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Mittwoch, 22. November 2017

Campino und Merkel: Punk als Oper des Opportunismus

Es war einmal, da führte ein nicht mehr ganz junger, nicht mehr ganz dem Punk verhafteter Sänger eine für Politikverhältnisse ganz junge, noch ganz im DDR-Stil frisierte Ministerin vor. Nun gut, Campino, damals 32, versuchte Angela Merkel, damals 40, mit der Frage nach der Haschischspritze in eine Falle zu locken. Die Bundesministerin für Frauen und Jugend sprang nicht an, sondern schaffte es, bei aller unablegbaren Sprödigkeit ein wenig menschlich zu erscheinen.

Damals muss sich der „Tote Hosen“-Frontmann verliebt haben. Denn heute, mit 55, ist die Frau, die inzwischen ein Drittel von Campinos Erwachsenenleben lang Kanzlerin ist, für den nunmehrigen Deutschrockstar gar nicht mehr wegzudenken. Kanzlerin Angela Merkel müsse auch in der momentan schwierigen Situation durchhalten, fordert Campino. „Ich glaube, niemand von uns kann wirklich ein Interesse an Neuwahlen haben.“ Niemand heißt niemand, also keiner den Campino kennt.

Punk ist heute, wenn der Punk um die Kanzlerin bangt. Klingen die Platten der Düsseldorfer schon seit Jahren wie der auf Hochglanz polierte Stadionrocksoundtrack zur Großen Koalition, bekennt sich der Sänger nun auch inhaltlich zu dem Staat, der es ihm erst ermöglicht hat, sein Leben der Musik zu widmen. Campino weiß, wer schuld sein wird, wenn vielleicht bald nichts so bleiben kann, wie es immer war. Wenn Leute irrigerweise dagegen sind. Wenn Leute rebellieren. Die Verhältnisse verantwortlich für ihre schlechte Laune machen. Und die falsche Partei wählen. Sollte es zu Neuwahlen kommen, die Campino offenbar als eine Art leichter Weltkrieg gelten, den es zu verhindern gilt, so sei FDP-Chef Christian Lindner dafür verantwortlich, dass die AfD dann weiter zulege.

Punk, das war früher die Musik der Anarchie, heute ist es die Oper des Opportunismus. Die ganze Welt suche derzeit händeringend nach Halt und Beständigkeit, glaubt Campino, der genau weiß, dass das früher nie so war. Und dann noch Neuwahlen! Wo doch auch danach die Frage offenbleibe, wer das Amt des Bundeskanzlers außer Merkel überhaupt übernehmen könne. „Diese Person auszutauschen, das wäre für mich das Zeichen, dass die Bundesrepublik Deutschland sich selber zerlegen möchte“, sagte der Sänger.

Paul ist tot, nun bloß keine Unruhe! Als punkige Alternative könnte Merkel weitermachen, bis sie ein viel zu früher Tod eines Tages aus dem Regiestuhl des deutschen Schicksals reißt. Gemessen am Dienstalter, mit dem Konrad Adenauer ausschied, wären bis dahin von heute aus noch 24 Jahre Zeit, bleibt sie so lange vital wie Robert Mugabes, wären es sogar 30 Jahre. Campino wäre dann 85.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

campino war immer ein Spießer und Mitläufer ; campino war bereits mit 13 Jahren ein vollständig entwickeltes Arschloch . möge er unter Schmerzen verrecken

Anonym hat gesagt…

Da 0,0000 Interesse an Rotz- äh Rock-Miusic, hatte dahero ebenfalls 0,0000 Ahnung, dass diese Plärrer aus Düsseldorf.stammen –
Die infinitesimalen Lall- bzw. Jaul-Fragmente, die bisher (unfreiwilligerweise) die Gehörgänge erreichten, passen in ihrem Duktus und Habitus indes herfürglänzendly zu Westfalen, sind jenne doch ein fürwahr „vollentwickeltes Arschloch“-Volk.-
Denn grosskotzigere, von sich eingenommenere, altgescheitere, neunmalklügere, Schaumschläger.Innen und Wichtignehmer.Innen gibt’s wohl kaum noch (viell. graduell in Hanseatistan) – Und passend zu ihrer „vollentwickelten Arschloch“-Mentalität passt ja eh die schon seit jeher unübersehbare Affinität zu einer Bluffer-Blender-Aufschneider-Lügner-Schwindler-Rosstäuscher-Bande, wie die Äss-Pää-Dää.

Anonym hat gesagt…

Als zu Reichtum gekommener dummer Mensch ist er ganz natürlich der Clown Merkels, der Kanzlerin der Milliardenverschieber und Milliardenenteigner. Links? 100%. Die sind alle so, schon immer gewesen.

Die Anmerkung hat gesagt…

Ich mag die Musik.

Anonym hat gesagt…

Die Nasigen kabbeln sich halt ein bißchen, auf welche Weise genau, und vor allem in welchem Tempo, sie uns dat Fell över de Ohren trecken.

Anonym hat gesagt…

Nicht übel, irgend jemand auf Pipi: Campino und Til Schweiger hätten gar keine Geburtsurkunde, sondern ein Entschuldigungsschreiben des Kondomherstellers.
Andererseits, woanders: Campino hätte wohl eine Geburtsurkunde doch, und die röche nach Knoblauch.

ppq hat gesagt…

@anmerkung ich verstehe dich. ich war auch mal jung

Anonym hat gesagt…

schlimm,was sich heutzutage musiker schimpft.bisschen rumgegröhle im vollrausch und man wird star.
joko und sein kumpel,die Fanta Vier(besonders widerlich in ihrer komischen talent-fernsehhhow,wo sie die träume anderer ausnutzten+vorführen),sido,die hosen.....mögen sie alle glücklich werden !

Anonym hat gesagt…

>Blogger Die Anmerkung hat gesagt...
>Ich mag die Musik.

Es hat jeder sein Packerl zu tragen.

Die Anmerkung hat gesagt…

Ich mag auch Filme mit Kevin Spacey.

ppq hat gesagt…

ich dachte, das ist verboten? wir haben unsere house-of-cards-sammlung kürzlich feierlich den flammen übergeben. solchen schmutz wollen wir nicht in unserer villa haben, schon wegen der kinder

Luke Lametta hat gesagt…

_Deutscher_ Punk. Johnny Rotten oder Morrissey im Mutterland von Punkrock klingen 180° anders...