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Dienstag, 27. Januar 2009

Ein Eigentum für alle

Um die nach der Übernahme der früheren Staatsbank Depfa ins Straucheln geratene Hypo Real Estate (HRE) zu retten, lässt sich die Bundesregierung jetzt insgeheim von venezuelanischen Experten beraten. Auf Anraten von Hugo Chavez, der in den vergangenen Jahren zahlreiche von gewissenlosen Kapitalisten gehaltene Industriefirmen in seinem Land verstaatlicht hat, will auch die Große Rettungskoalitionskreisen jetzt das ganz große Rettungsbesteck auspacken. Die HRE soll nicht mehr wie die Commerzbank zu einem Teil in staatliches Eigentum übergehen, sondern nach einer Enteignung der derzeitigen Eigentümer ganz dem Volke gehören.

Derzeit wird nach einem Bericht des "Handelsblattes" nur noch nach Wegen gesucht, wie der Bund am besten die Mehrheit an dem Institut übernehmen kann, das nach staatlichen Finanzhilfen von insgesamt 92 Milliarden Euro noch einen Gesamtwert von rund 450 Millionen Euro hat. Das Finanzministerium arbeite momentan an einem Enteignungsgesetz, das eine vollständige Übernahme der Bank durch den Staat nach Artikel 14 des Grundgesetzes "zum Wohle der Allgemeinheit zulässig" machen und ermöglichen würde. Zum ersten Mal seit Franz Münteferings epochaler Kritik an den "Heuschrecken" würde damit einen solche in Deutschland brotlos: Größter Einzelaktionär der HRE ist der US-Finanzinvestor J.C. Flowers, dem bislang ein Viertel der Anteile gehört.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Irgendwie bringt es Dein Post nicht auf den Punkt.

1. Bei Kursziel 0 für die HRE gibt es nichts mehr zu enteignen. Gegründet als Müllhalde der Hypo, war Ding seit Tag 1 klinisch tot.

2. Enteignet wird die öffentliche Hand. 92 Mrd. für buchstäblich NICHTS.

3. Erst reiten wir nach den Regeln der Finanzhasardeure in die Scheiße und jetzt nach deren Regeln drinrum. Tolle Wurst...