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Montag, 4. Februar 2019

Wall Street Journal: Deutschland - dümmer geht´s nicht


Es ist nur ein Meinungsbeitrag, allerdings einer im "Wall Street Journal", der womöglich renommiertesten Wirtschaftzeitung der Welt. Und schon die Überschrift über dem Text, der kurz nach dem deutschen Beschluss zum Braunkohleausstieg erschien, lässt keine Zweifel daran, wie die Hüter von freiem Markt und wirtschaftlicher Vernunft die deutsche Entscheidung einschätzen: "World’s Dumbest Energy Policy" sei hier zu betrachten, denn "after giving up nuclear power, Germany now wants to abandon coal".

Nach dem Verzicht auf die Atomkraft nun auch noch die Kohle aufzugeben, hat in den Kommentatorenkollegen in den Schreibstuben in Berlin, Hamburg und München wahre Jubelstürme ausgelöst. In New York dagegen überwiegen die Bedenken: Zwar seine eine "dumme Umweltpolitik in ganz Europa Routine", heißt es da unter Verweis auf Emmanuel Macrons Sondersteuer auf Treibstoffe, die Frankreich an den Rand des Ausnahmezustandes führte, ehe sie schließlich zurückgenommen werden musste.

Doch der deutsche Plan sei selbst "nach diesem Standard" bemerkenswert: Nachdem die Bundesregierung unzählige Milliarden Euro für erneuerbare Energien verschwendet und den deutschen Haushalten und Unternehmen damit die "höchsten Strompreise Europas" beschert habe, schreibt das WSJ irrtümlich - in Wirklichkeit sind es die höchsten der Welt - verspreche Berlin jetzt, die einzige zuverlässige Energiequelle abzuschalten, die Deutschland noch geblieben sei.

Der Kommentator sieht den neuen "Plan" zum Kohleausstieg bis 2038 als Konsequenz "von mehr als einem Jahrzehnt schlechter politischer Entscheidungen". Die hätten dazu geführt, dass Kohle mit einem Anteil von 40 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland die mit Abstand bedeutendste Rolle in ganz Nordeuropa spiele. Zudem habe das Versprechen Angela Merkels, die deutschen Atomkraftwerke nach der Katastrophe von Japan in Fukushima 2011 zu schließen, die Versorgungsunternehmen veranlasst, noch mehr auf die billige, aber schmutzige Kohle zurückzugreifen, um die Versorgungslücken zu füllen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Und die im Rahmen der vermeintlichen Energiewende begonnene Suventionierung von Wind- und Sonnenenergie verhinderte es, dass Unternehmen in das saubere Erdgas investierten.

Der Ausstiegsplan aus der Kohle, der vorsieht, das in den kommenden 20 Jahren Kraftwerke mit einer Leistung von 52 Gigawatt zusätzlich zu den bereits zur Abschaltung anstehenden zehn Gigawatt Stromerzeugung in Kernkraftwerken abgeschaltet werden - das entspricht etwa 75 Prozent der derzeitigen Grundlastkapazität - werde eine Kohleverstromung auch nach dem Stichtag 2038 nicht verhindern, heißt es weiter. So weise Karen Pittel vom Ifo-Think-Tank in München darauf hin, dass Deutschland danach wahrscheinlich Kohlestrom aus Polen und Tschechien importieren werde, um die Lichter am Leuchten zu halten. Zugleich aber erfordere der symbolische Ausstieg aus der Kohle neue "grüne" Subventionen von etwa 40 Milliarden Euro, um die Versorger für die vorzeitige Schließung von Kohlekraftwerken zu kompensieren - Geld, das Steuerzahler und Stromkunden werden aufbringen müssen.

Wenn es soweit ist, werde Angela Merkels letzte Amtszeit als Kanzlerin jedoch lange vorbei sein. "Ihr Nachfolger wird dann Gelegenheit haben, Frau Merkels grüne Torheiten so zu nennen" heißt es im Wall Street Journal". Das sei dann aber auch die einzige Hoffnung, die die geplagten Rechnungszahler dann noch hätten.


