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Freitag, 23. November 2007

Zwischen Kanada und Kerner

Es geht doch eigentümlich zu auf der Welt. Da versucht die deutsche Justiz seit acht Jahren, den früheren Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber von Kanada nach Deutschland ausliefern zu lassen, weil der 73-Jährige "eine Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre" (dpa) sein soll.

Am selben Tag, an dem Schreiber noch einmal einen Aufschub seiner Auslieferung vor dem höchsten kanadischen Gericht erreicht, sitzt eine andere Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre schrankwandbreit im Kerner-Sessel und spricht seine eben erschienenen autobiografischen Notizen nach. Ganz zum Schluß lässt Dr. Helmut Kohl wissen, dass er auch im dritten Teil seiner selbstverfassten Lebensgeschichte (die von Willy Brandt hat nur einen Band) keine Namen von CDU-Spendern nennen werde.

Schreiber soll in Deutschland wegen Bestechung, Beihilfe zum Betrug und millionenschwerer Steuerhinterziehung vor Gericht gestellt werden. Kohl schweigt. Kerner schmeisst ihn nicht raus.

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