Google+ PPQ: Aus für Wegwerfprodukte: Was das Kondomverbot der EU bedeutet

Freitag, 28. Dezember 2018

Aus für Wegwerfprodukte: Was das Kondomverbot der EU bedeutet


Die EU sagt Plastik den Kampf an: Wegwerfprodukte wie Plastikteller, Trinkhalme und Kondome sind künftig verboten. Wie sieht die Regelung aus, was ändert sich beim Sex? Ein Überblick.

Plastikteller, Trinkhalme und Kondome sollen schon 2021 in der gesamten EU verboten sein. Darauf haben sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten in dieser Woche final geeinigt. Die EU-Kommission hatte bereits im Mai vorgeschlagen, Wegwerfartikel aus Plastik zu verbieten, um die Weltmeere zu retten. Man folgt damit einem weltweiten Trend: Indien hat bereits eines der strengsten Plastikgesetze verabschiedet, um die derzeit täglich entstehende Menge von 15 Millionen Kilogramm Plastikmüll in den Griff zu bekommen. Nun zieht die EU mit , in der allein in Deutschland täglich rund 840.000 Tonnen Plastikmüll anfallen.

Damit durch die neue Richtlinie wirklich 3,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart und so bis 2030 Umweltschäden von 22 Milliarden Euro vermieden werden können, musste die EU-Kommission ans Eingemachte gehen.

Doch wie ist die Situation? Was bedeutet das kommende Kondomverbot für die Situation in deutschen Betten? Und was ändert sich für Leute, die nur den kurzen Seitensprung suchen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

Wie viel Kondome werden EU-weit verkauft und warum ist das so schlimm?

Das ist unbekannt, aber allein in Deutschland werden pro Minute über 450 Kondome verbraucht. 241 Millionen Kondome (Stand: 2014) im größten Land der EU deuten auf einen europäischen Gesamtverbrauch von bis zu einer Milliarde Präservativen jährlich.

Da die meisten nur ein einziges Mal benutzt werden, produzieren die Europäer dadurch etwa 50 Millionen Kilogramm Kunststoffabfall, der zudem beinahe nie, so die Europäische Kommission, recycled wird. Weniger als 0,03 Prozent davon gehen in die Wiederverwertung, der gesamte Rest landet in der Kanalisation und gelangt von dort in die Flüsse und Weltmeere. Weltweit machen Kunststoffe laut Kommission einen Anteil von 85 Prozent der Abfälle an Stränden aus. Acht Millionen Tonnen Plastik gelangen jährlich in die Ozeane, 50000 Tonnen davon sind benutzte EU-Kondome.


Was droht dadurch?

Wenn Plastik, etwa in Formen von Mikropartikeln, erst einmal in der Umwelt ist, ist es nur schwer wieder einzufangen. Wie sich das mitunter unsichtbare Mikroplastik aus Kondomen langfristig auf Lebewesen auswirkt, ist bisher zwar kaum erforscht. Aber was man weiß: An den Kunststoffen lagern sich giftige Stoffe an - zusätzlich zu den Schadstoffen, die bereits während ihrer Produktion entstehen, und zu den Ejakulaten, die sich nach der Benutzung in der Regel im Gummi finden. Im Meer werden die Plastikteile häufig von Fischen gefressen, in denen sich so Hormone und giftige, krebserregende Chlorverbindungen anreichern.

Was ändert sich durch die Richtlinie?

Eine ganze Menge an Produkten werden durch die Richtlinie ab 2021 in der EU verboten sein. Dazu zählen Besteck, Teller, Strohhalme, Wattestäbchen, aber eben auch Kondome aus Plastik. Dadurch wird der Verseuchung der Ozeane ein Riegel vorgeschoben. Zur Verhütung gebe es ausreichend andere Möglichkeiten, heißt es in Brüssel, darunter viele, die ohne künstliche Zusatzstoffe auskommen, die nicht biologisch abbaubar sind. Kondome und Kondomreste verbleiben damit nicht länger in der Umwelt.

Was könnte sich für den One-Night-Stands und bei der Aids-Vorsorge ändern?

Wer schnellen Sex sucht, muss sich vor allem auf umweltfreundliche Alternativen zu Kondomen aus Kunststoff einstellen - zumindest national, denn außerhalb Deutschlands werden entsprechende EU-Regeln in der Regel ignoriert. Nicht so hierzulande: Ab Januar soll ein neues nationales Kondomverbotsgesetz in Deutschland die Abfallmenge reduzieren und die Recyclingquoten deutlich erhöhen. Auch Österreich geht deutlich rigider gegen die Ollas vor, wie man bei unseren Nachbarn Kondome nennt: Ab 2020 sollen hier sämtliche Kunststofftüten verboten werden. Auch die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetikprodukten soll enden, wenn die EU das Problem bis 2020 nicht selbstständig löst.

