Google+ PPQ: Frauenquote für das Gebührenfernsehen "

Mittwoch, 22. Mai 2013

Frauenquote für das Gebührenfernsehen


Sie heißt Gesche Joost, ist von Beruf SPD-Wahlkämpferin, in ihrer knapp bemessenen Freizeit aber offenbar begeisterter PPQ-Leser. Jetzt hat die Design-Professorin, die für den kommenden SPD-Kanzler Peer Steinbrück die Kastanien aus dem Internet holen soll, erstmals öffentlich Konsequenzen aus ihrer regelmäßigen Lektüre des Wahren, Guten und Schönen gezogen und angeregt, einem von PPQ engagiert angeprangerten Missstand in deutschen Talkshows umgehend abzuhelfen.

Im „Spiegel“ verblüffte die hübsche Joost mit einem radikalen Vorschlag zur Aufwertung der deutschen Fernsehlandschaft: Zwar wolle sie keine „feste Quote von fifty-fifty für jede Gesprächsrunde“ bei Will, Plaßberg oder Jauch. „Aber klar ist, dass sich etwas ändern muss“, betonte Joost unter nonverbaler Bezugnahme auf eine gendergerechte Präsenzauswertung, die das medienkritische Portal PPQ kürzlich vorgelegt hatte. Danach finden – finanziert mit GEZ-Groschen auch und gerade der weiblichen Mehrheit der Gesellschaft, im Gebührenfernsehen immer wieder Talkshows statt, zu denen die Veranstalter keine weiblichen Diskutanten einladen.

Meist geht es dann um harte Themen, um Steuern, Wirtschaft und Finanzen – eine Erfahrung, die auch die flotte Blondine gemacht hat. „Gerade wurde ich wieder in ein Gremium eingeladen, das fast nur aus Männern bestand“, erklärt sie. Da habe sie sich dann beschwert und gesagt: "Das kann doch nicht euer Ernst sein".

Joost, Erfinderin des Designertelefons Sinus A 201, fordert eine Selbstverpflichtung von Redaktionen und Veranstaltern, „dass in Talkshows oder Panels stets beide Geschlechter vertreten sein müssen“. Die feste Schwatzquote gehört zu einem Rettungspaket aus gesetzlichen Sofortmaßnahmen, mit dem der künftige Kanzler Peer Steinbrück direkt nach seinem Wahlsieg eine drastische Verbesserung von Wohlstand, Glück und sozialer Gerechtigkeit vor allem im Sozialbereich durchsetzen will.

Peer Steinbrück kündigte dazu mehrere Gesetzesreformen an: Eine SPD-geführte Bundesregierung werde zuerst das Betreuungsgeld abschaffen, das die SPD einst miteingeführt hatte, einen gesetzlichen Mindestlohn einführen und ein Gesetz zur gleichen Bezahlung von Frauen und Männern auf den Weg bringen, sagte er. Dann seien die drängendsten Probleme des Landes gelöst. Das reiche "für die ersten drei Monate".

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn ich nichts könnte, wie die überwiegenden Geschlechtsgenossinnen, dann würde ich auch zusehen, Möglichkeiten aufzutun, um die Dummen, Faulen und Ungeschickten anderweitig zu versorgen.

Thomas hat gesagt…

Ich wüßte nicht, was dagegenstehen sollte - das nötige Geld ist doch da, ganz unabhängig von der Zuschauerzahl.

Anonym hat gesagt…

Ich habe in meiner Laufbahn viele Gremien, Unternehmen und Stiftungen von innen gesehen. Da sitzen meist nur Männer, und zwar 60 plus. Dafür habe ich kein Verständnis mehr, das geht so nicht.

Das ist ja ekelhaft. Also wenn schon Kerle, dann junge, knackige. Überhaupt eine Modelquote für Gremien, Unternehmen und Stiftungen. Nicht so alte faltige Säcke, sondern Frischfleisch, damit die Quotenfrauen auch mal was zum anfassen haben.

Teja hat gesagt…

Leider klickte ich auf den Link mit dem Interview und auf den Link vom Steinbrück. Jetzt frage ich mich, wie man solchen Müll lesen kann, ohne in einen Schreikrampf auszubrechen.

"Dafür habe ich kein Verständnis mehr, das geht so nicht."

Wenn das das einzige "Argument" ist ... also damals in der Schule bei den Erörterungsaufsätzen, da wäre ich mit einer 6 nach Hause gegangen.

Anonym hat gesagt…

Die Infamie, Impertinenz, Penetranz und Perfidie unserer punzreplikanischen Tussen wird immer massloser. An solchen dummdreisten Auslassungen kann man erkennen, zu welch einem Lila-Pudel- Zwinger diese „republica bananica“ schon mutiert ist. Unsere Ober-Zicken betrachten also ihre Schlitzpisser-Anatomie fürwahr schon als legitime Eintrittskarte in diverse Gremien.
Und noch unverfrorener, die „falsche Anatomie“ schon automatisch als Rausschmisskriterium.

Wohlan denn, ihr edlen Ritter, Dschäntlmän, ihr galanten Kavaliere, ihr selbstlosen Vortrittlasser, wählt nur weiter Eure Dämok-Ratten von Zeh-Deh-Uh-Ess-Peh-Deh-Eff-Deh-Peh-Grün-Innen, dann werdet ihr euch noch rascher auf der „Müllhalde der Geschichte“ wiederfinden. – Allenfalls umtanzt von triumphierenden, grössenwahnsinigInnen Quotzen , die euer feiges Einknicken, euer speichelleckerisches Nachgeben, als weiteren grossen Sieg des der FrauInnen-Paua zelebrieren werden, die in noch schrillerem Gekreische eure Minderwertigkeit, eure Verdammungswürdigkeit , Nutzlosigkeit und Überflüssigkeit und ihre lichtgestaltige Grossartigkeit herunterbeten werden.

Anonym hat gesagt…

Ein Glück, dass ich mir, zur Schonung von Netzhaut und Trommelfell, diese Verblödungstherapie, Fernsehen, abgeschafft habe.
Da können die durchgeknallten WeibsInnen rein- und rausquoten wen und soviel sie wollen, geht mir kompletto am Südpol vorbei.

eulenfurz hat gesagt…

Dieser P€€r Steinbrück ist, wie ich auf dem Foto der ZEIT sehe, ein verquollenes, schwabbeliges Etwas. Vielleicht sollte er sich besser „Schweinstück“ nennen.

eulenfurz hat gesagt…

"Diskutanten" ist keine gendergerechte Sprachform, schließlich müssen die Diskuonkels mit berücksichtigt werden.

Wie wäre es mit Diskumensch_innen?

Anonym hat gesagt…

Statt "weibliche Diskutanten" könnten sie auch einfach "weibliche Disco-Tanten" einladen. Das geistige Niveau von Diskussionen wäre vermutlich das gleiche (nämlich knapp über 0).

eulenfurz hat gesagt…

Danke, Frau Joost, für das Interview.

Die Disco-Tanten