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Dienstag, 31. August 2010

Der Genosse der Gosse

Endlich. Er war der Allerletzte, hat aber nun auch noch den Mut gefunden, in die Öffentlichkeit zu gehen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit unterstützt das Parteiausschlussverfahren gegen seinen früheren Finanzsenator Thilo Sarrazin. Dessen Thesen seien "blödsinnig", analysiert er scharf. „Die Thesen von Thilo Sarrazin sind mit der sozialdemokratischen Grundidee, nämlich der sozialen Gerechtigkeit, nicht vereinbar“.

Auch mit dem Grundkonsens der Demokraten habe das nichts zu tun, was Sarrazin sage. Der Bundesprovokateur spreche in der Migrationsdebatte "in unangemessen polemischer Form", sagte die Integrationsbeauftragte der Regierung, Staatsministerin Maria Böhmer (CDU). Bekanntermaßen sei Polemik in der politischen Debatte in Deutschland aber grundgesetzlich untersagt. Deshalb komme es nun überhaupt nicht mehr darauf an, was Sarrazin sage, ob es richtig, falsch oder in Teilen beides sei. Der frühere Referatsleiter im Bundesfinanzministerium sei "nicht mehr tragbar".
Sarrazin habe mit seinem unabgesprochenen Vorpreschen in der Migrationsdebatte, die gerade sanft entschlafen worden war, für Unruhe und unnötige Diskussionen gesorgt. Das aber könne ein Land nicht brauchen, das gerade im Begriff sei, sich aus der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten herauszuarbeiten, hieß es im poltischen Berlin unisono. "Wir bruachen doch jetzt keinen Bürgerkrieg", warnte ein mit den Vorgängen vertrauter Unionspolitiker.

Wie groß die Gefahr ist, zeigt allein schon die Tatsache, dass es im Volk gärt. Ein erster Auftritt, bei dem Sarrazin seine "kruden Juden-Thesen" (Der Spiegel) hatte vorstellen wollen, wurde bereits abgesagt, weil der Veranstalter Proteste befürchtete. Das Hildesheimer Bündnis gegen Rechts hatte erwogen, eine offizielle Protestkundgebung gegen die Veranstaltung anzumelden, um bei der Gelegenheit einige Exemplare der volksfeindlichen Hetzschrift des SPD-Politikers zu verbrennen. Der Stadtverband der Jungsozialisten in Hildesheim wies Sarrazins Thesen über Minderheiten in der deutschen Bevölkerung als populistisch und ausländerfeindlich zurück. Es gebe keine Minderheiten, niemand in Deutschland sei klüger oder schöner, schneller oder größer als irgendjemand anderer. Auch der Dialogbeauftragte des türkisch-islamischen Kulturvereins Hildesheim, Emin Tuncay, schloß sich an und kritisierte den geplanten Auftritt Sarrazins. Er habe das Buch zwar noch nicht gelesen, aber genug darüber gehört, um für ein Verbot zu plädieren. Für Einsperen plädiert derweil die antiimeprialistsiche Linke, die Strafanzeige gegen den Genossen aus der Gosse gestellt hat. Nach dem Befinden der Spezialisten der Linkspartei, die in diesem Metier große Erfahrung haben, sind Sarrazins Äußerungen nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt, da sie nicht mit den Aufassungen anderer übereinstimmen. "Diese gezielte Diskriminierung verstößt gegen die im Grundgesetz verbriefte Unantastbarkeit der Menschenwürde und beleidigt alle jene, welche sich antirassistisch engagieren und sich der Wahrung einer friedlichen, multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft verschrieben haben", erklärte Ali Al Dailami, Mitglied des Parteivorstandes und zuständig für Migrations- und Innenpolitik.

Auch dem Zentralrat der Juden in Deutschland geht die Rüge der Bundesbank Thilo Sarrazin nicht weit genug. Während in Israel keinerlei Entrüstung über Sarrazin ausbrach und die Zeitung «Haaretz» gar erklärte, "die Theorie des ‹jüdischen Gens› schlägt in Deutschland Wellen, wird in Israel nicht beachtet», weil auch der israelische Innenminister Eli Yishai an das «jüdische Gen» glaube, ist der Zentralrat im üblichen Alarmmodus. Solange der Bundesbank-Vorstand den 65-Jährigen nicht enrtlassen habe, seien Ruhe und Ordnung nicht wiederhergestellt, hieß es. "Die Meinung von Herrn Sarrazin hat nichts mit der Bundesbank zu tun, daher sollte die Bundesbank auch besser nichts mit Herrn Sarrazin zu tun haben", verriet Zentralrats-Vizepräsident Dieter Graumann dem "Handelsblatt", wie die Situation rechtlich zu bewerten sei. Jeder Arbeitnehmer, zumal in verantwortlicher Stellung, müsse traditionell immer einer Meinung sein mit allem, was seine Firma inhaltlich vertrete. Er selbst sei zum Beispiel schon seit Jahren stets einer Meinung mit seinem Präsidenten Stephan Kramer. Er könne die Bundesbank nur warnen: Durch Sarrazin entstehe der Bundesbank großer Schaden, "das kann so nicht weitergehen", sagte Graumann, "denn irgendwann schlägt das auf den Wert des Euro durch".

