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Dienstag, 18. Dezember 2018

Sarrazin: Der Dorn im Arsch der Arbeiterpartei

Lars Klingbeil ist so lange auf der Welt wie Thilo Sarrazin in der SPD. Das will der Generalsekretär der ehemaligen Arbeiterpartei jetzt ändern.


Sie liegen im Osten gerade noch bei acht Prozent, knapp also über der Nachweisgrenze für politische Parteien. Im Westen stellen sie nur noch vier Ministerpräsidenten, da sind die Bürgermeister von Hamburg und Bremen aber schon mitgezählt. Und mit der anstehenden EU-Wahl droht die SPD auch noch die Übergangsgeneration der Nahles, Klingbeils und Schneiders zu verlieren, die eigentlich angetreten waren, die frühere Arbeiterpartei mit der geballten Erfahrung jahrelanger Funktionärskarrieren zu retten.

Ablenkung von der ausbleibenden Erneuerung


Aber die laut ausgerufene Erneuerung ist ins Stocken geraten, die Generation Parteiarbeiter, geboren und aufgezogen in den Verwaltungsstuben der Parteibürokratie, droht zu scheitern, ehe sie noch richtig abbeißen konnte vom großen Regierungskuchen.

Was tun? Wenn die neuen Schlachten nicht zu schlagen sind? "Aggressiver werden", fordert den nächste Vorsitzende Kevin Kühnert. Einfach noch einmal in die alten ziehen!, kündigte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil an. Als Reaktion auf die prekäre Situation bietet die SPD damit ganz ungewöhnliche Kost: Ein erneutes Ausschlussverfahren gegen den früheren Berliner Finanzsenator und Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin soll es sein, das Zweiflern beweist, dass die Partei weiter nach links rückt. Unabhängig davon, ob sie sich ein weiteres Mal lächerlich macht.


Die neue, alte Strategie des SPD-Vorstandes ist umso erstaunlicher, als dass Sarrazin derzeit weder in irgendwelche Bestenlisten von Hetzbüchern auftaucht noch zu Promotionzwecken viele öffentliche Auftritte absolviert. ARD und ZDF laden den ehemaligen Bundesbanker schon seit Jahren nicht mehr ein. Normale Lesereisen kann der gebürtige Thüringer in der Regel nicht absolvieren, weil die Zivilgesellschaft vielerorts aufmerksam darüber wacht, dass Sarrazin kein Podium geboten wird.

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge längst vergessen, dass Sarrazin SPD-Mitglied ist – ein Umstand, den die Führung der deutschen Sozialdemokratie nun aber umgehend beheben will. Unter großer medialer Begleitung wird Sarrazin der Prozess gemacht werden. Diesmal soll der Mann, der zum Dorn im Arsch der Arbeiterpartei geworden ist, gehen müssen, so oder so.


Den "Idioten" vor Gericht zerren


Genauso klang das noch jedesmal, wenn SPD-Politiker wie Heiko Maas gut gefrühstückt hatten und nach der Endlösung der Klima- und der Europafrage darangingen, ihrem alten Genossen den Prozess zu machen. Der sei ein "Idiot" hat Maas festgelegt. Eva Högl,  eine matronenhafte Erscheinung mit unbändigem Spaß an der Tragödie ihres damaligen Vorsitzenden Martin Schulz, wollte gar eine neue Art Meinungsfreiheit einführen: Alles wird verboten, erst später, wenn ein Gericht befunden hat, dass "nicht zu einem Strafverfahren geführt hat, kann es ja wieder draufgestellt werden".

Sarrazin, dem Gottseibeiuns eines SPD-Establishments, das in seiner eigenen Welt verkapselt ist, droht da zweifellos die Höchststrafe: Er, der fast Vergessene, wird nun wieder berühmt geschossen wie HSV-Torwart Rudi Kargus von all den Männern, die ihm einen Elfmeter einschenken wollten.

Vielleicht gelingt es der SPD diesmal sogar, den Mann, der schon SPD-Mitglied war, als Lars Klingbeil geboren wurde, wirklich aus der Partei zu drücken. Bis dahin aber dürften die acht Prozent Wählerstimmen, die der ältesten deutschen Partei heute  noch im Osten vorhergesagt werden, sich vom Alptraum in ein schönes Ziel verwandelt haben, das die dann erneut neue SPD-Führung konsequent anvisieren muss, um wenigstens das Überleben einer Restpartei zu sichern, die die Dividenden aus dem sozialdemokratischen Medienimperium einstreicht.



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Eines der Probleme der Sozen-Paranoiker ist es fürwahr, dass wir schon seit über 70 Jahren in „Frieden“ leben, d. h. dass es keine Totalumwälzungen v. Herrschaft und allen sonstigen „staatlichen Parametern“ gab. – Dadurch hatte/hat ihre linke Wahnideologie mehr als ausreichend Zeit in immer zahlreichende und heftigere Kollisionen mit der Realität und den Gesetzen der Kausalität zu geraten. – Zwar steigert(e) sie simultan dazu das Ausmass ihrer zynischen Verdrehungen, Totschweigen, Lügen und Heucheleien, um die Realität weg zu lügen, indes inzwischen sind sie offenbar in einen asymptotischer Bereich eingetreten, wo selbst dem debilsten aller Dummies die krasse Diskrepanz zwischen Wirklichkeit und dem gigantischen Füllhorn an Lug und Trug quasi anbrüllt. – Denn falscher, verlogener, infamer, perfider, impertinenter, penetranter geht eben nimmer, so das Maximum irgendwann erreicht ist.

Anonym hat gesagt…

Dass die Sotzial-Dämok-Ratten auf hysterischem Tiefstand sitzen, iss ja ganz schön „geschieht-ihnen-rechtlich“, indes, dass die Grünen Khmer bei fast 22 % stehen, iss für den Buntes-Blassrohrkriecher-Pawlow-Kläffer-Pöfel eine „Auszeichnung“, die jeden Jagdschein elendig verblassen lässt. –
Tja, 70 Jahre Dauermassage mit der Fascho/Macho-Keule gehen eben nicht spurlos an Hirn-Voll-Wasch-Bär.Innen vorbei.

Anonym hat gesagt…

warum werden sozialdemokraten nicht interniert ? Frage für einen Froint

Anonym hat gesagt…

warum werden sozialdemokraten nicht interniert ? Frage für einen Froint
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Weil sie 1. die Pseudoobrigkeit vorstellen, und es uns 2. an Mannschaft gebricht. Jedenfalls NOCH.