Gibt es denn erlaubte Alternativen?

Selbstverständlich, sogar direkt aus der Natur: Spezialbehandelter Naturdarm aus den Darmmembranen neuseeländischer Lämmer wird dazu in einem aufwändigen Veredelungs- und Aufbereitungsprozess gegerbt. Wer möchte, kann sich seine Kondome auch selbst machen: Schafsdarm (Intestinum caecum) wird dazu für mehrere Stunden in Wasser eingeweicht, mehrfach umgestülpt und dann in eine schwach alkalische Lösung gebettet, die alle zwölf Stunden gewechselt wird.

Danach heißt es nur noch, die Schleimhaut abschaben, dabei vorsichtig sein, denn die peritoneale und die muskulöse Schicht müssen unbeschädigt bleiben. Das Tütchen danach den Schwaden von brennendem Schwefel aussetzen, mit Wasser und Seife waschen; aufblasen, trocknen, auf eine Länge von 18 bis 20 cm kürzen, an die Kante ein Band nähen und fertig. Aber Achtung vor zu viel Promiskuität: Die natürliche Mikroporösität des Materials bietet keine ausreichende Barriere gegen Bakterien bzw. Viren; nur Spermien werden zuverlässig blockiert, so dass dieses Material konsequenterweise auch nur „für monogame Paare zur Empfängnisverhütung“ geeignet ist.


Kommentare:

Sauer hat gesagt…

Jetzt wird mir klar, warum die Jusos fordern, einen Schwangerschaftsabbruch bis zum 9. Monat zuzulassen. Mit dem Verbot von Kondomen erhöht sich aller Voraussicht nach die Zahl von ungewollten Schwangerschaften. Und da viele Frauen, besonders Grüne und Rote, wegen geistiger Beschränkungen nicht merken, daß sie schwanger sind, können sie leicht die Frist für eine halblegale Abtreibung übersehen. Dann stehen sie da mit dem unerbetenen Balg im Leib und wissen nicht, wie sie es loskriegen sollen. In dieser Situation hilft der Juso-Vorschlag. Klar, ein Embryo ist ab der 22. Schwangerschaftswoche lebensfähig und spätesten eine Abtreibung danach ist kaum von einem Mord zu unterscheiden. Aber das muß eine Juso nicht stören, es gab immer wieder mal Zeiten, in denen Babys umgebracht worden. Die nationalen Sozialisten haben es mit ihrem Euthanasie-Programm vorgemacht, warum sollen heutige Sozialisten nicht weitermachen, wo jene zwangsweise aufhören mußten?

Anonym hat gesagt…

OT, weil weiter unten:
Freund Danisch sei gesagt: Der Speiübel wird weitermachen, Relotius wird nach einer sehr kurzen (Pseudo-)Schamfrist auch wieder zugange sein.
Nichts Neues unter der Sonne, wie der Prediger Schlomo einst sang.

Anonym hat gesagt…

Pedo Muhammad 28. Dezember 2018 at 14:52
„… Luegenpresse“, noch harmlos ausgedrueckt
HOCHverraeterpreSSe! --------------
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DEN liebe ich von allen PIPIfaxen am meisten.
Eß, eß, mein Junge!
Pedo Muhammad doppelpusgut quaksprech.

Anonym hat gesagt…

Maria-Bernhardine 28. Dezember 2018 at 15:10
LÜGEN HABEN LANGE BEINE
Günther Jauch soll 1,93m groß sein,
(kann man gugeln)
Claas Relotius muß über 2m sein.---
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Muß ich wieder vermehrt den tiefen Mawashi-Geri üben.
(Sind Kreuz-und Seitenbänder hin, bleibt doch Erfahrung als Gewinn.)

Anonym hat gesagt…

Penner 28. Dezember 2018 at 20:29

Mir kann keiner erzählen, dass Relotius der berühmte Einzelfall sein soll und ich glaube auch nicht, dass die Verantwortlichen beim Spiegel davon nichts gewusst haben ! Im Gegenteil , es ist genau die Masche, die wir nur allzuoft mit den Medien erleben mussten ! Ob Amrin ob Chemnitz oder AfD , es waren immer die gleichen Lügen in allen Medien ! usw.usw.
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Penner ist und bleibt der Ausrufezeichenkönig!!!

derherold hat gesagt…

Eß, eß, mein Junge!

Stammt meiner Erinnerung nach von dem hier während einer MeenzbleibtMeenz-Sendung
https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Bonewitz

Anonym hat gesagt…

Kondome sind aus Kautschuk und können kompostiert werden.

Anonym hat gesagt…

Kondome sind aus Kautschuk und können kompostiert werden.
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Fakten sind patriarchalisch-faschistisch!