Mittwoch, 16. Januar 2008
Wecker muss warten
drei mitglieder der npd-fraktion im kreistag des burgenlandkreises wollten provozieren. also zogen sie sich böööse t-shirts an und gingen mit denen zur kreistagssitzung. auf den t-shirts war irans staatspräsident aka holocaust-leugner aka irael-vernichter in spe mahmud ahmadinedschad (matschdattel, wie wir in bei ppq gerne nennen) zu sehen. sein porträt war unterlegt mit dem spruch "mein freund ist ausländer". innenstaatssekretär rüdiger erben sieht dadurch den tatbestand der volksverhetzung erfüllt und übergab "die angelegenheit" der staatsanwaltschaft. so löblich der gedanke ist, miese gestalten wie matschdattel gnadenlos zu verfolgen und die sympathisanten gleich mit, so unvollständig ist erbens "vorstoß". wir bei ppq warten jedenfalls auf ermittlungen gegen oskar "der iran muss atomwaffen besitzen dürfen" lafontaine sowie konstantin "menschliches schutzschild" wecker.
Dienstag, 15. Januar 2008
Doku Deutschland: Holla die Waldfee
Neonjaeger: Wir sind jetzt in der 4. Woche, wo sich intensiv mit dem gescheiterten Multikultiexperiment beschäftigt wird. Nach dem Rütlidesaster müßten es etwa 4 bis 6 Wochen gewesen sein, bis die Medien uns ein anderes Stöckchen hinhielten und damit die Multikultiideologie vorerst gerettet war. Mal schaun, ob es diesmal wieder passiert.
hasenbrot: Nee, der Osten wird diesmal nicht funktionieren, diese Karte wurde zu letzt doch das ein oder andere Mal etwas fahrlässig gespielt. Obwohl das im Westen schon ein hartes Stück Arbeit wird, wenn ich bedenke, daß in Hamburg ein schwerverletzter Türke an einer Bushaltestelle gefunden wurde und niemand wußte, wie es passierte, und doch hat es keinen interessiert. Wäre sowas im Osten passiert, aber Holla die Waldfee.
Schockwellensurfer: Ich vermute, du willst darauf hinaus, daß sich der Wind dreht, was diese Sachen angeht. Sollte es so sein, laß dir versichern: Es wird nichts passieren, rein gar nichts! Es wird geredet, vor jedem Wahlkampf und dann passiert nix. Warum auch?
bakerfriend: Denke eher, wir kriegen wieder eine Reichskristallnacht. Diesmal werden die Bücher des Koran auf dem Haufen landen, wetten!
Schockwellensurfer: Nee, es wird sich gar nichts ändern. NICHTS!
Neonjaeger: Nö, ich will nicht darauf hinaus, ob sich der Wind dreht oder ob etwas als Konsequenz daraus sich ändern wird, die Hoffnung habe ich aufgegeben. Naja, vielleicht noch nicht ganz, aber schon nah dran. Ich warte eigentlich darauf, das ein völlig unbedeutenes Ereignis dafür benutzt wird, die endlich mal in Fahrt gekommene Diskussion abzuwürgen und wieder verschwinden zu lassen, so wie 2006 das Rütlischulendesaster durch die Kampagne erst gegen Potsdam, dann gegen Brandenburg und später gegen den gesamten Osten ersetzt wurde.
hasenbrot: Nee, der Osten wird diesmal nicht funktionieren, diese Karte wurde zu letzt doch das ein oder andere Mal etwas fahrlässig gespielt. Obwohl das im Westen schon ein hartes Stück Arbeit wird, wenn ich bedenke, daß in Hamburg ein schwerverletzter Türke an einer Bushaltestelle gefunden wurde und niemand wußte, wie es passierte, und doch hat es keinen interessiert. Wäre sowas im Osten passiert, aber Holla die Waldfee.
Schockwellensurfer: Ich vermute, du willst darauf hinaus, daß sich der Wind dreht, was diese Sachen angeht. Sollte es so sein, laß dir versichern: Es wird nichts passieren, rein gar nichts! Es wird geredet, vor jedem Wahlkampf und dann passiert nix. Warum auch?
bakerfriend: Denke eher, wir kriegen wieder eine Reichskristallnacht. Diesmal werden die Bücher des Koran auf dem Haufen landen, wetten!
