Google+ PPQ: WM ohne Titel: So Kroos ist die Gefahr

Freitag, 25. Juni 2010

WM ohne Titel: So Kroos ist die Gefahr


Taktische Fehler hat er schon viele gemacht, dieser aber dürfte die deutsche Fußballnationalmannschaft den Weltmeistertitel kosten. Es war das Spiel gegen Ghana, ein Finale um das Weiterkommen im Turnier am Kap, als Bundestrainer Joachim Löw in der 81. Minute den Faden und das Gefühl für Richtig und Falsch verlor. Nachdem der gebürtige Schwabe bereits in der Begegnung mit Serbien durch völlig erratische Auswechslungen aufgefallen war, bedeutet er jetzt, da das Spiel schon so gut wie gewonnen und die Weltmeisterschaft weiter in Reichweite war, seinem Spieler Toni Kroos, er möge sich zur Einwechslung bereit machen.

Ein folgenschwerer Missgriff, wie die Geschichte in den nächsten Wochen folgenreich beweisen wird. Die Statistik spricht eine klare Sprache, wie hier im Fußballfachboard PPQ bereits vor Wochen zu lesen gewesen war: Noch nie ist eine deutsche Mannschaft Fußballweltmeister geworden, wenn im Aufgebot ein in Ostdeutschland geborener Spieler stand. Nach einer ausgiebigen Analyse von 18 WM-Turnieren seit 1930 hatte der Deutsche Fußballbund vor Beginn der Spiele in Südafrika versucht, alle ostdeutschen Spieler aus dem Kader zu bekommen. Torwart René Adler (Leipzig) wurde ebenso verletzt wie Mittelfeld-Mann Michael Ballack (Chemnitz), dem Berliner Robert Huth, Tim Borowski aus Neubrandenburg und Clemens Fritz aus Erfurt konnte die Nominierung mit dem Verweis auf mangelhafte Leistungen  verwehrt werden. Warnend hatte sich zuvor Meistertrainer Felix Magath, im Herzen und vom Grundbesitz her selbst beinahe Ostdeutscher, zu den Qualitäten der Kicker aus der Ex-DDR geäußert: Sie könnten viel, hätten aber eine Problematik, die „manchmal darin liegt, diese Voraussetzungen umzusetzen“.

Die Statistik ist da kalt und unbestechlich. 1990 noch auf dem Thron, stürzte die Nationalmannschaft ins Jammertal, kaum dass die ersten Spieler aus der ehemaligen DDR-Oberliga zum Kader stießen. Bei den Weltmeisterschaften 1994 und 1998 reichte es für die Kombination aus Deutschland West und Deutschland Ost gerade noch zu einem Plätzchen im Viertelfinale. Mit sieben Ostdeutschen im Kader ging 2002 das Endspiel verloren, mit dreien auf dem Platz (Schneider, Borowski, Ballack) scheiterte die Elf 2006 schon im Halbfinale.

Nun wollte der DFB offenbar nicht mehr zuschauen, wie Michael Ballack, als bester Ostdeutscher aller Zeiten im Adlerdress bis heute selbstverständlich ohne WM-Titel, noch ein Turnier mit dem Einzug in ein dann doch wieder verlorenes Finale krönt. Er entschloss sich zur Westlösung - alle im ehemaligen sozialistischen Osten geborenen Spieler wurden rigoros aussortiert. Damit gelang es erstmals seit 1990, als die letzte noch rein bayrisch-hamburgisch-rheinländische deutsche Abordnung zu einer WM Weltmeister geworden war, eine nahezu durchweg westdeutsch besetzte Truppe mit echten Titelchancen aufzustellen.

Nahezu, weil Jogi Löw wieder besseres Wissen beschloss, an dem aus Greifswald stammenden Toni Kroos festzuhalten. Im Trainerstab sei man der Ansicht gewesen, dass die DDR im Januar 1990, als Kroos geboren wurde, "schon nicht mehr existiert" habe, das Risiko sei also "vernachlässigbar", hieß es unter der Hand. Faktisch aber existierte die DDR aber natürlich bis zum letzten Stundenschlag des 2. Oktober 1990, weshalb warnende Stimmen im deutschen Lager immer wieder darauf drängten, den talentierten Mittelfeldmann aus Mecklenburg wenigstens nicht einzusetzen. Allen statistischen Unterlagen des DFB zufolge hätte das allein schon ausreichen können, Deutschlands Titelchancen zu erhalten.

