Google+ PPQ: Das Böse zu Besuch

Sonntag, 17. Juni 2012

Das Böse zu Besuch

Es sind diese großen Dramen der Kriminalgeschichte, die Schicksalsgeschichten, die dem Publikum Gänsehaut machen, denen sich die PPQ-Serie "Kriminalfälle ohne Beispiel" widmet. Mit Hingabe und Angst vor Nachahmungstätern dokumentiert das Fallarchiv, wie das Grauen zuweilen ankündigungslos in den Alltag braver Bürger bricht und ihnen alles nimmt, was sie vorher nicht hatten.

Das Böse besucht dabei zusehends öfter auch kleine Gemeinden, Dörfer, die bislang noch als intakt und immun galten gegenüber der amerikanischen Unkultur des Schießens und Erschossenwerdens. In Memleben, einem für seine große Klosterkultur bekannten Ort an der Straße der Gewalt haben jetzt eine 35-jährige Frau und ein 39-jähriger Mann gezeigt, dass Verbrechen immer und überall sein kann, wenn nur ein Wille da ist,d er den Weg weist.

Das Paar, enthemmt von Internet, Facebook, Glückspiel, Alkohol und Islamismus, versuchte bei helllichtem Tage, von einem Feld Strohballen zu stehlen. Dabei wurden sie von einem aufmerksamen Nachbarn, dessen Alter die Polizei mit 39 angibt, ertappt.

Gut vorbereitet, ergriff das Strohballendiebespärchen mit einem Quad die Flucht. Doch der Zeuge verfolgte sie in seinem Auto. "Die Straßen von San Francisco" im erweiterten Mansfelder Land - bis nach Allerstedt führte die Verfolgungsjagd, dort trafen Hilfspolizist und Bonnie nebst Clyde in der Mühlgasse erneut aufeinander.

Das weitere Geschehen spricht nicht für die Klugheit von Täter und Verfolger, wohl aber von der überlegenen Moral des weiblichen Geschlechts: Die Frau habe sich vor das Auto des selbsternannten Hilfspolizisten geworfen, "um ihrem Begleiter die weitere Flucht zu ermöglichen", schildert die Polizei.

Doch auch die staatlichen Organe und die, die sich ihnen freiwillig andienen, kennen heute keine Skrupel mehr. Der Hilfssheriff fuhr drohend auf das Quad zu. "Es kam zur Kollision", heißt es im Polizeibericht, "dabei entstand Sachschaden".

Menschenopfer inklusive: Die Mittäterin wurde verletzt, nach ihrer Festnahme durch eine herbeigeeilte reguläre Polizeieinheit klagte sie über Schmerzen im Rippenbereich, in der Schulter sowie einem Unterarm.

Alles in allem kennt die Tragödie nun nur noch Täter: Die Polizei ermittelt wegen versuchten Diebstahls gegen Bonnie und Clyde, wegen Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung gegen den Hilfssheriff.

Kommentare:

Cordt hat gesagt…

Es handelte sich bei dem Hilfssheriff nicht zufällig um Rumpelstilzchen, der, in Schäubles oder höherem Auftrag unterwegs, sich seiner Geschäftsgrundlage beraubt sah? In diesem Fall: Mildernde Umstände. Und irgendwas mit zivilcouragiertem Engagement zur Sicherung des Steueraufkommens.

ppq hat gesagt…

so politisch kann gangstertum sein. jedenfalls ist der fall echt

derherold hat gesagt…

Hätte der Hilfspolizist nicht sagen können, die "sich vor das Auto werfende Verbrecherin" hätte ihm den Hitlergruß gezeigt ?

Anonym hat gesagt…

Wobei dann Bonnie und Clyde straffrei ausgehen, und der Hilfspolizist 3 Jahre Knast und 33 Million Schadenersatz zahlen muss. Warum? Um die Schlafmichel daran zu erinnern nur ja schön brav solche Diebereien zu erdulden und sich keinesfalls dagegen zu wehren. Schöne neue Welt.