Schockwellensurfer: Nee, es wird sich gar nichts ändern. NICHTS!
Neonjaeger: Nö, ich will nicht darauf hinaus, ob sich der Wind dreht oder ob etwas als Konsequenz daraus sich ändern wird, die Hoffnung habe ich aufgegeben. Naja, vielleicht noch nicht ganz, aber schon nah dran. Ich warte eigentlich darauf, das ein völlig unbedeutenes Ereignis dafür benutzt wird, die endlich mal in Fahrt gekommene Diskussion abzuwürgen und wieder verschwinden zu lassen, so wie 2006 das Rütlischulendesaster durch die Kampagne erst gegen Potsdam, dann gegen Brandenburg und später gegen den gesamten Osten ersetzt wurde.
Lotto... auf einmal bist Du süchtig
Das regierungsamtlich "Glücksspielwesen" genannte staatlich veranstaltete Glücksspiel in Deutschland steht seit 1. Januar auf einer neuen, schwankenden Grundlage. Das staatliche Wettmonopol wurde mit einem neuen Staatsvertrag festgeschrieben, der auch Regelungen zur stärkeren Bekämpfung der Spielsucht enthält. Ziel, so Sachsen-Anhalt Innenminister Hövelmann, ein ehemaliger NVA-Offizier, sei die "Kontrolle des menschlichen Spieltriebs", helfen sollen dabei auch die Internet-Provider und Banken, die den Zugang zu Glücksspielseiten aus anderen EU-Ländern sperren und Überweisungen von und zu Firmen wie Bwin oder Betathome unterbinden sollen. Im Gegenzug gilt fpür die staatlichen Lottofirmen. die beinahe wöchentlich mit neuen Superjackpots Nichtspieler zum Spielen animieren, ein Verbot "offensiver Werbung". Wahrscheinlich in exakter Umsetzung dieser staatlichen Vorgabe wirbt die staatliche Lottogesellschaft derzeit täglich knallgelb auf Seite 1 der größten deutschen Tageszeitung.Hinweise der EU-Kommission darauf, dass das neue deutsche Glücksspielrecht dem höherrangigen Europarecht widerspreche, sind von den deutschen Behörden nicht berücksichtigt worden. Männer wie Hövelmann wissen: Setzt die Kommission ihre Absicht um, das in Sachsen-Anhalt bereits wirksame Totalverbot von Glückspiel im Internet zu prüfen, werden ein paar Jahre vergehen. An deren Ende wird man das Online-Glückspiel, das man derzeit zwar verbieten, aber nicht verhindern kann, zwar mit großer Wahrscheinlichkeit wieder zulassen müssen. Bis dahin aber ist Glücksspiel Sache von Vater Staat, der auch alle Einnahmen aus der suchtgefährdenden Veranstaltung einstreicht.
Was an Umsätzen durch die zurückgefahrene Werbung ausfällt, holt sich Lotto übrigens im Zuge der weiteren Stärkung des Staates anderswo wieder: Unter Lottourlaub kann der Oddset-Wetter auf Tippentzug jetzt auch direkt beim Innenminister Pauschalreisen buchen. In Länder, in denen Zocken noch erlaubt ist.
Übrigens
"das staatsdefizit schrumpfte im vergangenen jahr auf rund 0,0 prozent des bruttoinlandsprodukts." gut zu wissen.
Koalition der Verschärfer
Seit Hessens Ministerpräsident beschlossen hat, die zufällig von einer Überwachungskamera in München gefilmte Prügelorgie zweier junger Männer mit Migrationshintergrund (Claudia Roth) mal grundsätzlich zu diskutieren, weil ohnehin gerade Wahlkampf ist und das ganz gut passt, ist die Republik im Ausnahmezustand. Autofahrer fachsimpeln über die Gefahren in der U-Bahn, Hochschulabsolventen lamentieren über die Gewalt in bildungsfernen Milieus und Schüler berichten stolz davon, am jeweiligen Tatwerkzeug die Nationalität des Täters erkennen zu können: Messer = Kurde, Libanese, Palästinenser, Baseballschläger = Deutscher, Fäuste = spätausgesiedelter Russe.
