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Sonntag, 24. Juni 2012

Fliesen in der Fremde: Kacheln in Katalanien

Daheim in Halle, wo er die weltweite Fliesenbewegung vor Jahren völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit gründete, kann der legendäre Kachelmann von der Saale seine wunderbaren Untergrund-Kunstwerke kaum so schnell kleben, wie sie ihm die kulturlosen Kunstaufseher in der Stadtverwaltung wieder von den Wänden reißen. In der Fremde aber, dort, wo das Fußballspiel als Tiki-Taka-Langeweile neu erfunden worden ist, eifern inzwischen junge Leute mit viel Fantasie dem nach, was der Meister hier in Mitteldeutschland an die Wände bringt.

Zum Beispiel im Barcelonaer Stadtviertel Barri Raval. Seit die Krise begonnen hat, haben nicht nur Sauftourismus und Billigprostitution zugenommen, sondern auch die Installation von protestierenden, gegen Angela Merkels Euro-Politik rebellierenden Kacheln. Wie die Süddeutsche Zeitung aus dem Moloch berichtet, in dem "junge Einwanderinnen für knapp 20 Euro ihre Körper feilbieten", gilt Kachel Gott den Katalanen als Fliesen-Messias. In den engen Gassen öffnet sich die ganze Weite des Fliesenkosmos, im Unterschied zu den Behörden in Ostfliesland stehen die von Barcelona uneingeschränkt hinter den Kachelkünstlern.

Der Kampf um die Kachelkunst :
Leise flieseln im Schnee
Verehrte Winkel-Fliese
Fliesenkünstler im eigenen Land
Antifaschisten im Fliesen-Ferrari





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