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Mittwoch, 16. September 2009

Millionen für die Mutterloge

Zentrale Maßnahmen des Konjunkturpakets II, so zumindest flunkerte die Bundesregierung bei der Verabschiedung des Rettungspaketes, sei die "Förderung von Investitionen zur Modernisierung des Landes", die "steuerliche Entlastungen und Stärkung der Familien" und der "Einbau einer Schuldenbremse".

Im Zuge der Umsetzung des Maßnahmeplans hat Bauminister Wolfgang Tiefensee jetzt einen Förderbescheid an die Nationale Wissenschaftakademie Leopoldina übergeben, mit dem diese einer Freimaurerloge aus Berlin das traditionsreiche Tschernyschewskij-Haus in Halle abkaufen kann. Bis vor einigen Jahren hatte die Universität das Haus genutzt, dann war es der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ zurückübertragen worden.

Die konnte nichts damit anfangen und ließ das Haus verfallen. Ein Käufer war nicht in Sicht, ja, es wurde nicht einmal versucht, einen zu finden. Dennoch ist er jetzt da: Mit 15,7 Millionen Euro aus dem Rettungspaket II wird das monumental große Gebäude zuerst einmal gekauft und dann renoviert, auf dass die Nationale Akademie später einen zünftigen Hauptsitz vorweisen könne.

Kommentare:

derherold hat gesagt…

*räusper* Wenn ich es richtig weiß, sind die 15,7 Mios. für die Sanierung vorgesehen- das ist nicht der Kaufpreis.

Wer sich im übrigen ein Bild vom Tschernydings-Haus (und anderen Ruinen in Halle) machen will, kann mal unter leerstehende-baudenkmale.de nachschauen.

ppq hat gesagt…

in den 15,7 millionen ist der kaufpreis aber drin. ich habe aber den punkt vor dem letzten satz weggenommen, damit das klar wird: 15,7 millionen für kauf und sanierung. d.h die bundesregierung rettet jetzt die wirtschaft, indem sie privateigentümern immobilien abkauft

davon steht im konjunkturpaket eigentlich nichts. nee, doch: das gegenteil steht drin

VolkerStramm hat gesagt…

Dr Sags is helle.
Wir verballern die Kröten nicht für solche nutzlosen Sachen. Im Gegenteil, hier wird das Geld zielorientiert dort eingesetzt, wo es der Gemeinschaft den meisten Nutzen bringt. Z.B. können sich die sächsischen Geisteswissenschaften über eine Spritze von 2.000.000€ freuen.