkoholkonsumenten. Es müsse einfach mehr für die Betroffenen getan werden, hieß es in der Bundeshauptstadt, denn nicht jeder könne sich den Gang ins Restaurant oder die Eckkneipe leisten. Angesichts der zunehmenden Verarmung großer Teile der Gesellschaft, müssten viele ihr Bier und ihr Schnäpschen auf offener Straße trinken, den aufgrund der anhaltenden Klimakatastrophe zunehmenden Unbilden der immer häufigereren und immer extremeren Wetterextreme schutzlos ausgesetzt.

Deshalb soll jetzt nach den Plänen des Bürgermeisters von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), die Mittelinsel am Kottbusser Tor zu einem Trink-Platz für Freunde des Hochprozentigen umgebaut werden. Damit die Trinker auf der Insel bleiben und nicht über die Straße torkeln, sollen sie einen eigenen Kiosk bekommen.

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein Riesensatz für alle Säufer.
Für nur 150.000 Euro - so wenig kostet die Errichtung des Trinkerreservats - könnte es Alkoholsüchtigen und Hobbysäufern gelingen, endlich mit Freizeitfußballern, Kindern und Skateboarder gleichzuziehen, denen Städte und Gemeinden bereits seit Jahren Sportstätten zur Ausübung ihres Hobbys kostenfrei zur Verfügung stellen. Der unheilvolle Trend der jüngsten Vergangenheit, nach dem die Gesellschaft weniger Alkohol konsumiert als noch zu Zeiten von JR und Dallas, dem Wolf, der die Meute hetzt, und Schimanski, der auf einem weißen Pferd völlig undurchgegendert durch die Ruhrpottkneipe galoppiert, der Suff aber dennoch häufigerere und größere Negativschlagzeilen macht, könnte endlich gestoppt werden. Vorerst noch außerhalb des Blickfeldes der Mehrheitsgesellschaft: "Als Sichtschutz wird eine Hecke gepflanzt", hat Bürgermeister Franz Schulz versprochen, "Bänke sowie Toiletten werden aufgestellt."

Kommentare:

bpb hat gesagt…

...und Junkies bekommen gleich nebenan einen Aufenthaltsraum mit Duschen, ärztlicher Versorgung, Sozialberatung. Ja, wenn die Zukunft von Säufern und Junkies in Kreuzberg bedroht ist, wird schnell Kohle locker gemacht. Damit auch morgen noch der elfjährige Jamal seine Drogen verticken kann.

Jersild hat gesagt…

Da kann olle Erwin Lotter noch was lernen, statt Fastfoodverbot, eine Insel der dicken Kinder mit Burgern satt und Eis bis der Arzt oder die unvermeidbare Klimakatastrophe auf einem Eisbären dahergeritten kommt. Natürlich mit Sichtschutz und die Hauptschulen brauchen wir dann auch nicht mehr.

Anonym hat gesagt…

@bpd
In dem Artikel geht es um deutsche Politker die deutschen Alkoholikern in Deutschland einen Raum schaffen, in dem sie sich betrinken können. Es ist beeindruckend wie du es schaffst den Ausländern die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Ich bin mir sicher das Geld hätte mehr nutzen im Bildungssystem deines Dorfes gefunden.
Sieh es doch von der Seite, jetzt hast du einen Ort an dem du dich mit Gleichgesinnten treffen kannst.
Viele Grüße.

Anonym hat gesagt…

du, der lebt da. der weiß, wovon er spricht.

Anonym hat gesagt…

Erschreckenderweise gibt es bei uns in Hamm/NRW bereits ein derartiges auf Kosten des Steuerzahlers gebautes Saufreservat...in einem Stadtpark!

Nachdem den asozialen ein gespendeter Bauwagen abgefackelt war, hat unsere liebe Kommune denen einen Pavillion gebaut. Tja.