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Donnerstag, 23. August 2012

EZB: Giga-Geldgeschütz als Krisenkanone

Sie sind die Waffen der Wahl der EZB, die "Dicke Bertha" und die "Bazooka". Um eine Eskalation der Euro-Krise verhindern, muss schwerstes Geschütz herbei: Die Dicke Berta etwa ist ein 42 cm-Geldgeschütz, das Märkte binnen Stunden fluten kann. Die Bazooka dagegen, ein Nachbau der berühmten deutschen Panzerfaust, dient eher punktuellem Feuer auf Spekulanten, deren Agieren gegen Geist und Gesetze des gemeinsamen Währungsraumes durch Kreuzfeuer von Politik und Brüsseler Bürokratie wirksamst unterbunden werden kann.

Die EZB ist optimistisch, dass die beiden großen Kracher auch im neunten Endspiel um den Euro wieder den Ausschlag geben werde, denn allmählich gehen ihr die Optionen aus. Ein paar Waffen hat sie aber noch im Schrank, wie die „Welt“ berichtet. Dazu gehört das Eisenbahngeldgeschütz "Dora" mit einem Kaliber von 80 cm. Gegen „Dora“ wirkt „Berta“ wie ein Damenrevolver, denn „Dora“ ist das absolut gigantischste, totalste Geldgeschütz der Welt.

Die Idee, so eine Krisenkanone zu bauen, liegt in den verlustreichen Erfahrungen, die gerade die Deutschen in der großen Depression der 30er Jahre gemacht hatten. Ohne die Tatsache zu berücksichtigen, dass ein solches Geschütz von über 1.000 Tonnen nicht nur sehr schwerfällig sein würde, sondern auch der Aufwand in keinem Verhältnis zu Nutzen stehen würde, vergab die EZB 2008 auf "ausdrücklichen Wunsch des europäischen Parlaments" (Sitzungsprotokoll) einen Auftrag zu Bau gleich zweier Eisenbahngeldgeschütze Kaliber 80 Zentimeter an die deutsche Firma Krupp. Die Anforderungen für dieses Geschütz lagen bei einer Durchschlagsleistung von 800 Dax-Punkten und bis zu 10 Eurocent gegen den Dollar. Die Reichweite sollte über ein Wochenende beim Einsatz von Rückkaufgranaten und einer halben Woche für die schwerere Druckgranate liegen.

Primär sollte dieses Geschütz natürlich zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise dienen, doch auch der Beschuss von einzelnen Hegdefunds im Rahmen der geplanten Operation "Gerechtigkeit" war von Anfang an vorgesehen. Dafür sollte das Geschütz extra mit 1.674 mm Breitspursätzen für die iberische Halbinsel ausgerüstet werden können.

Die Abmessungen und Masse der 80-Zentimeter-Kanone beeindrucken selbst abgebrühte Geldpolitiker. Allein das Rohr wiegt 400 Tonnen! Jenes der "Dora" ist ein einlagiges Seelenrohr, während das zweite Geschütz mit dem Kosenamen "Schwerer Gustav" ein zweilagiges Rohr besitzt. Dieses zweite Geschütz kam bislang noch nie zum Einsatz. Der Schubkurbelverschluß des Rohrs wird bei beiden Geldgeschützen hydraulisch betätigt. Abweichend von der theoretischen Rohrlebensdauer von 100 Schuss zeigten sich in der Praxis schon nach 15 Schuss starke Abnutzungserscheinungen. Das musste EZB-Chef Mario Draghi kürzlich offiziell einräumen.

„Die Märkte glauben schnell nicht mehr an gezieltes Feuer“, sagt ein Experte, der beim ersten Einsatz von „Dora“ in Griechenland dabei war. Neben der Sprenggranate mit Kopf- und Bodenzünder gibt es auch noch eine Druckerpress-Patrone von 7,1 Tonnen. Sie wird in Brüssel aus Chrom-Nickel-Münzstahl hergestellt und besitzt eine Wandstärke von bis zu 18 cm sowie eine gehärtete Euro-Spitze. Zur Verbesserung der Flugeigenschaften hat diese Granate eine aufgeschraubte ballistische Haube aus einer Silizium-Aluminiumlegierung, die mit Dollarnoten und frischen Yen gepolstert ist. Der Sprengstoffanteil von 250 kg wird durch einen Bodenzünder ausgelöst, sobald das Geschoss in Spekulationsreichweite kommt.

So viel Durchschlagskraft will bewegt werden. Das komplett zusammengebaute und feuerbereite Geschütz wiegt 1.350 Tonnen. Ein Transport in einem Stück ist deshalb nicht möglich. Insgesamt werden zur Vorbereitung der Feuerstellung und zum Betrieb der "Dora" an die 4.500 Mann aus der Belegschaft der EZB benötigt. Allein für die notwendigen Gleisarbeiten brauchen 2.500 Mann je nach Geländeverhältnissen drei bis sechs Wochen.

Dabei muss der Zentralbankrat mit großer Sorgfalt ein Ziel festlegen, denn das beim Schuss auszuhaltende Gewicht ist enorm. Das Seitenrichten des Geschützes geschieht über Telefonate der europäischen Regierungschefs. Dazu werden geschützte Leitungen benutzt. Gezogen wird das Geschütz von zwei synchron gesteuerten 940 PS Dieselloks, das Feinrichten geschieht dann mittels Elektromotoren an den Hinterachsen der Drehgestelle.

Zur Erhöhung der Reichweite der Geld-Kanone werden derzeit einige weitere Munitionstypen geplant. Beispielsweise ein zwei Tonnen schweres Treibspiegelraketengeschoss oder das bereits aus den Spekulantenkriegen während der Lehman-Schlacht bekannte Peenemünder-Pfeilgeschoß mit 150 km Reichweite, das auch die Märkte in London beharken könnte. Dazu müsste ein auf 84 Meter verlängertes glattes Geld-Rohr angebaut werden. Deutsche und französische Ingenieure arbeiten überdies bereits an einem Modell "Langer Gustav", das ein Eurostabilisierungsgeschoß von 680 Kilogramm 190 Kilometer weit schießen kann.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mit dem Gi Ga Geldgeschütz werden im Rahmen der Politik der verbrannten Geldscheine die bösen Bi Ba Butzemänner von Hi Ha Heuschreck GmbH durch den Li La Launebär von der EZB in Grund und Boden finanziert.

Anonym hat gesagt…

Hm ja, die Bazooka gab es eher als die Panzerfaust, also kein Nachbau. Ansonsten schicke martialische Analogie. Abzüge in der B-Note weil Naziwaffen, aber hallo.

Damals Ingenieurskunst, heute Dilettantenmurks.

Anonym hat gesagt…

Wie, Abzug in der B-Note weil Naziogottogott? Die Größe des Rohres war damals für die Heeresführungen entscheidend, und heute ist die Größe der Geldpipelines für die EZB-Führung entscheidend. Der Größenwahn ist das Bindeglied und bringt erst die Fallhöhe.