Löw aber schlug nach der Verletzung von Bastian Schweinsteiger unerklärlicherweise alle Warnungen in den Wind. In einem kompletten Aussetzer reagierte der Bundestrainer völlig verkehrt. "Es war wie ein Blackout", schilderten Beobachter. Neun Minuten vor Schluss brachte Löw nicht den in Jugoslawien geborenen Marko Marin, der wunderbar in die Rolle des 54er Weltmeisters Josef „Jupp“ Posipal hätte schlüpfen können, der aus dem rumänichen Lugoj stammte, sondern setzte auf den Ostdeutschen Kroos. Nach allem, was die Statistiken wissen, sind die Titelchancen für die deutsche Elf sind damit passé - Jogi Löw wird sich später fragen lassen müssen, warum er es so weit hat kommen lassen: Die Tür zum Titel war offen, der Trainer selbst hat sie zugestoßen.

Übrigens: WELT ONLINE hat den Kommentarbereich dieses Artikels geschlossen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Campino: Deutschland hat keine Chance

ppq hat gesagt…

ja, nun nicht mehr

Anonym hat gesagt…

jenau, bei der aufzählung der opfer dieser "säuberungsaktion" fehlt beispielsweise auch tim borowski (neubrandenburg).

namnam

ppq hat gesagt…

naja, der war ja nun nicht mehr in der engeren wahl. aber ich kann ihn noch reintun. das hat er verdient.

wo er nun wenigstens nicht allein nicht weltmeister wird ;-)

Jurgen Klinsman hat gesagt…

England can win! Unless it goes to penalties...

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

Der arme Kroos muss den Flakhelfer geben, das Kanonenfutter für Rooney und Co., er muss sich stellvertretend die Gräten verhackstücken lassen, damit die Wessi-Riege verschont wird für das Spiel danach. Abgesehen davon war der DFB verpflichtet, sich den neuen Antidisdriminierungsregeln zu unterwerfen, nachdem in jeder deutschen Elf nun sämtliche Bevölkerungsteile und Minderheiten berücksichtigt werden, also neben Behinderten, Rentnern, Mihigrus, Schwulen und Frauen eben auch Ossis. Schweinsteiger deckt jetzt sowohl den mit der Behinderung wie auch den aufm Rentnerteil ab, Özil deckt den meisten anderen Teil ab, bleibt also noch der Quoten-Ossi. Apropos Quote: wenn der Gauck BuPrä wird, müssen wir die Merkel austauschen. Es sei denn, sie kann sich als behinderte Lesbe outen. Dann passt's wieder. Gar nicht so einfach, so'n Antidiskriminierungsgesetz.

Gundermann hat gesagt…

"Mihigrus" - einfach großartig!

ppq hat gesagt…

warum die merkel austauschen? ein ossi als präsident, eine ausm westen als kanzlerin - haut doch genau hin?

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

Ach ja richtig, da haben wir natürlich ein neues Problem: Ist Merkel als gebürtige Hamburgerin nun eine GEFÜHLTE OSSA oder eine formale WESSA (oder OssierIn oder WessierIn oder wie das heute so heißt).

Daher würde ich vorschlagen, dass Joachim Löw und Angela Merkel die Posten tauschen. Dann kann die MerkelIn beim DFB die Quoten-XX abgeben und wir hätten endlich einen Schwaben als Kanzler. Also ich meine, das würde jetzt so passen. Jetzt darf man nur nichts mehr verschieben. Also sollte jetzt der Kroos ausfallen, muss man wieder von vorne anfangen. Das praktische an so einem Antidiskriminierungsgesetz ist aber, dass man überhaupt nicht mehr zur Wahl gehen muss. Es entscheiden einfach die Ausschlusskriterien. Es kommt immer nur einer in Frage. D. h. : für JEDEN in diesem Land ist ein Pöstchen vorgesehen. Man weiß manchmal nur noch nicht WELCHES. Wer weiß: vielleicht landet schwuppdiwupp einer der Leser hier noch auf dem Posten eine Innenverteidigers der National-Elf oder als BuPrä, weil es nach Berücksichtigung aller Ausschlusskriterien und unter Berücksichtigung des nichts zu verantwortenden Domino-Effekts bei Umbesetzung keine andere Wahl mehr blieb. Cool.

