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Freitag, 29. Juni 2012

Fremde Federn: Abschied von Europa

Haben Sie heute etwas vor?, fragt Frank Meyer von Deutschlands bestem Wirtschaftsblog rottmeyer. Nein, nicht? Aber heute endet das „alte Europa“ und seine Krise, zumindest theoretisch. Hätte nicht das Verfassungsgericht. Hätte nicht der Gauck. Der Bundestag würde heute den ESM abnicken. Für Meyer ein historischer Moment, wie er in einem Text schreibt, den jeder gelesen haben sollte:

Zünden Sie eine Kerze an. Beten Sie! Vielleicht steigt der DAX? Die Eurokrise ist dann Vergangenheit. Sie war so lästig.

Die Schläuche zur Druckbetankung der klammen Staaten und Banken sind bereits verlegt und warten auf das Öffnen der Hähne. Vielleicht riecht es ja am 29. Juni etwas nach Schwefel. Wenn Politiker die Märkte überrumpeln, ist der Teufel oft nicht fern – wie damals, als sie den Euro in die Röhre schoben wie einen Kuchen ohne Zutaten auf einem Kindergeburtstag. Zum Glück spielt Europa gerade Fußball, wenn die ultimativen Finanzwaffe ESM einsatzbereit gemacht wird.

Endlich wächst zusammen, was über eine gemeinsame Währung gar nicht zusammen gehört – die Schulden der Nationen.

War der Euro ein Fehler? Wenn ja, warum behebt man ihn mit dann noch größeren Fehlern, als würde man ein Auto zum Ausbeulen gegen die Wand fahren?

Doch was soll dann aus den vielen Leuten in Brüssel und deren Übersetzer von 23 Amtssprachen werden?

Das Zentralkomitee zur „Geradebiegen von Gurken“ und zur „Durchsetzung quecksilberhaltige Leuchten“ wird neue Aufgaben bekommen: Die Eurokraten werden dann verirrte Kometen umlenken, dem Teufel eins auszuwischen, Märkte in Haft nehmen, Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken, Geister in Flaschen einsperren und verbrannten Kuchen zum Kindergeburtstags bunt anstreichen. Mahlzeit!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Durch die jetzt auch noch geplante direkte Stützung der Banken wird das dann noch lustiger. Soll aber erst kommen, wenn eine zentrale Bankenaufsicht eingerichtet ist. Die soll auch noch in die EZB integriert werden, wo die Schuldenkönige schon lange die Mehrheit haben.