Google+ PPQ: Es gilt das gebrochene Wort

Montag, 10. März 2008

Es gilt das gebrochene Wort

Kurt Beck hat endlich ein Machtwort gesprochen. "Die Bahn muss leiser werden", forderte der Arbeiterführer bei einer vielbeachteten Pressekonferenz in Berlin, bei der er auch klar machte, dass es Wille der SPD ist, im Hinblick auf die Diskussion zum Föderalpaket zwo" weiter am bisherigen Kurs festzuhalten. Seine Stimme sei "noch etwas schwach", das deute aebr keineswegs auf erlahmenden Führungswillen hin, hatte Kurt Beck, während seiner Krankheit nach eigener Aussage um fünf bis sechs Kilo vom Fleisch gefallen, den aufmerksam lauschenden Medienvertretern zuvor ins Stammbuch diktiert. Im Anschluß daran begann der als "Mecki" Beck bekannte Pfälzer mit einer Märchenstunde: Alles sei prima, die SPD halte klaren Kurs, Andrea Ypsilanti habe alles richtig gemacht, er selbst sei krank gewesen, die Linke aber eine gegnerische Partei, die "in Teilen bewusste Verbindungen zur DKP" habe.

Märchenstunde mit Mecki in Berlin. Beck, mit braunem Anzug und rotweiß gepunktetem Binder, warb für sein Vorhaben, eine Zerschlagung der Bahn zu verhindern und nahm seine vor drei Wochen gemachte Ankündigung zurück, auf dem Weg zur Macht auch Hilfe von der PDS anzunehmen. Er habe eine solche Ankündigung nie gemacht, flunkerte Beck, der alle Nachfragen nach einem von ihm begangenen "Wortbruch" mit dem Argument abkanzelte, er können einen solchen "nicht erkennen". Im übrigen habe er zwar bei einem Abendessen mit Pressevertreten vor der Hessen-Wahl von der Möglichkeit gesprochen, mit der Linken zu koalieren. "Aber ich habe ja gedacht, dass auch Journalisten mal schweigen können."

Die SPD müsse trotz der derzeit hundsmiserablen Umfragewerte "nicht gerettet" werden, sie habe vielmehr eine ausgezeichnete Ausgangsposition. "Die Diskussion werden wir nicht abschließen können, aber zusammenbinden", floskelte Beck fröhlich vor sich hin. Er wolle eine "Versöhnung zwischen der notwendigen Agenda-Politik und wir haben mit Ausnahme der Wahl in Niedersachsen keine Wahl, in der wir verloren haben, und ich sehe überhaupt nicht, dass wir in irgendeiner rückwärtsgewandten Situation sind" (Originalzitat). Noch ein bisschen Fragestunde danach, Beck spricht von "unseren Menschen" und "Leistungsträgern", von Kinderarmut, an der seine Partei arbeite, und vom Versuch, sdie SPD so aufzustellen, "wie sich das für eine linke Volkspartei ziemt". Er kommentiere nicht, was angeblich in Hintergründen gesagt worden ist, für ihn gelte, "was wir beschlossen haben". Bis auf Widerruf natürlich.

Keine Kommentare: