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Sonntag, 14. April 2013

Kachel-Wacht am Rhein


In seiner mitteldeutschen Wahlheimat ziert das stilisierte Gesicht des ehemaligen Asylbewerbers Oury Jalloh schon seit Monaten knallhart politisierte Kachelplatten, die mit Nachdruck zu nicht nachlassender Erinnerung an das Schicksal des Mannes aus Sierra Leone auffordern, der sich in einer Polizeizelle selbst anzündete und starb.

Ein Symbol, das langsam auch deutschlandweit Furore macht. Scherte sich zu Lebzeiten von Jalloh kein Mensch um ihn, wird die Strahlkraft seines im Che-Stil kontrastierten Gesichtes mit zunehmendem Abstand zum Todestag immer größer. Auch am schönen Rhein, weit drüben im Westen, wo Jalloh zu Lebzeiten nie gewesen ist, finden sich inzwischen mutige junge Menschen, die inspiriert vom weltbekannten halleschen Kachelmannausziehen, der geldgeilen Konsumgesellschaft kleine Jalloh-Fliesen in kollektive Bewußtsein zu kleben. Direkt an der Kö und unmittelbar neben der "längsten Theke der Welt" klebt eine der Fliesen, ein Stück weiter vor dem bekannten Kabarett "Kom(m)ödchen" eine zweite. Ergreifend ist das, zutiefst menschlich und für jeden Düsseldorf-Touristen unvergesslich.


Eigene Funde können wie stets direkt an politplatschquatsch@gmail.com geleitet werden, jeder Fund wird von uns auf Wunsch mit einem mundnachgemalten Kunstdruck der inzwischen von Kachel-Gegnern vernichteten Ur-Fliese prämiert.

Der Kampf um die Kachelkunst:

Leise flieseln im Schnee
Verehrte Winkel-Fliese
Kanonen auf Kacheln
Antifaschisten im Fliesen-Ferrari



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