Derweil hat sich die große Koalition unter der klugen Führung von Kanzlerin Angela Merkel aber auch schon auf härtere Strafen gegen die Verursacher der nationalen Großkrise geeinigt, die inzwischen nur noch vergleichbar mit der Situation direkt vor dem Angriff der Amerikaner auf den Irak ist. Die Gesellschaft zerfällt in dafür und dagegen, die Experten sind uneins und die Zahlen widersprechen sich.
Was tun? (Lenin) Nun, nach einem Vorschlag, den Hamburgs SPD-Bürgermeister Henning Voscherau schon vor zehn Jahren mit Unterstützung des damaligen SPD-Ministerpräsidenten Schröder im Bundesrat hatte beschließen lassen wollen, soll künftig für über 18-jährige grundsätzlich das Erwachsenenstrafrecht gelten. Auch die damals vom späteren Kanzler Gerhard Schröder selbst eingebrachte Idee, unter 14-jährige Täter besser in geschlossene Heime zu sperren, wird Bestandteil des nationalen Rettungsplanes. Anlass für Schröders Vorschlag damals waren plötzliche brutale Gewaltexzesse mitten im Wahlkampf, die Vorschläge der SPD versandeten dann aber doch.
Wurden allerdings erst vor kurzem noch mal von Berlins Regierendem Bürgermeister, dem SPD-Hoffnungsträger Wowereit, wieder ausgegraben, Monate, bevor Roland Koch sie entdeckte. Wowereit plädierte dafür, Gesetze so ändern wollte, dass straffällige Kinder notfalls in geschlossene Heime kommen, um die Öffentlichkeit vor ihnen zu schützen. Er setzte sich nicht durch, lieferte Koch aber die Idee, für die der nun zu Recht von den Genossen ihres Erfinders als "schießwütiger Gewalttäter" und "gesellschaftlicher Spalter und Brandstifter" ion die Arme geschlossen wird.
Links und rechts sind damit einig wie nie - so hat diese Große Koalition noch eine große Zukunft.
Derweil hat sich die große Koalition unter der klugen Führung von Kanzlerin Angela Merkel aber auch schon auf härtere Strafen gegen die Verursacher der nationalen Großkrise geeinigt, die inzwischen nur noch vergleichbar mit der Situation direkt vor dem Angriff der Amerikaner auf den Irak ist. Die Gesellschaft zerfällt in dafür und dagegen, die Experten sind uneins und die Zahlen widersprechen sich.
Was tun? (Lenin) Nun, nach einem Vorschlag, den Hamburgs SPD-Bürgermeister Henning Voscherau schon vor zehn Jahren mit Unterstützung des damaligen SPD-Ministerpräsidenten Schröder im Bundesrat hatte beschließen lassen wollen, soll künftig für über 18-jährige grundsätzlich das Erwachsenenstrafrecht gelten. Auch die damals vom späteren Kanzler Gerhard Schröder selbst eingebrachte Idee, unter 14-jährige Täter besser in geschlossene Heime zu sperren, wird Bestandteil des nationalen Rettungsplanes. Anlass für Schröders Vorschlag damals waren plötzliche brutale Gewaltexzesse mitten im Wahlkampf, die Vorschläge der SPD versandeten dann aber doch.
Wurden allerdings erst vor kurzem noch mal von Berlins Regierendem Bürgermeister, dem SPD-Hoffnungsträger Wowereit, wieder ausgegraben, Monate, bevor Roland Koch sie entdeckte. Wowereit plädierte dafür, Gesetze so ändern wollte, dass straffällige Kinder notfalls in geschlossene Heime kommen, um die Öffentlichkeit vor ihnen zu schützen. Er setzte sich nicht durch, lieferte Koch aber die Idee, für die der nun zu Recht von den Genossen ihres Erfinders als "schießwütiger Gewalttäter" und "gesellschaftlicher Spalter und Brandstifter" ion die Arme geschlossen wird.
Links und rechts sind damit einig wie nie - so hat diese Große Koalition noch eine große Zukunft.
