Google+ PPQ: Ausnahmsweise: Der gute Stolz der Deutschen

Sonntag, 23. September 2018

Ausnahmsweise: Der gute Stolz der Deutschen

Es kann nicht enden, ehe es nicht auf die Spitze getrieben wurde. Dort oben, wo die Luft so dünn ist, dass der Geist versagt, sind "die Deutschen" (Die Welt) jetzt nicht mehr nur einverstanden mit dem, was die Politik so tut und lässt. Nein, sie sind gar "stolz auf ihre Politiker". Eine "repräsentative Umfrage" hat das herausgefunden, es war nicht dieselbe, die vor einer Woche noch einen Rekordwert an "Unzufriedenheit mit der Großen Koalition" (Spiegel) gemessen hatte. Aber wohl auch nicht die, in der eine "große Mehrheit" vor fünf Tagen "Migration als Bereicherung" sah, ehe der Rest des Wahlvolkes die AfD zum Dank dafür zur zweitstärksten Umfragepartei kürte.

Doch augenscheinlich hat Angela Merkel wiedermal alles richtig gemacht, zumindest bei der Fragestellung nach den Menschen aus der Geschichte, auf die die Menschen draußen im Lande besonders "stolz" sind. 16 Prozent der Befragten nannten die aktuelle Kanzlerin, als sie gebeten wurden, „Deutsche aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur“ zu nenne, auf die sie - ganz ohne eigenes Zutun - "stolz" sind. Weit hinter Merkel rangieren Helmut Schmidt, Willy Brandt und Helmut Kohl, Walter Steinmeier liegt vor Konrad Adenauer, vor allem aber liegt Angela Merkel vor allen anderen, zwar trotz häufiger Präsenz in der "Tagesschau" und der Wochenpresse - verglichen mit den bereit verstorbenen Konkurrenten - mit weniger Nennungen als die AfD in der Sonntagsfrage, aber immerhin vor Joachim Löw, dem Loser von Moskau, der nur auf drei Prozent kommt.

Angela Merkel ist damit die stolzbildenste Deutsche aller Zeiten, die unangefochten wichtigste Frau der deutschen Geschichte und zudem der erste Mensch, dem es in der erstmals durchgeführten Umfrage gelang, mehr als 15 Prozent der Stimmen auf sich zu vereinen.

Und es ist ein historisch einmaliger grundguter Stolz, der da empfunden wird, zumindest legen das die zufriedenen Reaktionen der Leitmedien nahe. Stadt und Land, ungeachtet der Anfechtungen durch Populisten und Rechtsextremisten marschieren sie bei der Stolzumfrage Hand in Hand in eine lichte Zukunft. Ein rosaroter Schimmer am tiefbraunen Horizont: Gerade erst hatten verheißungsvolle Meldungen hoffen lassen, dass das Vertrauen in die Medien wieder steigt. Nun also die guten Nachrichten über die enge Bindung, die so viele Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Kanzlerin empfinden, obwohl sie doch eben noch bezichtigt worden war, ihr Vertrauen in die Regierung dramatisch schwinden zu lassen.

Darauf lässt sich aufbauen. Wenn es der Kanzlerin jetzt noch gelingt, ihre Koalition mit einem klugen Schachzug in der Causa Maaßen wieder auf Linie zu bringen, wird aus dem Stolz echte Zuneigung werden, tiefe Freundschaft und dann irgendwann auch wieder Liebe, wie sie zumindest viele Intellektuelle und Künstler immer noch empfinden. 

Die ungerechtfertigt und grundlos schlechte Stimmung im Land, geschürt von in- und ausländischen Profiteuren, wird dann schneller weichen als Pegida-Hetzer "Merkel muss weg", schreien, brüllen und skandieren können.

Dank Werbekampagne um Maaßen: Union fällt auf Rekordtief

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Eigentlich muss man die ganzen Meldungen nur zitieren. Es gibt dieses Bonmot, nach dem letzten Krieg habe ein britischer Psychologe einen Deutschen interviewt und gefragt, ab wann er gewusst habe, dass der Krieg verloren ginge. Antwort: Als die Siege immer näher kamen. In diesem Sinne schönen Sonntag.

Anonym hat gesagt…

Wenn, wie ich lese, zur Auswahl Politiker, aber auch Persönlichkeiten aus Sport, Wissenschaft und Kultur standen,dann hätte ich doch vermutet, daß die "Hitliste" etwa durch Namen wie J.S.Bach,Gutenberg,M.Luther,Kant,Goethe,aber auch Bismarck und Graf Stauffenberg geziert worden wäre.Stattdessen Merkel (?), Steinmeier (??). Spiegelbild eines früheren Landes der Dichter und Denker, inzwischen völlig entpolitisiert und bar jeder Kultur?

ppq hat gesagt…

man hört es schon donnern

Anonym hat gesagt…

MEINER MEINUNG:
MERKL WAR LANGE GENUG kANZLERIN
sIE SOLL MAL FRISCHEN WIND IN DAS mODERNTE kANZLERHAUS LASSEN:
sIE MACHT aUF kOHL ZERSTÖHRT AM eNDE: DEN RUF dEUTSCHLAND´S:
SIE SOLL ABDANKEN UND IHN RUHE GEHEN: