Google+ PPQ: Kälterekorde im Klimaofen

Donnerstag, 17. Januar 2008

Kälterekorde im Klimaofen

Immer schneller schmolz das Eis, immer höher stiegen die Wogen zumindest in den Medien. Und immer apokalyptischer wurden die Weltuntergnagsvisionen, die die Erde schon in einem historischen Augenblick von der Weltraumkarte getilgt sahen, weil der Mensch durch Ofenheizung, Berufsverkehr und Vielfliegerei sich selbst sein eigenes Grab geschaufelt haben würde.

Gut zu sehen war das herannahende Verderben durch Dauersonnenschein und Treibhaushitze aus unverantwortlich hochgetunten Opel Vectras und Glühbirnen in Kleinstadthaushalten in Grönland.Hier schmolz das traditionelle grönländische Eis, das schon bei der Namensgebung der Insel Pate gestanden hatte (Grönland = Grünland) immer entschlossener - so lange, bis sich Deutschlands Klimaschutzkanzlerin eigenhändig aufmachte nach Norden, um sich "persönlich ein Bild über die Folgen der globalen Erwärmung in der Arktis zu machen, die hier die Eisberge immer schneller verschwinden lässt" (dpa).

Das brachte nun offenbar die Wende, denn zur Zeit aber erlebt die Polarinsel Grönland den kältesten Winter seit vielen Jahren. Wie Dänemarks größte Zeitung «Jyllands-Posten» berichtete, ist die Diskobucht an der grönlandischen Westküste trotz ihres irreführenden Namens noch immer kein Standort für ausschweifende Tanzvergnügungen. Doch erstmals seit 2004 ist das Wasser in der Bucht bei Rekord-Kältegraden komplett zugefroren. «Wahnsinnskälte» und harten Nordwind machen dänische Metereologen für die 50 Zentimeter dicke Eisdecke verantwortlich, ohne zu sagen, was und wen sie für die Rekordkälte verantwortlich machen. Ofenheizung? Berufsverkehr? Atomkraftwerke? Oder Frau Merkel?

Der Bürgermeister von Ilulissat, Anthon Frederiksen, sagt jedenfalls: «Mit 25-26 Minusgraden haben wir es jetzt so kalt wie seit zehn Jahren nicht mehr.» Die Schifffahrt vor der Küste musste deshalb zwar zwischenzeitlich eingestellt werden, wir vom kleinen Klimawatchblog PPQ sagen aber dennoch danke an Frau Merkel, die das Klima der Welt durch Vor-Ort-Besuche heilt. Weiter so, Kanzlerin!

1 Kommentar:

panzerbummi hat gesagt…

die einen gucken in die glaskugel und die anderen heilen durch handauflegen. passt doch!