Guter Glaube
Der Komiker George Carlin hat das Talent, ernste Dinge so ernst zu sagen, dass sie zum Lachen werden. Religion zum Beispiel, in diesem Fall die christliche, schilt er, die mieseste Story aller Zeiten zu erzählen. Die christliche Kirche veranlasse Menschen, zu glauben, dass ein unsichtbarer Mann im Himmel lebe. Der jeden Menschen jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde beobachte. Und dieser unsichtbare Mann solle zudem auch noch eine Liste aufgestellt haben mit zehn ausgesuchten Dingen, von denen er wolle, dass niemand sie tue. Wenn man diese Dinge aber dennoch tue, sende der unsichtbare Mann den Betreffenden zu einem Platz, an dem er er im Feuer brennen müsse und Rauch atmen und Schmerzen leiden, und er müsse schreien und leiden und brennen immer weiter bis zum Ende aller Zeiten. Denn der unsichtbare Mann liebe ihn, er liebe ihn, ja, er liebe ihn.
Steinigung - genau geregelt
steinigungen sind doof und bäh und überhaupt. doch immerhin folgen sie einer klaren regel. im iranischen strafgesetzbuch steht geschrieben, "dass die steine bei einer steinigung nicht so groß sein dürfen, dass die person getötet wird, wenn sie von einem oder zwei davon getroffen wird. andererseits dürfen die steine auch nicht so klein sein, dass sie nicht mehr als steine angesehen werden können". das beruhigt.
Montag, 14. Januar 2008
Fakt ist...
"Plötzlich wird Jugendkriminalität zum Wahlkampfthema", kräht der Werbetrailer zum ARD-Magazin "Fakt" eben wie auf Droge aus der Röhre, "dabei sind die Probleme seit Jahren bekannt." Was wird uns die Sendung darüber erzählen? Genau, rumort der Clip weiter: "Die Versäumnisse der Politiker, alle Fakten, alle Hintergründe."
Wir sind gespannt, ob in der Sendung ein Augenblick Zeit sein wird zu erwähnen, wie oft das Magazin "Fakt" sich in den vergangenen Jahren mit den "seit Jahren bekannten" Problemen auseinandergesetzt hat. Beiträge, in denen der CDU-Stahlhelm Schönbohm kritisiert wurde, zählen aber nicht!
Wir sind gespannt, ob in der Sendung ein Augenblick Zeit sein wird zu erwähnen, wie oft das Magazin "Fakt" sich in den vergangenen Jahren mit den "seit Jahren bekannten" Problemen auseinandergesetzt hat. Beiträge, in denen der CDU-Stahlhelm Schönbohm kritisiert wurde, zählen aber nicht!
Protest mit dem Messer
"Bittere Nachricht für Wahlkämpfer Roland Koch" fabuliert der immer noch führungslos dahintuckernde Nachrichtendampfer "Spiegel" unter der starken Zeile "Statistik entlarvt Wahlkämpfer Koch": Hessen habe nach Berechnungen des Kriminologen und Töpfchen-Theoretikers Christian Pfeiffer seit dem Regierungsantritt von Ministerpräsident Koch 1999 "mit die stärkste Zunahme" (Der Spiegel) von Gewalttaten Jugendlicher zu verzeichnen. Pfeiffer gilt als ausgewiesener Experte für alles, seit er im Jahre 2000 mit einem Gutachten den so genannten Mordfall des kleinen Joseph in Sebnitz aufdecken half. Der Wissenschaftler attestierte der Aussage der Mutter Glaubhaftigkeit, die behauptete, ihr Sohn sei ermordet worden. Rechtsradikale Jugendliche hätten Joseph im örtlichen Freibad ertränkt. Die versammelten Medien der Republik übernahmen Pfeiffers Deutung ungeprüft und schwelgten eine Woche lang in den Abgünden einer Geschichte, bei der eine Gruppe brutaler Neonazis einen kleinen Jungen vor den Augen einer ganzen Stadt in einem Schwimmbecken meuchelt und niemand etwas dagegen unternimmt. Dann stellte sich heraus, dass Joseph in Wahrheit einfach nur ganz tragisch verunglückt war.
