Google+ PPQ: Das große Corona-Rätsel: Wo stecken sie sich immer noch an?

Dienstag, 5. Mai 2020

Das große Corona-Rätsel: Wo stecken sie sich immer noch an?


Sechs Wochen Kontaktsperre, Ausgang nur selten, besser gar nicht und nur mit besonderen Grund. Händewaschen. Mundschutz. Abstandhalten, wenn andere in der Nähe sind. Das Virus austrocknen, nicht mehr überspringen lassen. Die Exponentialkurve brechen. Die R-Zahl senken. Alle zusammen. Zuhause. Nur noch umgeben von Familienmigliedern. Kein Küsschen, kein Küssen. Keine Umarmung. Nochmal Händewaschen. Flach atmen. Einkaufswagen als Abstandshalter. Besuchsverbot bei Oma. Luftanhalten. Joggern ausweichen. Nicht auf Spielplatz. Nicht in die Schule. Nicht ins Büro.

Was Deutschland sich als Seuchenkur verschrieben hat, schien eigentlich todsicher. Bei einer Inkubationszeit von 14 bis 21 Tagen, so die Rechnung von Virologen, Epidemologen und Politologen, könnte sich nach Toresschluss niemand mehr anstecken, weil keiner mehr keinem begegnet, der infiziert ist. Drei Wochen durchhalten, dann sind auch die, die angesteckt waren, nicht mehr infektiös. Und das Virus ist verschwunden, wie es kam. Gezwungen, fortzubleiben, bis es eines Tages wieder von außen eingeschleppt wird, über Grenzen, die es nie anerkannt hat. Und deshalb in der mittleren Phase des Pandemiekampfes geschlossen werden mussten, um eine klar umrissene Seuchengemeinschaft im Inland herzustellen.

Wo kommen die Infektionen her


Die drei Wochen sind nun vorüber, vier, fünf und sechs sogar. Ein Lockdown mit doppeltem Sicherheitsstand, denn der zur Austrocknung eingesperrte Erreger der "neuartigen Lungenkrankheit" (DPA) hätte rein theoretisch nun schon seit wenigstens zwei Woche keinen neuen Wirt mehr finden können- Still und leise hätte er ausgestorben sein müssen, in die Knie gezwungen vom kollektiven Atemanhalten eines Volkes, das vielleicht in der Vergangenheit das eine oder andere Mal wirkte wie geplagt von einer unstillbaren Todessehnsucht. Dass aber derzeit doch noch nicht bereit ist, für immer abzutreten.

Zu viele Rechnungen sind noch zu behalten, zu viele Bürgschaften müssen übernommen werden, die andere bei allem guten Willen nicht mehr schultern können. Deutschland, das Land der Dichter, Denker und Ingenieure, ist gut durch die Krise gekommen. Allerdings eben längst nicht so gut, wie es versprochen und abgemacht worden war: Auch 50 Tage nach der Verhängung der ersten Ausgangssperren stecken sich zuverlässig jeden einzelnen Tag nahezu 2.000 Menschen im Lande neu mit Corona an.

Ein Kunststück. Insgesamt gibt es offiziell gerade mal noch 40.000 aktive Infektionen, sie alle sind erfasst und in Quarantäne oder sogar im Krankenhaus. Um sich bei einem von ihnen anstecken zu können, muss ein Nicht-Infizierter derzeit rund 2.000 Menschen die Hand schütteln, sie umarmen, küssen oder ihre Nieswolken einatmen. Das hieße, in einer Zeit, in der Zusammenkünfte mit mehr als zwei Teilnehmern verboten sind, 83 Menschen pro Stunde nicht irgendwo auf dem Gehweg einen Blick zuzuwerfen, sondern ihnen wirklich zu begegnen, am besten in einem geschlossenen Raum. Schlafzeit abgezogen, wären sogar möglichst intimer Kontakt mit 160 Menschen pro Stunde notwendig, um sich sicher anzustecken. Für einen Übertragungsversuch bliebe dabei etwa 20 Sekunden Zeit.

Tausende jeden Tag


Trotzdem gelingt es, und es gelingt Tausenden, jeden einzelnen Tag seit anderthalb Monaten. Obwohl sich unter 83 Millionen Menschen im Land nach amtlichen Angaben nur rund 30.000 Infizierte befinden, die zudem in Quarantäne oder gar im Krankenhaus sind, kommen mehr als tausend Menschen täglich einem dieser Virenträger so nahe, dass sie danach selbst infiziert sind. Ein Rätsel, für das es bisher keine Erklärung gibt, dessen Lösung aber von der eben veröffentlichten Heinsberg-Studie eines Forschungsteams um Prof. Dr. Hendrik Streeck und Prof. Dr. Gunther Hartmann von der Universität Bonn andeutet.