ppq hat gesagt…

fabelhafte idee! das würde das ausmaß de verteilbaren gerechtigkeit quasi ver82millionenfachen, denn am ende wäre günstigstenfalls für jeden einzelnen ein posten da, für den nur er aufgrund der gesetzgeberischen besetzungscouch infragekommt. aus meinr sicht ein unschlagbares gesellschaftskonzept. lass uns sofrt eine facebook-gruppe gründen oder was man da sonst machen kann

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

"Verteilbare Gerechtigkeit" - sehr schön formuliert! Jetzt ist aber alles wieder durcheinander, weil der Kroos gar nicht mitgespielt hat. Jetzt muss ich wieder zwei Wochen überlegen, ob die Merkel angesichts dieser unerwarteten Entwicklung noch weiter Kanzlerin bleiben darf. Echt, ist das kompliziert.

Am besten wäre so eine Art "Minderheiten-Generator": man schmeißt seine Minderheiten-Parameter oben rein, z. B. Fettleibigkeit, schiefe Zähne, Sodomist, nekrophil, alt, jung, Mihigru, kurzsichtig, mit Spinnenphobie usw. - also jeder hat doch da ein paar Parameter, die zutreffen: das Ganze wird dann mit einem passenden Computer-Programm ausgewertet und dann kommt der passende Posten aus dem Drucker, z. B. Mittelfeldspieler der deutschen Nationalmannschaft. Oder SprecherIn der GrünInnen. Oder Deutschlands Vertreter beim nächsten Eurovision -Songcontest. Gerechter geht's nicht. Über facebook könnte man die Sache dann promoten und die Interessenten einsammeln. So könnte es gehen.

ppq hat gesagt…

ich fürchte, das mit dem kroos gilt fürs ganze turnier. also einmal hat er zehn minuten mitmachen dürfen, das heisst dann leider, dass der titel futsch ist, egal, ob er in dem spiel aufm platz steht, in dem dann das aus kommt.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

Aufgrund seiner Minderheiten-Parameter könnte für den Kroos - so habe ich die ganze Nacht ermittelt - ersatzweise ein Posten als Neurochirurg oder aber als Soubrette an der Deutsche Oper herausspringen. Auch nicht schlecht.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

Aufgrund seiner Minderheiten-Parameter könnte für den Kroos - so habe ich die ganze Nacht ermittelt - ersatzweise ein Posten als Neurochirurg oder aber als Soubrette an der Deutsche Oper herausspringen. Auch nicht schlecht.

ppq hat gesagt…

"minderheiten-profil" muss das korrekt heißen. das soll, soweit ich weiß, ab kommendem jahr in der elektronischen patientenakte (aka "elektronisch lesbarer personalausweis") gespeichert werden.

der vorteil ist, dass du als angehöriger einer minderheit dann durch die signale deines rfid-chips an der ampel immer grün kriegst

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

Danke, aber für mich persönlich ist an jeder Ampel sowieso immer grün.

Ich stelle mir das mit dem Minderheiten-Profil in etwa so vor wie beim Wahlomaten: Man darf zu verschiedenen Punkten ankreuzen (z. B. Haben Sie einen Klumpfuß? Ja - Nein- Weiß nicht. Usw. ). Das wird am Ende republikweit durchgerüttelt, wodurch ein nie dagewesener Postentausch zustande kommt. Ehemalige Polizisten werden als Geiger für die Berliner Philharmoniker umbesetzt, MdBs zur Kantinenhilfe, Regalauffüllerinnen zum Lufthansa-Piloten usw. Mehr verteilte Gerechtigkeit geht gar nicht.

