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Montag, 5. September 2011

Wiedergeboren als MDR-Intendantin

Sie war die Tochter einer Schafzüchterfamilie aus Warwickshire, errrang Pokale in Schwimm- und Tauchwettbewerben, begeisterte sich fürs Ballett, arbeitete als Kindergärtnerin und heiratete schließlich Prinz Charles, den sie später mit einem Teppichgroßhändler betrog, bevor dessen Chaffeur sie in Paris bei einem Autounfall tötete. Danach wurde Diana Spencer von der Princess of Wales zur Königin der Herzen, im dunklen Sommer 1997 rettete sie allein die europäische Blumenindustrie, was ihr zuvor mit Afrika nicht gelungen war.

Jetzt ist Lady Diana, wie ihre Fans sie nennen, wieder da. Die ehemalige erste Ehefrau des britischen Thronfolgers, die in Wirklichkeit offenbar nie gestorben ist, steht beim Krisensender Mitteldeutscher Rundfunk ganz oben auf der Kandidatenliste für den künftigen Intendanten. Diana (oben rechts) habe sich unter dem Namen "Karola Wille" (oben links) im MDR-Verwaltungsrat vorgestellt, bestätigte der Sender der staatlichen Nachrichtenagentur dpa. Bisher hatte die frühere Prinzessin als stellvertretende Intendantin eher hinter den Kulissen gearbeitet, so dass ihre wahre Identität nie infrage gestellt worden war. Jetzt aber macht schon der Augenschein die Identität deutlich: Spencer, 1961 in Sandringham geboren, behauptet in ihrer Rolle als "Wille" oben links), sie sei zwei Jahre älter. Dennoch trägt sie Haare, Kinn, Nase und Lächeln genauso.

Nach dem Abschied des Dauerintendanten Reiter aber, der die mitteldeutsche Anstalt für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach seinem Ebenbild errichtet hatte, brauche der Sender nicht nur einen neuen starken Mann, sondern einen Erlöser, sagte ein Mitarbeiter aus dem ehemaligen Weinkeller der Anstalt. Lady Diana habe in Großbritannien seinerzeit ein großes Haus geführt und zahllose Repräsentationsaufgaben mit Bravour gelöst, so dass sie unabhängig von ihrer neuen Identität "unbedingt intendantabel" sei, wie es in Dresden hieß. Umsich greifenden Nepotimus, finanzielle Ungereimtheiten und Schwarzgeldaffären werde es mit Diana Spencer an der Spitze nicht geben, hoffen viele Beschäftigte. "Die hat einfach genug Geld." Beobachter erwarten eine knappe Entscheidung zwischen Prinzessin Diana und anderen Kandidaten, die allerdings keine so bewegte Biografie vorweisen können. Im Verwaltungsrat müssen fünf der sieben Mitglieder für den Kandidatenvorschlag stimmen, es gilt als sicher, dass die Abgesandten gesellschaftlich relevanter Gruppen wie Parteien, Verbände und Kirchen der ehemaligen Adligen das Ja-Wort geben.

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