Die Wissenschaftler hatten in der besonders von Corona und Covid-19 betroffenen Ortschaft Gangelt eine große Zahl von Einwohnern befragt, Proben genommen und analysiert und dabei festgestellt, das  insgesamt 22 Prozent aller Infizierten gar keine Symptome zeigt. „Dass offenbar jede fünfte Infektion ohne wahrnehmbare Krankheitssymptome verläuft, legt nahe, dass man Infizierte, die das Virus ausscheiden und damit andere anstecken können, nicht sicher auf der Basis erkennbarer Krankheitserscheinungen identifizieren kann“, meint Prof. Martin Exner, Leiter des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit und Co-Autor der Studie. Dadurch könne jeder vermeintlich Gesunde, "der uns begegnet, unwissentlich das Virus tragen", sagt der Hygiene-Experte.

Tödliche Dunkelziffer


Streeck hat aus den in Gangelt gewonnenen Daten die Infektionssterblichkeit (IFR) von Covid-19 bestimmt, die bei 0,37 Prozent liege. Daraus lasse sich auch für andere Orte, aber auch für das ganze Land abschätzen, wie viele Menschen insgesamt infiziert sind. Danach scheint die Dunkelziffer nicht erkannter Infizierungen rund fünfmal höher zu sein als die offiziell berichtete Zahl positiv getesteter Personen. "Legt man für eine Hochrechnung etwa die Zahl von fast 6.700 SARS-CoV-2-assoziierten Todesfällen in Deutschland zugrunde, so ergäbe sich eine geschätzte Gesamtzahl von rund 1,8 Millionen Infizierten."  Ein solcher höherer Anteil bereits infizierter Menschen, die selbst nichts oder kaum etwas von ihrer Ansteckung mitbekommen haben, könnte auch erklären, bei wem sich all die Personen  anstecken, die tagtäglich unter "Neuinfektionen" in der Statistik des Robert-Koch-Institutes auftauchen.


Kommentare:

Hase, Du bleibst hier... hat gesagt…

Es scheint, als wäre das Virus in Dosen verpackt und in Säcke gefüllt, um die "Herde" schrittweise zu immunisieren. Der Spahn hat wirklich was drauf, ein echter Krisenkiller.

Die Anmerkung hat gesagt…

Man sollte es pragmatisch sehen.

But oh, that magic-feeling, nowhere to go
Oh, that magic-feeling, nowhere to go
Ah-ah
One sweet dream

Anonym hat gesagt…

Nachdem Herr Prof.Dr. Lothar Wieler, RKI, am 13.3.2020 in seiner Fernsehsendung gesagt hat, daß es kein Virus gibt und ihm inzwischen etliche angesehene Professoren und Ärzte z.B. in youtube beigepflichtet haben, ist die Frage nicht; "Wo stecken sie sich an?", sondern warum und mit was? Z.B. hier:
https://www.youtube.com/watch?v=olASv900iL0 und auch sehr kritisch
https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=2nLUISCoIz8&feature=emb_title
Wogegen soll denn da geimpft werden und mit was, wenn es keine Viren gibt?
Werden wir etwa angelogen?

"Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten, wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“ (George Orwell, "1984")
Elli

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/george-orwell/?page=2

wolfgang fubel hat gesagt…

Gewissermaßen,Quasi,Eventuell,Sozusagen, Vieleicht, ist davon auszugehen, das
Gewissermaßen,Quasi,Eventuell, Sozusagen, Vieleicht eine Ansteckung im Übertragenen
Sinne der Annahme,bei der Nichtbestätigten Kontaktaufnahme einer Person mit den
entprechenden Virusverdacht, mit der möglichen, aller Wahrscheinlichkeit anzunehmenden
aber nicht Nachweisbaren Gefahr verbundenen Ansteckung zu rechnen ist

Die Denke von Politischen Hilfsschülern und gekauften "Experten"

Gerry hat gesagt…

Wer bei soviel Hosenscheissermentalität immer noch annimmt, dass von deutschen Boden aus Gefahr für die Welt ausgeht/ausgehen könnte …

Gutes Zitat @anonym Kann man sich im Hinterstübchen abspeichern.

Die Anmerkung hat gesagt…

Finde den Fehler, also eigentlich zwei.
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Ein Kommentar von Dirk Kurbjuweit

Die Ministerpräsidenten lockern ihre Corona-Beschränkungen, ohne die Beratung mit der Kanzlerin abzuwarten. Sie sollten sich zügeln. Wenn die Infektionszahlen wieder steigen, braucht das Land Merkels Autorität.

Anonym hat gesagt…

@anon

https://www.youtube.com/watch?v=olASv900iL0

O heiliger bullshitter

Viren sind nur wenige Atome groß? Deinen Hexendoktor und sein zurückgebliebenes Geplapper kannst du einpacken und wieder mitnehmen.

Anonym hat gesagt…

Es ist nichts Neues unter der Sonne, unbequeme und unerwünschte Erkenntnisse durch das Garnieren mit grausamen Narrheiten unglaubwürdig zu machen und den Normalo damit abzuschrecken. Wobei noch hinzutritt, daß es mit dem gesunden Witz des sogenannten Normalos sehr oft gruselig aussieht.

Halbgott in Weiß