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Samstag, 9. September 2017

Martin Schulz: "Mein Platz ist in Brüssel"

Kanzlerkandidat? Kommt für Martin Schulz nicht infrage.

Martin Schulz gilt derzeit noch als kommender Bundeskanzler der SPD. Doch der frühere EU-Parlamentspräsident mit dem großen Charisma winkt ab. "Mein Platz ist in Brüssel", sagt er. In die Gemeinschaft habe er 32 Jahre seines Lebens investiert. Sigmar Gabriel habe seine volle Unterstützung.


Paukenschlag in Würselen! Der ehemalige EU-Parlamentspräsident und gefeierte "Gottkanzler" Martin Schulz (SPD) steht seiner Partei offenbar bei der Bundestagswahl gar nicht als Kanzlerkandidat zur Verfügung. "Mein Platz ist in Brüssel", stellte der SPD-Politiker der "Welt am Sonntag" klar. Er habe 32 Jahre und damit sein gesamtes politisches Leben in Europa investiert. "Und Europa ist momentan nicht im besten Zustand. Ich versuche meinen Beitrag zu leisten, dies zu ändern", so Schulz.

Nicht nur für die SPD, die Schulz bisher für ihren Kanzlerkandidaten hielt, ist das eine gelinde Überraschung. Zieht der beliebte Würselener damit die Konsequenzen aus den frustrierenden Umfragergebnissen? Hat den 61-Jährigen die mangelnde Unterstützung von der Basis gefrustet? Unklar! "Ich unterstütze Sigmar Gabriel mit Haut und Haaren", sagt Schulz selbst. Wichtig sei jetzt: "Die SPD muss noch mehr die Partei der Menschen sein, die hart arbeiten, sich an die Spielregeln halten und das tun, was ihr Land von ihnen verlangt."

Er habe das Gefühl, viele dieser Menschen hätten das Gefühl, dass nur noch über Milliardenbeträge geredet werde, die "irgendwo" hinfließen würden, sagte Schulz. Dafür stehe die EU, eine rieisge Geldumwälzmaschine. Das seien für die meisten unvorstellbare Summen. "Wir Sozialdemokraten müssen weniger in Milliardenbeträgen und mehr an die Menschen denken, die nur wenig Geld im Monat zur Verfügung haben." Das werde er künftig konzentriert tun, offenbar von Brüssel aus.

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