Pfeiffers Ruf tat das sowenig Abbruch wie seine lustige „Töpfchen-These“, wonach der gemeinsame Klogang in DDR-Kinderkrippen den Hang junger Ostdeutscher zum Rechtsradikalismus verstärkt habe. Rein rechnerisch müsste das gemeinsame Töpfchengehen allerdings inzwischen in die Gene eingesickert sein, um heute noch Rechtsradikale produzieren zu können. Pfeiffer kommentiert das denn auch schon länger nicht mehr.
Zuletzt beruhigte der Wissenschaftler lieber die Gemüter. „Unser Land ist sicherer denn je. Seit zehn Jahren sinken Überfälle, Vergewaltigungen, Morde“, hatte Pfeiffer da herausgefunden.
Jetzt nun wieder Kommando zurück, denn wer Gehör finden will, muss zur richtigen Zeit das Richtige sagen. Pfeiffers offensichtlich neuen Erhebungen zufolge stieg die Zahl schwerer und gefährlicher Körperverletzungen durch 14- bis 18-Jährige in Hessen zwischen 1999 und 2006 um 66 Prozent, im restlichen Bundesgebiet dagegen nur um 28 Prozent. Die Gewaltkriminalität Jugendlicher insgesamt, zu der auch Raub und Vergewaltigung zählen, rechnet Pfeiffer vor, habe in Hessen um 35 Prozent zugenommen, in den anderen Ländern nur um 12 Prozent. Während Deutschland, nun ja, das Zitat steht "sicherer denn je" (Pfeiffer) geworden ist.
Nur 12 und nur 28 Prozent mehr Fälle von gefährlicher Körperverletzung, versuchtem Totschlag und geglückten Mord außerhalb Hessen - Fakten, die laut "Spiegel" deutlich zeigen, dass Roland Koch nicht auf Stimmenfang mit einem real existierenden gesellschaftlichen Problem geht. Sondern dass die Kriminalitätsrate bei Jugendlichen und jugendlichen Ausländern eigentlich nur gestiegen ist, weil Koch an die Macht kam. Immer mehr jugendliche Ausländer entschließen sich quasi, kriminell zu werden, um ein Zeichen gegen die Herrschaft des selbsternannten schwarzen Sheriffs Roland Koch zu setzen.
Ja, so muss es gewesen sein.
Post für Claudia
Sie ist einer der Lieblinge der politisch Interessierten der Nation: Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Modeikone für Anhänger großgeblümter bunter Kleider und entschiedene Kämpferin für mehr Gerechtigkeit, Frieden und Freundschaft. Claudia Roth ist ob ihrer stets unterhaltsam vorgetragenen Thesen, die oft erst beim Sprechen entstehen, eine gern gesehene Dampfplauderin in allen Talkshows des deutschen Fernsehens, immer an vorderster Front wenn es gilt, die Vorzüge der multikulturellen Gesellschaft zu preisen und Attacken von Rechtsradikalen auf Migranten lautstark zu verurteilen.
In den letzten Wochen hat es nun brutale Übergriffe ausländischer Gewalttäter auf "Scheißdeutsche" gegeben, die eine atemberaubend aufgeregte Diskussion um "Ausländergewalt" ausgelöst haben. Eigentlich eine gute Gelegenheit für die Menschenrechtlerin Claudia Roth, wiedereinmal klar Stellung zu beziehen, also wie immer Täter zu verurteilen und Solidarität mit den Opfern zu zeigen.
Doch Frau Roth gibt sich wortkarg. Genauer gesagt: Sie schweigt. Kein Wort aus dem Blumenkleid, kein Wortgeklapper von der früheren Rockmanagerin. Die Wähler aber wollen nicht auf Claudia Roths unterhaltsame Diskussionsbeiträge verzichten. Auf der Internetseite Abgeordnetenwatch ergreifen interessierte Bürger also die Initiative: Sie haben ihre Fragen zu den jüngsten Ereignissen an Frau Roth aufgeschrieben - warten aber bislang vergeblich auf eine Antwort der redseligen Politikerin.
Wenn auch Sie wissen wollen, ob und wenn ja was Frau Roth zu den aktuellen Fällen von Ausländerkriminalität in Deutschland zu sagen hat, dann klicken Sie auf den Link im Anschluß an die jeweilige Frage und tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Claudia Roth wird sicher demnächst aus ihrem Schweigeurlaub zurückkehren und Tacheles reden, wie man das von ihr kennt.
