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Montag, 2. September 2013

Zehn Gründe für Peer Steinbrück

Er ist kämpferisch drauf, er poltert, er rockt, rumpelt, schimpft und holt in den Meinungsumfragen Promille für Promille auf. Am Ende einer langen Wahlkampagne ist der frühere Ministerpräsident, Finanzmarktderegulierer, West LB-Aufsichtsrat und Finanzminister Peer Steinbrück auf dem besten Wege, nachdrücklich unter Beweis zu stellen, warum seine Aufstellung als Kanzlerkandidat mehr als nur ein symbolisches Zeichen für die ungebrochene Lebenskraft der 150 Jahre alten deutschen Sozialdemokratie ist. Peer Steinbrück, der in den 23 Jahren seiner politischen Laufbahn noch nie eine Wahl gewonnen, etliche aber verloren hat, steht stellvertretend für den väterlich strengen Staat, der über Besteuerung erzieht und über Pfründe belohnt.

In seinen Plänen für die Zeit direkt nach dem Einzug ins Kanzleramt kommt Griechenland so wenig vor wie der Weltfriede, Peer Steinbrück spart die Frage der Bespitzelung durch Geheimdienste genau aus wie die wirtschaftliche Lage, die Zukunft der EU, die Staatsverschuldung, die Bedrohung durch die Lage im Nahen Osten oder andere wichtige Themen. Er kümmert sich lieber um den Krimskrams der gesellschaftlichen Entwicklung, um die Petitessen unter den Zukunftsfragen, um die Weichenstellungen auf einer SPD-Modellbahnplatte, auf der Deutschland aus frommen Wünschen besteht. Der 22. September wird ihn triumphieren sehen, so oder so. Zehn Gründe für Steinbrücks Endsieg:


1) Flächendeckende Einführung eines Mindestlohnes von 8,50 Euro binnen 100 Tage - entlastet werden sollen damit vor allem die Billiglöhner im Bundestag

2) Gleiche Bezahlung von Männern und Frauen im Profifußball

3) Abschaffung von Leiharbeit und Werkverträgen

4) Einführung einer Rente von mindestens 850 Euro monatlich, unabhängig von der Höhe der eigenen Beitragszahlung

5) Abschaffung des Betreuungsgeldes und Nutzung der dadurch bundesweit eingesparten 1,5 Millionen Euro zur Schaffung von 750 neuen Kita-Plätzen

6) Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft ohne Optionszwang für alle Bürgerinnen und Bürger (mit freier Wunschlandwahl)

7) Einführung einer Mietbremse, die Preissteigerungen begrenzt. Hausbesitzer sollen das notwendige Bremspedal auf eigene Kosten im Parterre ihrer Immobilien einbauen müssen, die EU fördert die Installation mit Mitteln aus dem Rettungspaket 4

8) Neustart bei der Finanzmarktregulierung und Rückabwicklung aller Deregulierungsschritte aus der Ära Steinbrück/Asmussen im Finanzministerium

9) Rückabwicklung der rot-grünen Senkung des Spitzensteuersatzes, Rückkehr zum Prinzip Halb und Halb: 49 Prozent plus Soli

10) Aufbau einer motorisierten Kavallerietruppe gegen Steuerhinterziehung.


Kommentare:

eulenfurz hat gesagt…

11) "Für ein Alter ohne Armut": Rückabwicklung der von Müntefering (SPD) in der Großen Koalition 2007 zur Beschlußführung gebrachten "Rente erst ab 67" sowie stufenweisen Absenkung der Standardrente im Laufe der Jahre bis auf 43 Prozent.

Thomas hat gesagt…

"Weichenstellungen auf einer SPD-Modellbahnplatte, auf der Deutschland aus frommen Wünschen besteht"

Volltreffer!

Anonym hat gesagt…

Es ist doch geradezu die Kernkompetenz der linken Realitäts-Verbieter stur und selbstherrlich ihre eigene Welt auf ihren Modellbahnplatten zu zimmern. Die Bauteile sind seit über einem Jahrhundert die gleichen:
Krude und gleichzeitig infantile Wunschvorstellungen, starre, faktenresistente Ideologien, eine massive Portion Zwanghaftigkeit, wolkenkuckucksheimerische Menschenbilder, ein solider Grundstock an Wahnideen, ein gerüttetes Mass an Grössenwahn und unerschütterliche Überzeugtheit von sich selber. – Mithin am schlimmsten ist die sich selbst verstärkende Paranoia, so lässt desaströses Scheitern all der Zwangsideologien, wie Sozialismus oder Tittensozialismus (Feminismus), die Urheber dieser Wahnsysteme nur noch lauter nach diesen Prinzipien krakeelen. (Mit der zynisch-debilen Begründung der Erfolg dieser Paradigmen sei mal wieder von pööösen Reaktionären und Saboteuren vereitelt worden)


Ano-Nymus