Google+ PPQ: Ebay-Probleme immer größer

Donnerstag, 23. August 2007

Ebay-Probleme immer größer


Langsam merkt es auch der Letzte: Die Zeiten, in denen auf Ebay noch richtige Schnäppchen gemacht werden konnten, sind vorbei, jetzt regieren auf der größten Auktionsplattform im Datennetz Ramschhändler und Powerseller, die Massenware professionell feilbieten. Ehe aber das gesamte, auf das Internet ausgerichtete Geschäftsmodell zusammenbricht, wie es Experten hier bei PPQ seit Monaten berharrlich vorhersagen, mischt sich jetzt auch noch die Landesregierung von Sachsen-Anhalt unter die Nepper, Schlepper und Bauernfänger. Als "Powerseller Justitia-Magdeburg" will das notorisch klamme Land glücklich erhaschtes Diebesgut und andere zweifelhafte Waren an den Mann und die Frau bringen. Knappe zehn Jahre nach dem Start der ersten Internetauktionen in Deutschland gibt es aber erst einmal einen Testverkauf in Form eines "Projekts", das in mehreren Pressekonferenzen vorgestellt wird. Denn ob das Ganze dann wirklich klappt, wissen die Experten im Justizministerium offensichtlich noch nicht genau.

Bisher sind auf Ebay ja auch gerademal waren im Wert von etwa hundert Ländern Sachsen-Anhalt verkauft worden - und man hört ja so viel von Betrügern aus Mazedonien, die der Justitia vielleicht einfach die Klunker wegkaufen, ohne zu bezahlen. Dem Auktionsmodell, das darauf vertraut, dass sich aus Angebot und Nachfrage am Ende ein angemessener Preis bildet, mißtraut das von einer Sozialdemokratin aus dem bekanntermaßen rechtsradikal beleumdeten Harz auch nicht: Die Startpreise für schnucklige Ringe und allerlei sonstigen Tand liegen bei bis zu 750 Euro. Nach den ratschlägen des landeseigenen Kriminalamtes dürfte danach kein vorsichtiger Kunde bei justitia-magdeburg (oben im Bild) einkaufen - der Typ hat ja bisher null positive Bewertungen.

Nach Angaben des Justizministeriums ist das Projekt bisher bundesweit einmalig. Klappt alles, wird demnächst vielleicht eine interministerielle Arbeitsgruppe gebildet, die über die Einrichtung eines Paypal-Kontos befindet. Auch könnte das Kabinett sich dann mit der Frage beschäftigen, ob Kreditkartenzahlungen akzeptiert werden. Wie das geht, könnten andere Landes-Justizministeriem dann per Studienfahrt nach Magdeburg erkunden.

1 Kommentar:

panzerbummi hat gesagt…

genau so hatte ich mir das vorgestellt - ehrlich. unbedarft, regelrecht kenntnisfrei, zum himmel schreiend dumm.