Wichtig ist auch, dass den Personen ihr individuelles Minderheiten-Zertifikat ausgestellt wird.

ppq hat gesagt…

ich weiß nicht, ob das so geht. werden da nicht nichtbehinderte unzulässig diskriminiert? wäre nicht eine nicht vorhandene einschränkung körperlicher oder geistiger art (sagen wir mal: uneingeschränkt diensttauglich im sinne der budneswehr-musterungsregeln) die größte behinderung, die man überhaupt haben könnte? und müssten dann nicht nichtbehinderte bevorzugt berücksichtigt werden? beisst sich die dreibeinige katze von schrödinger dort dann in den schwanz? oder ist der vorher schon ab? oder die katzte doch tot? was man nur nicht weiß, weil keiner bock hat, nachgucken zu gehen? das ist ein weites feld, ehrlich.

wobei mir die idee mit dem zertifikat gefällt, die mit dem eperso und der rfid-sache allerdings auch. da weiß man dann immer, wer gerade wo ist und leute müssen nicht mehr mühsam in ihren erinnerungen kramen, wenn man mal wissen will, wo warst du eigentlich am 11.9.2001 oder damals, als wir england 4:1 weggehauen haben. man guckt auf den chip und schon weiß mans. kachelmann wäre schon wieder beim wettermachen, wenn es das schon gäbe.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

Leute, die keiner Minderheit angehören, sind natürlich die totalste Minderheit wo gibt. Denn wer ist schon weder dick noch dünn, hat weder Bluthochdruck, einen Klumpfuß, schiefe Zähne noch Fußpilz. Und ist weder alt noch jung, arm oder reich usw. Also ich für meinen Teil würde sagen, dass mein Minderheiten-Profil so pi mal Daumen 36 Minderheiten-Parameter aufweist. Wobei das noch niedrig ist im Vergleich mit anderen. Ich werde also vermutlich irgendwo im mittleren Beamtendienst landen (Verkehrspolizei oder sowas). Bin mal gespannt.

Der, der keiner Minderheit angehört, gehört eine so kleinen Minderheit an, dass er somit beste Chancen auf den BuPrä-Posten hat. Da zählt also ein höherer Faktor.

Der rfid-Chip ist natürlich eine gute Sache. Dann kommt man z. B. umsonst ins Kino, wenn man Fußpilz hat oder eine Spinnenphobie. Es ist natürlich klar, dass im Kino nur noch Minderheiten-Filme gezeigt werden dürfen. Alles andere wäre diskriminierend. Anhand des Chips wird dann vorgegeben, welcher Film im Kino gezeigt wird, denn darüber entscheidet natürlich die Minderheit. Gibt es also im Publikum mehr Leute mit Spinnenphobie als Rentner, werden natürlich die alten Jopi-Schmonzetten gezeigt. Toller Nebeneffekt ist, dass man im Leben nichts mehr entscheiden muss. Cool.

Die Anmerkung hat gesagt…

So präzise sind RFID-Chips nun auch wieder nicht, daß sie dabei helfen würden, den Kachelmann aus der Malaise zu holen. Denn dann hätte er das Ding ja einer ID-Card ähnlich um den Pimmel baumeln haben müssen, um seinen Standort exakt verorten zu können. Und die Dame um einen ihrer Nippel, sagen wir mal.

Dann müßte noch ein Datenabgleich beider Epersos stattfinden. Wenn einerIn von beiden schlampert und das Ding, sagen wir mal auf dem Küchentisch liegengelassen hat, dann kann das dafür sprechen, daß ein Messer aus der Schublade gezogen wurde, oder auch dafür, daß einerIn von beiden vergessen hatte, den RFID-Eperso bei der Annäherung mit sich zu führen.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

@ Die Anmerkung

Ja, das stimmt. Aber immerhin dürfte Kachelmann als Schweizer im deutschen Knast in der Minderheit sein. Ebenso ist er vermutlich der einzige Wetterfrosch dort. Allein schon durch diesen doppelten Minderheiten-Status steht ihm eine bevorzugte Behandlung (Amnestie o. ä.) zu und er kann sich gute Hoffnungen machen, nach seiner Entlassung mit einem adäquaten Posten versorgt zu werden. Z. B. Frauenbeauftragter in Hoyerswerda oder Gummersbach-West. Hängt jetzt auch so ein bisschen vom Kroos ab.

ppq hat gesagt…

das sind sehr kluge und sehr weitreichende vorschläge, die hier völlig unbemerkt von den großen fernsehdiskussionrunden gemacht werden. finde ich schade, dass die medien diese art des mitregierend erst registrieren, wenn es eine facebookgruppe ist und bunte fähnchen dafür verkauft werden.

ich habe da aber hoffnung auf den neuen bundespräsidenten, der allem anschein nach doch nazi-röhre rennicke heißen wird, weil, der als klampfer und nie genannter schattenkandidat nach dem benachteiligungsgesetz natürlich ohne wahlakt ins schloß einziehen wird.

