Google+ PPQ: Reize gegen Reaktionen

Montag, 7. Mai 2012

Reize gegen Reaktionen

Der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger (SPD) hat eine prima Idee. Er will den rechten Trotteln von Pro-NRW das Zeigen der bekannten Mohammed-Karikaturen verbieten, um Angriffe radikal islamischer Salafisten wie am Wochenende in Bonn zu verhindern. Zwar war er mit diesem Ansinnen schon einmal vor Gericht gescheitert - was die gute Sache aber ja nicht schlechter macht. Getreu dem ebenso simplen wie wirkungsmächtigen Reiz-Reaktions-Schema muss eben der Reiz verhindert werden, um die Reaktion (die laut dieser Definition quasi nichts für ihre rechtsstaatliche und moralische Randständigkeit kann) ausbleiben zu lassen. So einfach ist das. Verwunderlich bleibt nur, warum Jäger nicht gegen Kurt Westergaard und andere dänische Karikaturisten vorgehen will. Denn wenn vor dem Hintergrund des Geschehenen der innenministerielle Satz "Pro NRW ist gefährlich für unsere Demokratie" gelten soll, so muss doch eindeutig gegen die geistigen Brandstifter (dpa etc.) vorgegangen werden. Dann beruhigen sich auch die Anhänger der friedliebendsten Religion der Welt ganz schnell wieder.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Musste sich auch die Polizei zwischen die beiden Kontrahenten stellen.

Der alte Braune Spuk wäre von den neue Grünen ruckzuck weggespült worden.

Dann erst Polizeieinsatz und Wasserwerfer, und das ganze Pack in den Gulli gespült.

Cordt hat gesagt…

Der Gedanke an Einbindung der Dänen in Regierungsverantwortung durch Jägers Kieler Parteigenossen ist an dieser Stelle deutlich abwegig und ein völlig falsches Signal.

@ Anonym

Recht des Stärkeren ist eine geile Sache.

Anonym hat gesagt…

Herr Jäger bringt die gleiche Nummer nochmal, bis es irgendwann klappt. Danach kann er sich mit seinen moslemischen Herren zusammensetzen und mit ihnen auf Pimmelhöhe beraten, was man im Anschluss an das Karikaturenverbot noch alles verbieten könnte weil Moslems sonst noch mehr Polizisten abstechen. Oder halt, das waren keine Moslems, sondern Salafisten. Laut Herr Jäger distanzieren sich ja Moslems bundesweit von den Salafisten-Moslems. Diese Distanzierung fand zwar größtenteils im Stillen statt, aber Herr Jäger ist sich ziemlich sicher.

ppq hat gesagt…

das ist eine machtvolle, weil stillschweigende distanzierung

Anonym hat gesagt…

Die Moscheeschildchenhalter sind die Brust, die die Salafisten nährt, eh stillt.
Wie gesehen, auf kürzeste Distanz.

Anonym hat gesagt…

Die Pozilei stand zwischen dem Islamerer und einem Spuk, der gewiß nicht braun war. In Bonn hat das gespukt, was früher mal als Deutsche unter Deutschen leben durfte. Wir (dazugehört auch Ihr) sind alles nur noch traurige Wiedergänger von etwas, vor dem das milchbärtige Gesocks früher Respekt oder gar Angst gehabt hätte. Ein deutscher Spuk, kein brauner Spuk. Uns gibt's nicht mehr.