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Freitag, 20. September 2013

AfD-Wähler sind Ratten

Tiernamen haben Konjunktur in diesem Wahlkrampf, der kurz vor Schluss Züge von offener Verzweiflung trägt. Erst hatte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel seinen Spitzenkandidaten eine "Sau" genannt. Dann zogen die Grünen mit einem Videoclip nach, in dem die CDU mit schleimigen Schnecken gleichgesetzt wurde. Und nun legt Peer Steinbrück selbst nach: Bei der größten SPD-Kundgebung in diesem Wahlkampf nannte er Wähler der neuen Partei Alternative für Deutschland "Ratten".

„Sie sollten nicht irgendwelchen Rattenfängern am 22. September hinterherlaufen, was Europa betrifft“, sagte der scheidende Arbeiterführer nach einem Bericht der Berliner Zeitung vor 6000 Bürgern auf dem Alexanderplatz in Berlin. Steinbrück bediente sich dabei eines aus der Geschichte bekannten Stereotyps, das zuvor bereits Reichspropagandaminsiter Joseph Goebbels und der spätere Fernsehmoderator Adolf Hitler benutzt hatten. Auch Franz Joseph Strauß hatte ein Leben lang politische Gegner mit Getier gleichgesetzt, zur Bundestagswahl 1972 versahen Christdemokraten SPD-Plakate sogar mit Ratten-Aufklebern.

Aber auch die SPD pflegt das Ratten-Erbe seit Jahren: Schon 2007 bezeichnete SPD-Fraktionschef Peter Struck die Parteifunktionäre der Linken als "Rattenfänger", die Wähler der Partei mithin als Ratten.Steinbrück, der kommende Kanzler der traditionsreichen deutschen Sozialdemokratie, steht damit in einer großen Geschichtslinie. Tiervergleich im poltischen Raum, nie waren sie so vielversprechend wie heute, niemals zuvor konnten sie unentschlossene Wählerinnen und Wähler so einfach zu begeisterten Anhängern der eigenen Partei machen. Peer Steinbrück, angetreten, in Bälde bundesdeutscher Kanzler aller Bundesdeutschen zu werden, ist sich dieses Umstandes bewusst. Der Niedersachse ist ja selbst ein politisches Urvieh,  er wird die Früchte seiner verbalen Bemühungen sicherlich ernten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Seite 57

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0CD8QFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.lebewesentlich.at%2Fapp%2Fdownload%2F4924185864%2FSogyal%2BRinpoche%2C%2B--%2BDas%2BTibetische%2BBuch%2BVom%2BLeben%2BUnd%2BSterben%2B%28Buddhismus%2C%2BMind%2C%2BSpirit%2C%2BGerman-Deutsch%29.pdf%3Ft%3D1295714104&ei=5xs8UraoD6O10wWxwoAQ&usg=AFQjCNGfY32eYRlC8XKtk7hhwRT8hNgUog&bvm=bv.52434380,d.Yms

Cordt hat gesagt…

Nicht nur Punkmädels haben mittlerweile viel dafür getan, daß sich das Image von Nagetieren generell verbessert hat.
Auch die schrecklichen Ratten-Horrorfilme der 80er werden nicht mehr im TV gezeigt. Der realsozialistische Schwarz-Weiß-Klassiker "Der Ewige Jude" mit der auf schlichte Gemüter schockierend wirkenden Rattenszene, glaube ich, auch nur noch zu besonderen Anlässen.

Insofern verstehe ich die Aufregung nicht. Ratten sind doch so liebe Tiere. Dazu sehr sozial und so gesellig. Dinge, die heutzutage eher geschätzt als gebrandmarkt werden.

eulenfurz hat gesagt…

Und was ist das für eine Bulldogge im Bild?

Anonym hat gesagt…

Wie ich gestern einem Leserkommentar bei der FAZ online entnommen habe, hat sich Jakob Augstein darüber empört, das AfD-Wähler auch lügen. (Der FAZ-Beitrag wurde von der Redaktion nach 400 Kommentaren recht zügig im Orkus versenkt) Der FAZ-Leser berichtet, dass Augstein sich daran stört, dass einige Menschen bei Umfrage nicht die Wahlwahrheit sagen. Präzise: dass offenbar viele AfD-Wähler bei Umfragen (Forsa etc) eine Aussage tätigen, die man laut FAZ-Leser so formulieren könnte: „Niemand hat die Absicht die AfD zu wählen“. Laut zu recht empörtem Augstein eine glatte Lüge. Das Instrument der Lüge darf aber in der Politik nur von geschultem Fachpersonal, also Parteifunktionären und Journalisten eingesetzt werden. Zu Recht merkt der Leser an: Nie wurde die deutsche Presse so vom Volk belogen! Das wird Konsequenzen für die Ratten haben.

Anonym hat gesagt…

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass die Bezeichnung "Rattenfänger" seitens der Humanitätsprediger von CDU bis linksaußen in der Vergangenheit regelmäßig für die NPD und die Republikaner verwendet wurde. Da das Wort unserem "Hätte-hätte-Fahrradkette"-Steinbrück in Fleisch und Blut übergegangen ist, hat er natürlich auch keinerlei Schwierigkeiten mit dem Transfer auf die AfD, die er und seinesgleichen ebenfalls für "Nazis" halten. Sie halten somit ihre rechten Gegner für Ratten. Heftig setzen sie sich gegen "Rassismus" ein. Wann werden sie beginnen, bei sich selbst gegen "Animalismus" und "Bestialismus" zu demonstrieren?