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Samstag, 22. März 2014

Wiedergeboren als Mann für alle Krisenfälle

Er ist der Mann der Kanzlerin für alle Fälle, er dient parteiübergreifend, dauerkompetent und still, wo immer ihn die jeweilige Bundesregierung hinstellt: Jörg Asmussen (hier ein liebevolles Porträt), der Minenhund von Steinbrück, Schröder und nunmehr Merkel, war schon Finanzstaatssekretär, er organisierte die Zulassung von Verbriefungen und Derivaten, er machte ein gute Figur als EZB-Direktoriumsmitglied und wechselte schließlich ins Sozialministerium nach Berlin, wo er für noch höhere Aufgaben in einem kommenden Kabinett Gabriel I trainiert.

Ausgelastet freilich ist der agile Aufsteiger mit dem bisschen Sozialklimbim um Mindestlohn und Gerechtigkeit nicht. So lag es nahe, dass die Kanzlerin erneut auf Jörg Asmussen zurückgriff, als der Schwelbrand in der Ukraine zum offenen Feuer zu werden begann. In einer geheimen Kommandoaktion ließ sich der traditionell Glatze tragende Sozialdemokrat einen leichten Haarflaum wachsen, mit Hilfe eines großen Online-Brillenportals wechselte er das Modell seiner Sehhilfe und mit Unterstützung des bislang noch so geheimen zentralen EU-Geheimdienstes, dass aus Geheimhaltungsgründen selbst der Name noch geheim ist, seinen Namen: Aus Jörg Asmussen (oben links) wurde Arseni Jazenjuk (oben rechts).

Augenzwinkernd tauschte der gebürtige Flensburger nicht nur die Krawatten, sondern er vertauschte auch seine Initialen: Aus "JA" wurde "AJ" - ein Gruß in die Heimat aus dem Auslandseinsatz. Direkt nach seiner Ankunft in Kiew wählte das Parlament den deutschen Politikmanager dann zum Ministerpräsidenten der provisorischen Regierung der Ukraine. Als solcher wird Asmussen/Jazenjuk unter dem Motto „mehr Souveränität in Europa teilen“ mindestens bis zur regulären Wahl im Mai daran arbeiten, die junge Demokratie im Süden Russlands mehr nach Westen zu rücken.

Mit seiner entschlossenen Unterschrift unter das lange Zeit umstrittene Assozierungsabkommen mit der EU hat Jazenjuk den europäischen Staats- und Regierungschefs in einem ersten Schritt demonstrativ den Rücken im Konflikt mit der russischen Führung um Präsident Wladimir Putin gestärkt. Im sogenannten politischen Teil des Abkommens, der symbolische Natur hat, verpflichtet sich die Ukraine zur Respektierung der Menschenrechte, der freien Marktwirtschaft und zur engen Kooperation mit Europa.

Die Ukraine gelte damit nunmehr völkerrechtlich als untrennbarer Bestandteil der europäischen Friedensgemeinschaft, hieß es in Brüssel. Eine Namensänderung des Landes in EUkraine soll pünktlich zur Unterzeichnung des sogenannten Handelsteil des Abkommens vollzogen werden. Die EU hatte Russland im Februar zugesichert, vor der Schaffung einer Freihandelszone mit Moskau zu sprechen, diese Gespräche allerdings fallen jetzt unter das verhängte Kontaktverbot mit Putin und seinen Schergen.

Mehr spektakuläre Auslandseinsätze

Kommentare:

Thomas hat gesagt…

Never ceased to astound me, Sherlo..PPQ. Gäbe es nicht diese Seite, würde einfach niemand glauben, daß es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt!
Wie mein Freund Lew zu sagen pflegte: "You know, the universe, it's full of ... THINGS."
Das erklärt natürlich auch einen Asmussen.

ppq. so hat gesagt…

wir müssen in dem fall aber zugeben, dass ein tippgeber aus dem innersten des inneren kreises uns auf die auswärtsverpflichtungen von JA hingewiesen hat. egentlich sollte das niemand erfahren