Google+ PPQ: Geografie der Gewalt

Freitag, 28. Dezember 2007

Geografie der Gewalt

Gewalt lehrt Geografie: Rawalpindi ist eine "Garnisonsstadt", was immer das bedeuten mag. Vielleicht, dass dort alle Soldaten sind? Rußland warnt nach dem trotz all der Uniformierten in der Garnisonsstadt verübten Attentat auf Benazir Bhutto vor einer "Radikalisiserung der islamischen Welt", als sei das eine drohende Gefahr, nicht alltäglicher Zustand. Derweil meldet n-tv "schwere Unruhen" vor allem in Karachi, ein Ort, bei dem es sich um eine "Hafenstadt" handelt. Wann n-tv zuletzt von irgendwoher "leichte Unruhen" gemeldet hat, ist uns nicht erinnerlich. Aber Angela Merkel und George Bush und der Rest der zivilisierten Welt, in der es keine "Garnisonsstädte" gibt, wenigstens keine, die in den Nachrichten so genannt werden haben das "feige Attentat" inzwischen "scharf verurteilt". Irgendwie beruhigend.

1 Kommentar:

panzerbummi hat gesagt…

irgendein russischer anti-terror-experte plappert dann auch gleich folgendes: Das Attentat auf die populäre Politikerin am Donnerstag zeuge von einem zunehmend «explosiven Gemisch aus Politik und Religion». zunehmend! explosiv! wo hat der mann gelebt in den vergangenen jahren?