In den letzten Wochen hat es nun brutale Übergriffe ausländischer Gewalttäter auf "Scheißdeutsche" gegeben, die eine atemberaubend aufgeregte Diskussion um "Ausländergewalt" ausgelöst haben. Eigentlich eine gute Gelegenheit für die Menschenrechtlerin Claudia Roth, wiedereinmal klar Stellung zu beziehen, also wie immer Täter zu verurteilen und Solidarität mit den Opfern zu zeigen.
Doch Frau Roth gibt sich wortkarg. Genauer gesagt: Sie schweigt. Kein Wort aus dem Blumenkleid, kein Wortgeklapper von der früheren Rockmanagerin. Die Wähler aber wollen nicht auf Claudia Roths unterhaltsame Diskussionsbeiträge verzichten. Auf der Internetseite Abgeordnetenwatch ergreifen interessierte Bürger also die Initiative: Sie haben ihre Fragen zu den jüngsten Ereignissen an Frau Roth aufgeschrieben - warten aber bislang vergeblich auf eine Antwort der redseligen Politikerin.
Wenn auch Sie wissen wollen, ob und wenn ja was Frau Roth zu den aktuellen Fällen von Ausländerkriminalität in Deutschland zu sagen hat, dann klicken Sie auf den Link im Anschluß an die jeweilige Frage und tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Claudia Roth wird sicher demnächst aus ihrem Schweigeurlaub zurückkehren und Tacheles reden, wie man das von ihr kennt.
Sonntag, 13. Januar 2008
Schneefall in Bagdad
Diese Erderwärmung wieder! Am Freitagmorgen, der Muezzin rief gerade zum Morgentee, trauten die Einwohner des leidgeplagten Bagdad ihren Augen nicht: Die Stadt lag unter einer nahezu geschlossenen Schneedecke, dicke Flocken fielen vom Himmel. Zum ersten Mal seit 100 Jahren. Während es dank Erderwärmung wieder taut, sind wir hier beim kleinen Klimaüberwachungblog PPQ ratlos. Und wir warten nun auf Erklärungen des Deutschen Wetterdienstes.
Scharf mit SS
Der frühere SS-Mann und spätere Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat in der Debatte über Jugend- und Ausländerkriminalität Hessens Ministerpräsident Roland Koch angegriffen, und das natürlich, wie dpa schreibt, "scharf", denn angegriffen und kritisiert wird in Medien-Deutschland immer "scharf". Grass, der seine SS-Zugehörigkeit sechs Jahrzehnte lang ganz vergessen hatte, bis sie ihm schließlich beim Häuten einer Zwiebel in der Küche wieder einfiel, warnte vor „Politikern in Verantwortung", die „die Sprache der NPD" übernähmen.
Der trotz Rauchverbots beharrlich Pfeife qualmende Moralapostel, der zuletzt erfolglos vor einer Vereinigung der DDR mit der Bundesrepublik gewarnt hatte, um "bewahrenswerte Aspekte der DDR-Lebenswirklichkeit" zu erhalten, sagte nicht, woher er die Sprache der NPD kennt. Wahrscheinlich liest er heimlich deren Parteitagsreden und schaut sich auf Youtube stundenlang NPD-TV an.
So kann Grass immer sofort erkennen, wenn jemand genau so redet: „Das macht jetzt Roland Koch“, hat er heraufinden können. Grass, ursprünglich Graß geschrieben, hat selbst ausgiebige Erfahrungen mit Jugendkriminalität gemacht: 1967 hatte der Bildhauer und Autor nach dem Puddingattentat auf den US-Vizepräsidenten Hubert H. Humphrey bei der Polizei veranlasst, die Wohnung der Attentäter in der benachbarten Kommune 1 zu räumen.
Der trotz Rauchverbots beharrlich Pfeife qualmende Moralapostel, der zuletzt erfolglos vor einer Vereinigung der DDR mit der Bundesrepublik gewarnt hatte, um "bewahrenswerte Aspekte der DDR-Lebenswirklichkeit" zu erhalten, sagte nicht, woher er die Sprache der NPD kennt. Wahrscheinlich liest er heimlich deren Parteitagsreden und schaut sich auf Youtube stundenlang NPD-TV an.
