Google+ PPQ: Ich hätte eine Staatskrise auslösen können

Samstag, 25. Dezember 2010

Ich hätte eine Staatskrise auslösen können

Wow, so sieht eine Klatsche aus. Die Süddeutsche Zeitung knöpft sich zum Jahresende noch einmal den Krypto-Faschisten Thilo Sarrazin vor und lässt dabei keinen Stein auf dem anderen. Mit analytischer Trennschärfe und fulminantem Wortwitz wird dem Ex-Banker beispielsweise sein "mitunter schwer erträgliches Selbstvertrauen" vorgeworfen. Schon dieses erste von handgezählten vier Argumenten saß. Selbstvertrauen? Schwer erträgliches noch dazu? Puh, die SZ fährt schwere Geschütze auf. Doch Sarrazin hat nicht nur Selbstvertrauen, er "kokettiert" auch "mit der ihm typischen Eitelkeit". Und dessen nicht genug: "Der selbst ernannte Mahner orakelt" außerdem "in drastischen Worten". Was kann jetzt noch kommen? Ein Schlag, von dem sich Sarrazin nicht erholen wird. Oder in den Worten der SZ: die "Zürcher Psychologin Elsbeth Stern", die "die Vereinnahmung durch den früheren Berliner Senator ablehnt und ihm vorwirft, ihre Aussagen 'aus dem Kontext gerissen und nicht korrekt wiedergegeben' zu haben". Und genau diese Elsbeth Stern hat das selbst ernannte Orakel in einem Text für die FAZ (leider nur für Abonnenten zugänglich) nicht erwähnt. Und somit aus dem Kontext gerissen - Sarrazin kann einpacken. 

Mehr Grauen mit Sarrazin

Direkt zur Staatskrisenberichterstattung im Original

Kommentare:

VolkerStramm hat gesagt…

Unterdessen auch für Nicht-Abonennten zugänglich

VolkerStramm hat gesagt…

Nun auch für Nicht-Abonennten lesbar:
faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E284A6AAD8F2741ACA8B0152EC9E45C59~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die Anmerkung hat gesagt…

Merci

Gustaf Fröhlich hat gesagt…

"Dieser Mann hat nicht mehr alle Nadeln an der Tanne." (meine Oma, zwischen Frühstück und Gänsebraten)

Le Penseur hat gesagt…

Wer etwas wirklich erheiterndes lesen will:

Das (vermutlich unfreiwillige) Politsatiremagazin "Der Spiegelfechter" hyperventiliert mit der Süddeutschen ("ein Hauch von Sportpalast") und einem Bielefelder Soziologen namens Heitmeyer ("Deutsche Zustände") im Artikel "Die rechte Saat geht auf" um die Wette.

Lesenswert (nicht nur wegen meiner süffisanten Kommentare weiter unten — aber selbstmurmelnd auch dessentwegen)!

ppq hat gesagt…

heitmeier ist das der bruder vom heitmann, der mal bundespräsi werden sollte? verdächtig!

ppq hat gesagt…

aber cool ist, wie der eine gutmensch bei den anderen damit prahlt, dass er ein echter rassist ist und nichts von diesem stamm aus bayern kauft. ich habe selten so gelacht.

und dann haben die ganzen fremdenfeindlichen und sozialdarwinistischen nachdenkler gar nicht verstanden, worum sich der spiegelfechter-unsinn dreht - nein, die klatschen, und belegen die krude these von der "“deutlichen Vereisung des sozialen Klimas" dann mit ihren kommentaren voller ressentiments und ausgrenzungen.

VolkerStramm hat gesagt…

Nachdenker, Du hast Dir wirklich Heitmeyer angetan?
Deine Nerven möchte ich haben.