Google+ PPQ: Diskriminierte Rassisten

Montag, 18. August 2008

Diskriminierte Rassisten

Wo Doudou Diene auftaucht, ist der Rassismus nicht weit. In den vergangenen Jahren gelang es dem Chef des Uno-Komitees zur Beseitigung von Rassismus (CERD), Spuren von Diskriminierung und Rassismus in Japan, in Brasilien, den USA, in Gyana und in der Schweiz aufzuspüren, er prangerte die Unterdrückung der Roma in Italien an und enttarnte den "Kampf gegen den Terrorismus" (Bush) als billigen Versuch, durch Verunglimpfung des Islams den Weltfrieden zu bedrohen.

Jetzt endlich hat sich der Mann aus dem Senegal auch mal die - verglichen etwa mit dem Senegal - angespannte Menschenrechtslage in Deutschland vorgenommen - und dabei ist der Experte auf Diskriminierung unbekannten Ausmaßes gestoßen.

Nein, Diene (Bild oben 2.v.l.) meint nicht die Tatsache, dass
die Homepage seines Komitees zwar sechssprachig ist, deutsche Leser aber diskriminierenderweise ebenso wie Polen, Schweden und Schweizer nicht in ihrer Muttersprache empfängt. Vielmehr ist es der Einbürgerungstest der deutschen Bundesländer, der wegen "diskriminierender Formulierungen" kritisiert wird. Von Diskriminierung zu gelebtem Rassismus aber ist es nur ein kleiner Schritt: Kaum verwunderlich also, dass das Komittee, dessen 18 weitere Mitglieder namentlich auch auf der Homepage des Sonderbeauftragten nicht namentlich genannt werden, mehr als 20 weitere Kritikpunkte aufführt.

Darunter befinden "anhaltende gewaltsame Übergriffe" auf Muslime, wie sie etwa im Irak oder Afghanistan undenkbar wären. Auch Juden würden auf eine Art angegriffen, die selbst Aktivisten der Hamas erschrecken lassen wüde. Gar nicht zu reden von Sinti und Roma, die ständig bedroht würden und sich in dieser beängstigenden Atmosphäre untereiander nur durch den Verzicht auf eine Inschrift auf ein Holocaust-Denkmal in Berlin einigen konnten.

"Auch Menschen mit dunkler Hautfarbe würden häufig angegriffen", rapportiert die Nachrichtenagentur dpa einen weiteren bislang unbekannten Fakt, den die Uno herausfand. Diene plädiert zur Abwehr rassistischer Tedenzen für mehr Rasismus. So müssten künftig Statistiken geführt werden, die die genaue ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung darstellen und gewaltsame Übergriffe entsprechend aufschlüsseln.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein erster wichtiger Schritt wäre die Schliessung der Sonnenstudios.

GÄÄÄHN hat gesagt…

Der Olaf, Du, der ist immer besonders witzig...