Google+ PPQ: Ende einer Fantasie: Von der Elektromobilität zur Elektromorgana

Montag, 9. September 2019

Ende einer Fantasie: Von der Elektromobilität zur Elektromorgana

Bei der Durchsetzung der Elektromobilität in Deutschland bleibt noch viel zu tun - und nicht mehr viel Zeit.
Die Klimakrise wird schon bald Kriege befördern - um Wasser, Ackerland und Orte, an denen Menschen ohne Angst vor Naturkatastrophen leben können. Dennoch weigern sich offenbar noch immer zwei Drittel der Deutschen störrisch, umgehend oder wenigstens mittelfristig auf umweltverträgliche Elektrofahrzeuge umzusteigen.

Einer aktuellen Umfrage zufolge, bei der 2.500 Erwachsene befragt wurden, betrachten 64 Prozent der Teilnehmer umweltfreundliche E-Autos als unpraktisch und teuer. Deshalb gaben sie an, dass ein strombetriebenes Fahrzeug für sie keine Alternative zu einem herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor ist. Als Ausrede dafür, auch beim nächsten Autokauf ein klimazerstörendes Modell zu wählen, nannten 28 Prozent eine zu geringe Reichweite von Elektromobilen, 27 Prozent den hohen Kaufpreis, 13 Prozent das dünne Ladenetz und elf Prozent die langen Ladezeiten.

Dass hochmodernste High-Tech-Neuentwicklungen wie der erst vor zwei Jahren vorgestellte Smart fortwo electric drive schon für knapp über 21.000 Euro ein Reisen wie zu Zeiten der Postkutsche versprechen, weil der verbaute Drehstrom-Synchronmotor den Wagen auf eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 130 Kilometern in der Stunde treibt, zumindest, bis ihm nach einer Stunde der Saft ausgeht, kritisieren die potenziellen Käufer auch aufgrund der danach fälligen ladezeit von jeweils mindestens 45 Minuten als zu zeitraubend. Der Smart fortwo electric drive kommt damit rein rechnerisch auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 57 Kilometer pro Stunde, zumidest bei einer Fahrt mit Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn.

Dass eine Reise von München an die Ostsee dank eingebauter elektrischer Entschleunigung zur entspannten Weltreise auf den Spuren mittelalterlicher Ochsenkarren-Karawanen wird und dank notwendiger sechs Tankstopps bis zu 36 Stunden dauern kann, überzeugt die Käufer derzeit noch nicht. Der vor elf Jahren von Angela Merkel und dem damaligen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) angekündigte große Plan, bis 2020 eine Million Elektro-Autos auf Deutschlands Straßen zu bringen, krankt denn auch noch an der Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher erst magere 83.000 E-Autos zugelegt haben.

Um das Ziel noch zu erreichen, müssen die noch offenen 91,7 Prozent bis zur angestrebten Million in den kommenden vier Monaten verkauft werden - also pro Monat nicht weniger als 229250 Fahrzeuge, etwa das Elffache dessen, was seit 2008 insgesamt an elektrisch betriebenen Fahrzeugen abgesetzt werden konnte. Angesichts einer störrischen Aussage von mehr als die Hälfte der jetzt Befragten, sich als nächstes Auto wieder einen Benziner oder Diesel zuzulegen, ein nicht leicht erreichbares Ziel.

Aber immerhin reagiert der Bund jetzt auf die Herausforderung: Weil es it der einen Millione Elektroautos nicht klappt, sollen jetzt erstmal eine Million Ladesäulen gebaut werden.

Das sind zwölf Tankstellen für jedes real existierende Elektroauto. Kostenpunkt: Rund eine Milliarde Euro. Oder anders gesagt: Etwa 12.000 Euro pro E-Mobil.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist Planwirtschaft ohne Gewehre

Kilowattläufer hat gesagt…

"Die Klimakrise wird schon bald Kriege befördern" ist verharmlosender Mumpitz, denn die Klimawandel- und Überbevölkerungsflüchtlinge sind längst in Millionenstärke bei uns Schönwettertagträumern einmarschiert und stecken hierzulande mit roher Waffengewalt bereits ihre eroberten und besetzten Reviere ab. Gebiete, die der Merkelandistan-Klimaschutzmichel trotz fast militanter Weltrettungsmission nicht zu verteidigen bereit oder fähig ist.

Dieses Völkerwanderungs-Ereignis ist also schon so extrem present, dass Widerstand gegen die Invasorenmassen kaum noch möglich ist, sofern der Heimat-Rückgewinn von unseren harmoniesüchtigen wohlstandverwöhnten Wattebäuschchenhelden überhaupt für nötig befunden wird.

Solange diese smartphonischen Streichelzoophilosophen kein Moslemmesser an ihrer Kehle spüren, kuscheln die sich lieber mit gemütlich grünem Gutmenschengewissen in die total klimaneutralen Sonderausstattungs-Sitzheizungen ihrer neuen schicken E-Cars, die so viel kosten wie ein geräumiges altes Einfamilienhaus in der echt noch natürlichen Bio-Pampa.

Elektroautos sind nur was für urbane Besserverdiener, die es nicht cool genug finden, wie Senioren auf einem Pedelec oder Kinder auf einem modernen Roller zu ihrem oft unproduktiven Verwaltungsjob zu düsen. Diese Volltrottel scheinen zu meinen, wenn wir unsere blühenden Landschaften mit ein paar Windmühlen in Faunawüsten umschreddern, käme bei ihnen im noblen Stadtranddomizil sauberer Ökostrom aus der Designersteckdose.

Man muss schon eine beachtliche Portion Ignoranz und Arroganz sein eigen nennen, um diesen E-Hype als Lösung aller energetischen Mobilitätssorgen fehlzuinterpretieren. Sie schaffen es ja nicht mal, Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen und erst recht keine Starkstromtransportkabel vom windigen Norden in den Flautensüden zu verlegen.

Der aktuelle Schildbürgerstreich BER muss sogar teilweise zurückgebaut werden wegen Maden in Germoney.

Aber weltweit eine große Fresse, wie man gefälligst korrekt zu leben habe.

Anonym hat gesagt…

Man könnte doch auch eine Stromleitung über der Straße spannen und die Fahrzeuge zur Reduktion der Reibung mit Stahlrädern auf einer Art Stahlstraße oder Stahlbahn rollen lassen.

ppq hat gesagt…

irre idee! oder autos mit grüner physik drin!

Anonym hat gesagt…

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

Anonym hat gesagt…

re Anon : eine stalinistische Stalinstraße aus Stahl , quer durch Berlin .

Sogar Sepp würde das befürworten