da heißt es dann für die zivilgesellschaft nicht nur hingucken, sondern auchn hinhören, denn nicht überall, wo man singt, ist gut wasserlassen.

was kachelmann betrifft, sehe ich ihn zunächst eher in einer opferrolle. er wird erst mal auf senderreise gehen und die kollegen besuchen. ich sehe den schmierigen kerner schon, wie er ihn antatscht und fragt: jörg, wie war das für dich, als du gemerkt hast, meine karriere ist hier zu ende.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

@ Die Anmerkung

Was ich noch sagen wollte: Wenn der Kachelmann den Chip hat, dann öffnen sich nach kurzer situationsbedingter Aktualisierung des Minderheiten-Profils die Gefängnistore von alleine. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass man Richter einsparen kann. Die können sich dann je nach ihrem individuellen Minderheiten-Profil bei der Weinlese oder Spargelernte nützlich machen.

@ PPQ
die hier völlig unbemerkt von den großen fernsehdiskussionrunden gemacht werden

Darüber habe ich in der Tat heute auch schon nachgedacht. Da Fernsediskussionsrunden uns trotz dieses auf den Nägeln brennenden Themas nicht haben wollen, denke ich darüber nach, ob man nicht zumindest die Redaktion der ZEIT unterwandern sollte, da dort ein unserem für die Zukunft wegweisenden Thema gegenüber besonders aufgeschlossenes d. h. minderheitenaffines Publikum vorhanden ist. Sozusagen als Nachfolgethema nach Borkenkäfer, Saurer Regen, Ozonloch, Globalisierung, Klimawandel und Ampel-Kennzeichnung auf Lebensmitteln.

ich sehe den schmierigen kerner schon, wie er ihn antatscht und fragt: jörg, wie war das für dich, als du gemerkt hast, meine karriere ist hier zu ende.

Sehr schön. Genau so wird es sein. Und rechts vom Kachelmann sitzt Bill Kaulitz, links von ihm Roman Polanski und alle drei haben ein Löwen-Baby auf dem Schoß. Kerner at his best.

Ich glaube übrigens der Thread fällt bald hinten runter.

ppq hat gesagt…

die szene mit den drei löwen habe ich direkt vor augen. so war es, so wird es immer sein. allerdings käme auch jauch infrage, vielleicht kriegen es ard und staatsanwlatschaft hin, dass der kachelmann noch die ganze sommerpause sitzen muss und dann direkt zur premierenrunde rauskommt. ein scoop, der sauber quote bringt.

an die unterwanderung der "zeit" habe ich nch nicht gedacht. die holzmedien sind doch in der krise, man muss sich eher elektrisch orientieren, um aus der idee materielle gewalt zu machen.

heute erreicht doch ein 10-sekündiger popelspot mit jogi mehr menschen als acht stunden wulff-wahl live auf elf kanälen. da sollten wir anknüpfen

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

allerdings käme auch jauch infrage, vielleicht kriegen es ard und staatsanwlatschaft hin, dass der kachelmann noch die ganze sommerpause sitzen muss und dann direkt zur premierenrunde rauskommt. ein scoop, der sauber quote bringt.

Ja, zusammen mit dem neuen BuPrä Rennecke, der wegen den neuen Minderheiten-Antidiskriminierungsgesetz ohne großes Bohei durchgewunken wurde und kurz vor Ende der Sommerpause noch einigen Olympiasiegern im Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz mit Schwertern, Eichenlaub und Brillanten umgehängt hat. Das wird ein echter Quotenkracher.

Das mit den Holzmedien ist natürlich auch wieder wahr. Ich hatte da meinen Blick zu sehr auf die minderheitenaffine Zielgruppe gerichtet, so nach dem Motto "Man muss die Leute da abholen wo sie stehen" , um den Satz auch mal zu sagen - gibt ja immer so Sätze, die man immer schon mal sagen wollte. Sowas wie "Komm Du mir heim" oder "Es ist nicht so wie du denkst". Man wartet nur noch auf die passende Gelegenheit. Manchmal Jahre.

