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Dienstag, 9. Juli 2019

Triumph des Willens: Back in Berlin

Triumph des Willens in der Taz:Leni Riefenstahl steht beim Damenfußball Pate.
Was Uwe Steimle kann, das kann die Taz natürlich schon lange. Allerdings gutgemeint natürlich: Wo der Sachse sich noch sagen lassen musste, dass selbst die Nachnutzung eines antifaschistischen Slogans heute unter den aktuellen gesellschaftlichen Umständen verboten sein kann, leiht die ehemals alternative Tageszeitung nicht nur bei Leni Riefenstahl. Sie merkt es nicht einmal.

Riefenstahls "Triumph des Willen" feiert so sein Comeback in Berlin, der Reichsparteitagsfilm aber ist nun ein "Willenstriumph" und zwar einer der USA und nicht von irgendwem dort, sondern von Frauen, die Fußball spielen. Deren Gleichsetzung mit einem göttlichen, überirdischen Wesen, das während der Frauenfußball-WM herniederstieg, um die Welt neu zu beseelen, ist das Hauptanliegen des Textes, der die Spielerin Megan Rapinoe zur Ikone erklärt, an die man sich "erinnern" werde, "und sicherlich mehr als an dieses Finale".

Ein Comicstrip, in dem Fifa-Chef Gianni Infantino den Nazi spielt, der "mit diabolischem Grinsen" (taz) Medaillen an die Kickerkämpferinnen für Gleichberechtigung und sozialen Frieden überreichen muss, weil es selbst Trump, der natürliche Fressfeind des Frauenfußballs, nicht geschafft hat, die mit einer Margot-Honecker-Gedächtnistönung im Haar spielende Rapinoe am Toreschießen zu hindern. Der Text bringt ähnlich wie das Riefenstahlsche Original "in monumentalen, nie gesehenen Bildern das hinreißende Geschehen unseres politischen Lebens" auf den Punkt, wo er Rapinoes Feststellung zitiert, dass "Equal Pay", also die Gleichbezahlung von männlichen und weiblichen Fußballen, als nächste Aufgabe anstehe.

Kann nicht mehr lange dauern. "Hübsche Offensivaktionen" attestiert die Taz den Damenkickern heute schon. Männern wurden die noch nie nachgesagt.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Frauenfußball gucken ist wie Farbe beim trocknen zuschauen.

Anonym hat gesagt…

Frauenfußball gucken ist wie Farbe beim trocknen zuschauen.

Vorvergnügenkreisch! Der war gut.

Anonym hat gesagt…

gonger 9. Juli 2019 at 13:47
NieWieder 9. Juli 2019 at 12:55

Wobei Sachsen mit dem Verbot von mehr als 18 AfD-Abgeordneten sowieso der Wahnsinn ist.
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Richtig. Die sind naiv ins offene Messer der Landeswahlleiterin gelaufen.
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Meine unmaßgebliche Ansicht: Nix naiv. Fein untereinander abgekaspert.
Eitel Absicht - und besonders / gerade von der AfD-Führung. Die sollen - und wollen(!) - bis Pflaumenpfingsten auf dem derzeitigen Niveau herumkrepeln.
(Es wäre zwar ergötzlich, wenn die eine stramme 2/3-Mehrheit bekämen, und dann ihren Sinn für Realpolitik und Sachzwänge entdecken würden - aber wie gesagt, Pflaumenpfingsten. Durchaus schade ...)

Nordlandfahrer

Anonym hat gesagt…

https://www.strawpoll.me/18291626/r