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich habe gestern abend zwar diverse Äußerungen Graumanns hören müssen, aber das hat er in meinem Beisein nicht geäußert! Hat er das wirklich gesagt? Oder bin ich von seiner putzigen Frisur nur so abgelenkt gewesen, daß ich's nicht mitbekommen habe?

Anonym hat gesagt…

wer auch immer hier mit meinem guten namen hausieren geht, ich bin dat nich..

anyhow, hier wird schon wieder mit namen und fakten herrumgeworfen, schlimmer als holocaust und weihnachten zusammen.. aber als langtägiger stammkommentator ihres blog ist mir ihr pitbullverhalten bei gewissen themen ja nicht mehr fremd..

aber natürlich hecheln sie halt auch nur dem medialen mainstream hinterher solange der ihnen die kackkrümel auf den weg streut..

als einzig klarer hänsel im finstren wald des kackophonieklüngels.. ach gottchen

warum lassen die ihrer gequälten seele nur keine ruhe?

es geht ein bi-ba-butzemann in unsrem kreis herrum, fidebum!
(ich habs durchgerechnet und die gensequenzen abgegeglichen, ganz ehrlich, das lässt sich nicht leugnen)

Die Anmerkung hat gesagt…

@anonymous

Sie, das wollten sie ja so als Beleidungsformel in den Kommentarspalten genutzt wissen, Sie werden immer besser. Oder lustiger.

Es steht Ihnen also frei, sich einen eigenen Namen mit Wiedererkennungswert auszudenken, der nicht zwingenderweise mit dem im Perso identisch sein muß.

So haben sie die einmalige Chance, sich von anderen anonymen Schreibern abzuheben, wobei dies noch nicht so schwierig sein sollte, da Ihre Schreibe einer gewissen Einzigartigkeit unterliegt, die sicher kopierbar ist, was aber einiger Anstrengungen bedürfte, eine solche Fälschung zu verfertigen.

Und was ihren Vorwurf betrifft, viele träten nur die Kackkrümel breit, die andere auf dem Medientrottoir hinterlassen haben, dann ist dies etwas an der Wahrheit vorbeigeschlittert, denn hier werden die kleinen Scheißhäufchen nebst den Scheißern penibel genau auf ihren genetischen Code hin untersucht.

Was meine Person betrifft, mach ich es mir leicht, denn Schreiben und Denken ist mir viel zu mühselig. Ich nehm die Kackhäuferle, wie sie am Wegrand aufzufinden sind und beschreibe sie. Ist hundertmal einfacher, als sich selber an den Wegrand zu setzen und ein Haufen hinzuprotzen.

Oder können sie auf Bestellung kacken? Ich nicht. Die Qualitätsmedialen, die können das, denn die werden dafür bezahlt, das zu können.

ppq hat gesagt…

auf Sie zu antworten habe ich immer gar keine lust, weil ich die fragen nicht verstehe. das steht hier so, wies steht, weil hier genug platz ist, und es steht aus dem grund, weils so gemacht worden ist.

und aus keinem anderen. mainstream, mangelwirtschaft, magenkatarrh, das sind nicht unsere probleme, es geht um unterhaltung und zwar zuallererst um unsere eigene.

Friederich hat gesagt…

Wird die SPD nun prophylaktisch neben der sozialen Gerechtigkeit auch die genetische Gerechtigkeit in ihr Grundsatzprogramm aufnehmen? Ist ja wirklich eine Sauerei ohnegleichen, daß einige einfach intelligenter sind als die Genossen. Vielleicht kann man, bis die Voraussetzungen für eine genetische Gleichschaltung vorliegen, zwischenzeitlich was mit einer Intelligenzsteuer machen.

ppq hat gesagt…

es ist ja niemand wirklich intelligenter! die tun alle nur so.

eben hörte ich im radio, dass sarrazin versagt habe: egal, welche diskussion er auch anstoßen wollte, sagte der sprecher, jetzt werde doch nur über seine person diskutiert.

was hat ihm also seine intelligenz genützt? am ende ist er an derselben stelle wie paris hilton und die musste dazu keinen wälzer schreiben, sondern nur ein bisschen pulver in die handtasche tun.

finde ich die intelligentere lösung, ohne die gene der dame jetzt genau zu kennen.