Google+ PPQ: Verführen verboten

Dienstag, 10. März 2009

Verführen verboten

Der Kampf gegen die Spielsucht, neben dem "Kampf gegen rechts" (Angela Merkel) und dem Kampf gegen die Finanzkrise wichtigster Pfeiler der Regierungstätigkeit der Großen Koalition, schreitet deutschlandweit voran. Nachdem das Lottospielen über das Internet verboten und mehr als eine Million spielsuchtgefährdeter Häuslebauer so vor dem Verlust von Haus und Hof gerettet werden konnte, sollen der Verführbarkeit der häufig willensschwachen Bevölkerung weitere Riegel vorgeschoben werden.

Berlin hat jetzt als erstes Bundesland einen weiteren wichtigen Schritt zum Schutz der Bevölkerung vor dem gefährlichen Lottospiel gemacht: Die gelben Leuchtschilder mit dem roten Kleeblatt und dem Lotto-Schriftzug, die an 25.000 Lottoannahmestellen hängen, müssen abmontiert werden. Einzige Möglichkeit, sie trotz der verschärften Werberegeln durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag hängen zu lassen: Die Warnhinweise zur Spielsuchtpräsentation müssten gleich groß daneben angebracht werden.

Der österreichische Wettanbieter bwin hat inzwischern begriffen, wie das gemeint ist. Nachdem der private Glücksspielanbieter nicht mehr für seine Sportwetten unter www.bwin.com werben durfte, wirbt er jetzt als "Gaming-Partner des FC Bayern München" für die Pokerseite www.free-bwin.com. Sollten dei Lottoladeninhaber auch machen. Gelbes Schild mit dem Schriftzug "Spielt bloß kein Lotto, das ist total gefährlich und verboten" ins Fenster. Jede Wette, dass das die Umsätze blitzschnell in die Höhe treibt.

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