So kann Grass immer sofort erkennen, wenn jemand genau so redet: „Das macht jetzt Roland Koch“, hat er heraufinden können. Grass, ursprünglich Graß geschrieben, hat selbst ausgiebige Erfahrungen mit Jugendkriminalität gemacht: 1967 hatte der Bildhauer und Autor nach dem Puddingattentat auf den US-Vizepräsidenten Hubert H. Humphrey bei der Polizei veranlasst, die Wohnung der Attentäter in der benachbarten Kommune 1 zu räumen.
Salam Aleikum, Teutschenthal
Istanbul machte den Anfang, auch in zahllosen anderen Ländern konnten in den zurückliegenden Jahrhunderten viele christliche Kirchen zu vielbesuchten Moscheen umgestaltet werden. Jetzt bekommt auch die islamische Gemeinschaft im Saalekreisörtchen Teutschenthal endlich seine muslimisches Gebetshaus: Schloss Köchstedt soll eine Moschee werden. Innerhalb der kommenden ein bis zwei Jahre solle das Schloss, das seit Jahren leer stand, saniert werden, sagte der Projektleiter des Interessenkreises «Islamischer Osten», Stephan Frey. Die Initiatoren des wegweisenden Unternehmens verstehen die neue Moschee als «Offensive gegen rechtsradikale Tendenzen» in der Region. In einer Ausstellung über den Islam als friedvolle Region sollten Vorurteile abgebaut werden, nach denen viele Menschen in Deutschland den jungen Glauben aus dem arabischen Raum noch immer als Terrorreligion mißverstehen. Die Teutschenthaler Moschee wird auch Koransprüche wie "Schlagt die Ungläubigen, wo ihr sie trefft" oder "für die Ungläubigen sind Kleider aus Feuer geschnitten; gegossen wird siedendes Wasser über ihre Häupter"(Sure 22.20) ins richtige Licht rücken: Das erste ist ein Fußball-Schlachtruf, das zweite eine Badeanleitung.
Manne, der Plattenboss von Marzahn
Manne ist Plattenboss. Herr über 321 Wohnungen. In Berlin Marzahn. Ein Elfgeschosser, zehn Hauseingänge. Hier ist Manne zuhause. Hier sind (fast) alle anderen 320 Mieter ausgezogen. Weil die Platte abgerissen wird. Mannes Platte. Doch solange der 59-Jährige hier wohnt, wird hier nichts abgerissen.Manne war mal Feinmechaniker. Und Berufskraftfahrer, nach der Wende. “Ick hab für Film und Fernsehn jearbeitet. Ick kenn mich aus”, sagt Manne. Unter seinem wehenden Mantel trägt Manne eine Anglerweste. “Hab immer alles dabei. Digitalkamera, zwei Handys, Taschenlampe, Papiere, Schlüssel.” Die Handys waren so günstig, bei Tchibo. Und die hatten alle Guthaben. “Da ha ick gleich mehrere gekooft.”
Das war nach dem Tod der Mutter. Letztes Jahr im Juli. Seitdem wohnt Manne allein. Auf 104 Quadratmetern Platte. 560 Euro für vier Zimmer, Küche, Bad und Flur. Inmitten der 250.000-Einwohner-Plattensiedlung im Osten Berlins. Einstmals Neubau-Vorzeige-Kiez. Jetzt Abriss-Viertel.
Damals zog Manne zurück zur Mutter. Von Moabit nach Marzahn. Nach ihren Tod kündigte er das Konto der Mutter. “Deshalb konnten die keene Miete mehr abbuchen. Wollten mich deshalb rausschmeißen. Fristlos kündigen. Aba nich mit mir.”
Denn mit Manne ist nicht zu spaßen. Wenn Manne bei Gericht auftaucht, kommt er nie allein. Zwei Verbündete hat er immer dabei. In Form von zwei dicken, kiloschweren Wälzern. Das Bürgerliche Gesetzbuch und die Zivilprozess-Ordnung. “Da hat schon so mancher Anwalt jezuckt.” So hat Manne seinen Gegnern vor Gericht schon so manchen Formfehler nachgewiesen. Und die fristlose Kündigung ist auch vom Tisch. “Ick hab allet bezahlt. Jetzt müssen se mir formal kündigen. Und denn ha ick noch mal neun Monate Frist.”
