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Mittwoch, 26. August 2015

Aktion gegen Rassismus: Initiative fordert Umbenennung des Schauspieler Peter Mohr

Bereits umbenannt: Das Mohren-Bier heißt jetzt No Mohr - Foto unten.
Eine Anti-Rassismus-Initiative fordert die Umbenennung des Schauspieler Peter Mohr. Die Initiatoren empfinden den Namen als stark diskriminierend. Denn er erinnert Betroffene an eine Zeit, in der dunkelhäutige Menschen per Gesetz erniedrigt und versklavt wurden.

Wenn es sich vermeiden lässt, verzichtet Tahir Della auf den vollständigen Namen. Für ihn ist der Schauspieler Peter Mohr nur der M-Mann. Della, 53, gehört zur „Initiative schwarzer Menschen in Deutschland“ und jetzt haben er und seine Mitstreiter vom Bündnis „Decolonize Mitte“ gegen den Leipziger Pfeffermühlen-Kabarettisten protestiert und gefordert, ihn umzubenennen. „Betroffene empfinden diesen Begriff als rassistisch. Wir vermeiden ihn, weil wir rassistischen Sprachgebrauch nicht reproduzieren wollen.“

Der Zeitpunkt für die Aktion war gut gewählt. Am Sonntag war der Internationale Tag zur Erinnerung an den Handel mit Versklavten und seine Abschaffung. Vor allem die Mohrenstraße in Mitte, Mohrenapotheken in nahezu sämtlichen deutschen Städten, aber auch Gasthöfe, Verlage, IT-Firmen und Weingüter erinnern bis heute unzulässigerweise an den mittelalterlichen Begriff.

Die Initiatoren forderten, dass der Schauspieler, aber auch gleichnamige Buchautoren, Herzchirurgen, Designer, Fußballspieler, Kameramänner und Theologen einen neuen Namen bekommen. Ein Vorschlag wäre, sie sich künftig alle "Mandela" zu nennen, ein anderer, dass sie sich den Namen Amo geben. Amo, um 1703 in Ghana geboren, war der erste Akademiker afrikanischer Herkunft in Preußen und setzte sich als Philosoph und Rechtswissenschaftler in Wittenberg für die Rechte schwarzer Menschen in Europa ein.

Bereits im vergangenen Jahr haben die Initiatoren um Tahir Della die Umbenennung aller Mohren gefordert. „Doch es tut sich nichts“, klagt Tahir Della. Dabei sei der Begriff Mohr die älteste diskriminierende Fremdbezeichnung für schwarze Menschen, obwohl es ursprünglich auf eher hellhäutige Nordafrikaner gemüntzt war.

Das Wort ist bereits im Althochdeutschen des 8. Jahrhunderts in der Form "mōr" belegt. Damals bezeichnete es einen Mauren, also Mauretanier. Der Ausdruck Maure selbst stammt vom rassistischen griechischen Schimpfwort "Μαῦρος", schon seit der eurozentrischen geografie Strabos eine abwertende Bezeichnung für die Bewohner Nordwestafrikas, in Latein der "maurus".

Zuerst falsch verstanden, dann falsch verwendet und das zunehmend diskriminierend: Im Mittelhochdeutschen wurde von Rassisten noch zwischen "swarzer mōr" („Maure mit dunklerer Hautfarbe“) und "mōr" („Maure“) differenziert. Heute noch findet sich im Deutschen die Bezeichnung schwarzer Mohr, aber auch "Schwarzer Peter", was sich direkt auf den namensgleichen Schauspieler bezieht, wie Wissenschaftler glauben. Doch moderne Rassisten verzichten zunehmend auf die Konkretisierung und sprechen nur noch vom "Mohr".

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Herr Peter Bimbo, geb. Mohr. Der wird sich freuen.

Anonym hat gesagt…

Heidenau : "wir sind die PAK "

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c9/Pak40_helsinki_rear.jpg

der Sepp ; Bundeswillkommenskültürbürö

Anonym hat gesagt…

kronenberg@uni-bonn.de

Prof Kronenberg bei Fönix : "ich spreche mit den Händen denn mir fehlen die Worte "

jeder Deutsche sollte diesem Akademiker sehr aufmerksam zuhören .

wolpertinger hat gesagt…

Ich schlage vor,die Mohrenapotheken und-Straßen in Neger-und
Musel-bzw.Beduinenstraßen umzutaufen,meine Damen und Herren,liebe Neger.Auch sollte in jeder dieser Straßen ein Kamelport eingerichtet werden.Mit Minarett,versteht sich.

Anonym hat gesagt…

Nun gibt es, außer Bill Cosby, auch noch andere (leidlich) gewitzte und anständige Mohren, neulich kam ich beim Gurgeln auf einen "dunklen Ehrenmann" (Faust I) vom Stamm der Zulu, mit dem ich Anfang der 80er studierete, und der nun als leitender Chirurgos (= Handwerker) und Gynäkophage in Botswana zugange ist. Der nächste Sommerurlaub - mal sehen, sprach der Blinde. Entweder Bornholm - oder Lewis und Elefannis gucken.

-- Halbgott in Weiß --