Also: "Man muss die Leute da abholen wo sie stehen". Bin jetzt allerdings ratlos, WELCHE Leute man WO abholen muss. Man könnte eine Facebook-Gruppe unterwandern. So in der Art wie der Oskar Matzerath in der "Blechtrommel", der mit der Trommel unter der Tribüne sitzt während eines Nazi-Aufmarsches und dann mit einem Walzer-Rhythmus-Getrommel die Anwesenden aus dem Takt bringt und die dann nach und nach anfangen, gegen ihren Willen Walzer zu tanzen. So in der Art.

ppq hat gesagt…

wunderbare vorschläge! auf jeden fall sollte diese facebook-gruppe dann verfilmt werden, kostensparend am besten, in dem jedes mitglied sich für 17 sekunden oder so selbst filmt. experimentalmäßig sollte das was für cannes sein.

das mit dem satz kenne ich. das war eigenmtlich der grund, warum ppq mal gestartet wurde, dass man diese ganzen sätze loswerden will.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

das mit dem satz kenne ich. das war eigenmtlich der grund, warum ppq mal gestartet wurde, dass man diese ganzen sätze loswerden will.

LOL! Ja, so ein Rückstau an Sätzen soll nicht ganz ungefährlich sein, jedoch ist dieses Gebiet samt seinen Folgen noch relativ unerforscht. Klar ist nur, dass sie Sätze auf Halde günstigenfalls mit geregelter Peristaltik abgebaut werden müssen. Man schnappt sie auf, futtert sie in sich rein und dann werden sie bei passender Gelegenheit wieder ausgespuckt, bisweilen neu sortiert und formatiert. Mein absoluter Favorit ist der Petula Clark-Satz "You'd better come home and see the damage you've done". Einfach nur klasse. Ich konnte ihn noch nie anwenden, aber irgendwann kommt der Tag....Ich übe schon, wie man passend dazu eine Augenbraue hochzieht.

Der Hitchcock hat das angeblich so gemacht: erst gab es eine einzelne Szene, was ganz harmloses, eine Blume auf einer Bank oder etwas vergleichbar harmloses. Und dann wurde der Film drumherum gebaut.

auf jeden fall sollte diese facebook-gruppe dann verfilmt werden, kostensparend am besten, in dem jedes mitglied sich für 17 sekunden oder so selbst filmt. experimentalmäßig sollte das was für cannes sein.

Das ist etwas epochal Neues - nicht dass jetzt jemand kommt und Dir die Idee von der Gabel schnappt. Lars Trier wird vor Neid erblassen, wenn es dafür die Goldene Palme gibt. Der Grimme-Preis ist auf alle fälle drin.

So, jetzt fällt der Thread endgültig hinten von der Seite runter.

War mir ein Vergnügen. Vielen Dank für die gute Unterhaltung und gute N8 und bis bald mal wieder in diesem Lichtspieltheater :-)

ppq hat gesagt…

ja, geht wiedermal vom stöckchen aufs steinchen. aber ebenso, war mir ein vergnügen.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

Siehste, siehste, siehste: Jetzt hat der Kroos doch noch mitgespielt, bevor er als Balletteuse an die Deutsche Oper Berlin wechselt, und schwuppdiwupp hat Deutschland 4:0 gewonnen.

Hätten 10 Feldspieler aus dem Osten mitgespielt, wäre die Partie sogar 40:0 ausgegangen. Dabei ist noch nicht mal berücksichtigt, dass der Kroos nicht mal eine Halbzeit lang mitgespielt hat, sondern nur eine halbe Stunde oder so. Das hätte daher locker für 100: 0 gereicht. Der Löw ist da nur total beratungsresistent. Der hat Ostdeutschland irgendwie immer noch nicht so richtig auf dem Schirm.

ppq hat gesagt…

das mit kroos spielt keine rolle mehr. er war ja vorher schonmal eingewechselt worden! also wenn es schief geht, lags an ihm, wenn nicht, gilt wahrscheinlich, dass geburten im frühjahr 90 schon nicht mehr als richtige ddr-geburten gelten. vielleicht wegen begrüßungsgeld und rundem tisch? ich weiß es nicht.

ich würde unserer jungen mannschaft wünschen, dass jogi mit dieser auffassung, mit der er in der bloggerszene weltweit allein steht (denn wir sind ja bisher die einzigen, die diese ostwest-geschichte thematisiert haben, obwohl wirklich jeder dreck über die wm geschrieben wurde / was sagt das eigentlich?), also kurz gesagt: möge er uns unken lügen strafen.