Zeit genug für Manne. Denn Zeit braucht er. Er hat noch viel vor. Termine beim Sozialamt, Wohnungsamt, Jobagentur. “Die arbeiten alle zusammen. Alte SED-Seilschaften”, sagt Manne. Weil sich das Amt weigerte, Miete für eine Wohnung in einer Abriss-Platte zu zahlen. Alles Seilschaften. Das vermutet auch sein letzter Nachbar.
Der wohnt drei Hauseingänge weiter. Will auch nicht raus. Hat aber jetzt die offizielle Kündigung bekommen. Für Ende Februar. “Dann muss er wohl raus.” Manne will auch dann noch bleiben. Hier, wo die Wohnungsbaugesellschaft 30.000 Euro jährliche Betriebskosten hat. Für Lift, Heizung, Elektrik und Versicherung. “Auch wenn da nur noch ein Mieter wohnt”, sagt eine Sprecherin des Unternehmens.
Manne ist das egal. Manne will nur sein Recht. “Ein ordentliches Angebot. Ne Abfindung vielleicht.” Aber rechtlich einwandfrei muss alles sein. Sonst holt Manne sein BGB und die ZPO raus. “Und dann gehts denen wieder an den Kragen.”
Foto: SEK
Radio Nowhere
Eine Art moderner Wunschbriefkasten, ein CD-Player ohne Cds, aus dem Musik kommt, die nicht kennt, aber dann doch liebt. Pandoras Box ist auch ein schöner Name für sowas.
Gutachten vom Gegenpapst
Bisher war er als Gynäkologe, Hobby-Steuerrechtler, Landesvater in Latschen, "Garant" und Gartenfreund bekannt. Jetzt aber hat Wolfgang Böhmer, einer der erklärten Helden der PPQ-Gemeinde, deutlich gemacht, dass er auch als Moraltheologe und Kirchengutachter keine schlechte Figur zu machen weiß. "Nach christlicher Auffassung gilt die Menschenwürde allen Menschen", gutachtete der Medizinprofessor im Ruhestand bei der Jahrestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Niedersachen. Die christliche Kirche sei offen für alle, dabei gehöre zur christlichen Ethik "der Schutz der Schwächeren und der Fremden sowie die Wahrung ihrer Rechte". Gegenpapst Böhmer ließ außerdem wissen, dass "Rechtsextremisten eine gegenaufklärerische Ideologie" vertreten und die christlich-abendländischen Werte verneinen". Menschenwürde, Demokratie und Toleranz hätten in ihrem Weltbild keinen Platz, weshalb "das rechtsextremistische Menschenbild ist mit dem christlichen Selbstverständnis unvereinbar."Inwieweit die Ursprungsthese des Laienpredigers, dass die christiliche Kiche "offen für alle" sei, sich mit der von ihm direkt anschließenden ausgesprochenen Exkommunizierung von Rechtsextremisten verträgt, ließ Wolfgang Böhmer klugerweise offen. Die Kirchen ermunterte er, Stellung zu beziehen: „Als ethisches Grundgerüst und als soziale Kraft bleibt das Christentum unverzichtbar", spielte er geschickt auf die vom Grundgesetz vorgeschriebene Trennung von Staat und Religion an. Die Kirchen seien zwar keine Partei, aber sie sollen Partei ergreifen. Als intimer Kenner der atheistischen Volksmassen, über die zu herrschen der Gegenpapst aus Sachsen-Anhalt gezwungen ist, verischerte er den Pfaffen der Welt: "Ihre Stimme hat Gewicht und findet Gehör."
Mürbeteig in Moll
Norwegen, wie es klingt und singt: Minor Majority sind all das, was Rockmusik früher war, nur heute. Vergangenes Jahr spielten sie in einem schrecklichen Theatesaal in Halle, diesmal gastieren sie im sehr viel angenehmeren Objekt 5. Traurig aber wird´s auf jeden Fall, am 5. Februar.
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