Kommentare:

Gerry hat gesagt…

Klingt wie bei MaoTsetung. Das Ignorieren von Naturgesetzen und Inkaufnehmen von Tod und Elend. Die Realität gewinnt zwar immer, schade dass nur die Not die Bremse ziehen wird und nicht die Vernunft.

Walle walle hat gesagt…

Passt doch optimal zum grenzdebilen Geisteszustand der alternden Michel-Gesellschaft, die sich mal wieder sediert von ignorant arroganten Führern ins Inferno quatschen lässt, weil sie selber trotz aller Schwarmintelligenz zu keinem klugen Gedanken fähig ist. Die dem Merkelregime zustimmende 87%-Masse bekommt sowohl in der Energie- als auch in der Migrationspolitik also zurecht geliefert, was sie infantil obrigkeitshörig und zugleich bessermenschlich rechthaberisch bestellte.

Diese Volltrottel tun mir nicht leid, aber deren Kinder und Enkel, die diesen kläffenden Pinschergrößenwahn dann wieder ausbaden dürfen werden.

Anonym hat gesagt…

Ausbaden werden die Kinder & Enkel es wohl müssen, indes werden sie nie die wahren Ursachen und die wahre Kausalkette erfahren, sind sie doch mit noch heisserer Verzückung, noch euphorischerer Wollust in die Lügenmatrix/ das Lügen-Parallel-Universum abgetaucht als ihre Eltern und werden schon mit adäquaten Lügen-Narrativen gefüttert werden, (alla: pöööse Nazi-Verschwörungen, perniziöser Brutalo-Kapitalismus, alles verderbende Macho-Paradigmen, planeten-zerstörerische Westliche-Weisser-Mann-Zivilisation, etc., etc.) so es nach ununterbrochenen Kollisionen mit der Realität zur finalen Implosion des Lügen-Kosmos kommt. –
Der zu diesem Behufe aufblasbaren Popanze gibt es doch jetzt schon Legion. –
Müssen bloss noch heftig repliziert und maximal aufgebläht werden.

Anonym hat gesagt…

Wie gewählt, so erhalten. Kein Mitleid.

Anonym hat gesagt…

>> Berggeist 3. Februar 2019 at 22:00

alles gut, aber warum macht die AfD nicht pausenlos Druck gegen die antideutsche Antidieselkampange? Das ist D A S Wahlkampfthema des Jahres 20191 merken die das nicht? <<
++++++++++++++++++++++++

Warum ist die Banane krumm?
Weil es der Sinn und Zweck der AfD ist, als Beruhigungszückerchen (oder halt Überdruckventil) für unzufriedene Spießerlein zu wirken, und nicht etwa, echte Opposition zu leisten.

Anonym hat gesagt…

„Wie gewählt, so erhalten. Kein Mitleid.“

Da könnte man ein bekanntes Sprichwort leicht modifizieren in: „Wer die Wahl hatte, hat (künftig) die Qual“.
Es wird doch niemand glauben nach 70 Jahren Dauermassage mit der Fascho/Macho-Keule gäbe hierzulande noch genug Rückgrat einen „Paradigmenwechsel“ herbeizuführen. –
Denn nicht nur wäre die Feigheit/das Duckmäusertum, die Blasrohrkriecherei viel zu massiv, der ins Lügen-Parallel-Universum hinüber-gehirngewaschene Zombie-Pöfel sehnt doch seine eigene Zerbröselung mit heissem Verlangen herbei. –
Und gäbe es selbst eine „wunderbare Wende“, d. h. die rezenten Schurk.Innen würden weg-gewählt, glaube doch keiner, unsere rothschildplanetaren Marionett.Innen würden nicht ihr grosses Füllhorn an infamen, perfiden Tricks ausschöpfen, an der Macht zu bleiben, als da wären: Ausnahmezustand, Wahl-Annullierungen, Wahl-Fälschungen, etc. etc. –
Und nützte selbst das nichts, würden unsere „transatlantischen Frointööööö“ schon rechtzeitig „mobilisiert“ werden, uns mit Bombenteppichen zu „beschenken“, auf das die „Tanzveranstaltung nach rothschildplanetarer Pfeife“, wie vorgesehen, wieder weiter gehen kann.