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Dienstag, 25. März 2014

Eukraine: Gegenschlag aus dem Kanzlerbunker

Sichelschnitt über Lublin und Lemberg oder doch besser der bewährte Schlieffenplan entlang der Linie Kaunas, Narva, Petersburg? Im Kanzlerbunker in Berlin (Foto oben: Merkel, von der Leyen und Europa-Stratege Martin Schulz bei der Operationsplanung) geht es in der dritten Woche der Krim-Krise um konkrete Gegenmaßnahmen von Bundeswehr und verbündeten Truppen. Soll man diesmal abwarten, bis der Russe kommt? Oder wieder präventiv selbst aktiv werden? Ist Moskau diesmal bis zum Wintereinbruch erreichbar? Kann Petersburg in einem Zug niedergeworfen werden. Oder droht erneut ein Festfressen der Offensive im Schlamm der schlechtgepflegten russischen Straßen?

Vorerst rein vorsorglich, so heißt es in Berlin, plane Europa seinen Gegenschlag. Es gehe um konkrete Marschrichtungen für den Fall, dass der gewählte russische Diktator Wladimir Putin die annektierte Halbinsel Krim bis zur Fußball-WM im Sommer oder bis zum nächsten Turnier 2018 daheim in Russland nicht freigibt und sein Amt zur Verfügung stellt. Auch der Schutz den deutschen Minderheit in der Eukraine habe die Bundesregierung im Blick, ebenso die Übernahme der Ölquellen von Maikop für die Sicherung des deutschen Energieausstieges. Ein Flugverbot für russische Panzer, die Borschtsch-Sperre in deutschen Schulkantinen, das Wodkaverbot bei der Bundeswehr und eine engere Verzahnung der Eurorettung mit der Aufnahme der Türkei als südlichstem Vorposten von Demokratie und Freiheit an den Dardanellen - auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen weiß, dass die Warnungen des Westens auf Dauer nicht reichen werden, den außer Rand und Band geratenen russischen Bären zu zähmen.

Mit Blick auf den Überfall russischer Truppen auf die während einer Gebietsreform anno 1783 von der deutschen Zarin Katharina die Große dem deutschen Landkreis Anhalt-Zerbst zugeschlagene Halbinsel durch Russland hat die Bundesverteidigungsministerin jetzt betont, dass das aufgeklärte Abendland dem Russen klarmachen werde, dass "die NATO nicht nur auf dem Papier besteht". Es gehe jetzt darum, Aufmarschpläne zu entwickeln, damit das Bündnis direkt an den russischen Grenzen Präsenz zeigen und seinen östlichen Partnern wie den baltischen Staaten oder Polen versichern könne, "dass man füreinander da ist". Ohne eine entsprechende Aufmarschbasis in Polen und im traditionell verbündeten Rumänien, die beide bereits ein aggressiveres Vorgehen der NATO in Osteuropa gefordert hatten, könne Russland nicht bezwungen werden.

Die Luftüberwachung in der Region hat die Nato bereits verstärkt, eine Flugverbotszone wird eingerichtet, sobald der 1986 in Auftrag gegebene neue Kampfflieger "Eurofighter" fertigentwickelt und bei der Truppe eingeführt ist. Von der Leyen zeigte sich zuversichtlich, dass ihr Konzept der Entwicklung der Bundeswehr zu einem der besten Arbeitgeber der Welt und der gleichzeitigen allmählichen Eskalation "im Rahmen dessen, was die Nato sowieso machen kann" (von der Leyen), Putin zwingen werde, sich zu unterwerfen. "Hier gilt das Recht des Stärkeren, das auch Wladimir Putin eingesetzt hat", sagte von der Leyen. Es gebe stets eine Zeit zu reden, aber auch eine Zeit zu schießen, das müsse der Kreml-Herrscher begreifen.

Kommentare:

Cordt hat gesagt…

Freuen wir uns gemeinsam, daß das Unglück unserer Elterngeneration, keinen echten Krieg mitmachen zu dürfen, uns nicht zu widerfahren scheint. Man will ja einst in seinen alten Tagen auch etwas Interessantes zu erzählen haben.

Dufte, daß dank der Klimaerwärmung kalte Winter gesetzlich verboten sind; mit Schlammpackungen kennen sich die Mädels der Bundeswehr gut aus.

Nach 1812 und 1941 machen die Franzosen auch dieses Mal wieder nach besten Kräften mit. Aller guten Dinge sind drei.

henry stutzen hat gesagt…

wenn es nicht so ernst wäre könnte man glatt drüber lachen