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Mittwoch, 1. August 2012

Ab 22.45 wird zurückentschuldigt

Gestern noch wurde "seit 2008 zurückgeritten", heute ist das ZDF schon einen Schritt weiter: Mit "Jedem das Seine" kommentiert das Moderatorenduo im Studio den Umzug eines deutschen Athleten aus dem Olympischen Dorf in ein Hotel, wo er wohl mehr Ruhe vor seinem entscheidenden Wettkampf finde. Zum Glück sind die sozialen Netzwerke jederzeit auf Ballhöhe (Screenshot). In Mainz ist der Krisenstab zusammengetreten. Der "Spiegel" hat schon angerufen, die "SZ" ist alarmiert. Ab 22.45 Uhr soll zurückentschuldigt werden.

Kommentare:

derherold hat gesagt…

Wie wäre es noch mit

"Spät holt Ihr eine Goldmedaille aber Ihr holt sie" oder

"Keine Macht der Welt bringt mich hier jemals lebend mehr aus dem Studio."

Oder angesichts der Kritik an "sprachlicher Einzigartikeitsleugnung":
"Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergeßlichkeit groß."

Corax hat gesagt…

Ich entschuldige mich nach jedem Satz dafür, dass ich Deutsch spreche, weil Hitler ja auch Deutsch sprach. Entschuligung!

Anonym hat gesagt…

Ja dieser Judenrat der ist auf draht, und fühlt sich als Rechtsinstanz für Deuschland. Ja Frau Merkel wird da wieder in Israel antraben müssen, und weitere U-Boote als Besänftigung bezahlen. Das Goldene Kalb Deutschland wollen sie natürlich nicht verlieren

Corax hat gesagt…

Aus dem Spiegelartikel:

>>Ursprünglich wurde er [der Spruch Jedem das Seine] geprägt vom römischen Staatsmann und Philosophen Cato dem Älteren, später von den Nationalsozialisten missbraucht.<<

Der Spruch existierte seit Cato, also seit etwa 2200 Jahren, als ganz normaler, jederzeit sagbarer Allerweltsspruch. Dann kamen die Nazis und mißbrauchten den Spruch. Und seitdem kann man den Spruch nicht mehr gebrauchen, ohne ihn selbst zu mißbrauchen. Ein weiterer Gebrauch des Spruchs ist immer ein Mißbrauch im Sinne der Nazis. Einmal Mißbrauchsopfer, immer Mißbrauchsopfer. Das ist die bittere Wahrheit.

Spiegel:

>>Die Jusos in der SPD reagierten mit scharfer Kritik auf den Slogan. Es zeuge von einer "unsäglichen Unkenntnis über unsere eigene Geschichte, dass so etwas in einer politischen Jugendorganisation nicht eingeordnet werden kann", sagte Juso-Landeschef Christoph Dolle.<<

„Unsägliche Unkenntnis“ darüber was säglich und was unsäglich ist, welche Sätze und Worte in die Schublade der Mißbrauchsopfer eingeordnet sind, und welche in die Schubladen der noch nicht mißbrauchten Sätze und Worte; denn nach und nach wird die deutsche Sprache ja komplett als mißbraucht eingeordnet werden müssen, weil schließlich Hitler Deutsch sprach und daher missbrauchte, so dass wir uns dann nur noch lallend miteinander verständigen können, ohne in Haft genommen oder an den Pranger der Entschuldigung gebunden zu werden.

Morgenländer hat gesagt…

Wann kommt die SZ-Enthüllungsgeschichte:

"Eduard Mörike und der Holocaust"?

Hans Leyendecker, übernehmen Sie!

ppq hat gesagt…

dieser spiegelartikel ist wirklich der hammer. die imagination eines skandals. komischerweise scheint es diesmal keiner zu sein - der spiegel, und das muss uns alle erschrecken, schweigt den vorfall tot. wie alle anderen auch.

wo soll das noch hinführen?

Kurt hat gesagt…

Comichaft, wie diese Diskussionen mir immer erscheinen, kann ich auch hier wieder nur rufen: "Die spinnen, die Westdeutschen!"

Kurt hat gesagt…

Comichaft, wie diese Diskussionen mir immer erscheinen, kann ich auch hier wieder nur rufen: "Die spinnen, die Westdeutschen!"