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Samstag, 2. März 2019

Die Maladen im Ausland: Herr Maas besucht Mali

Der bedauernswerte Heiko Maas strandete in Afrika, weil einmal mehr ein Bundeswehrflieger streikte. An der Heimatfront sorgte das für großes Amüsement.
In einem Moment stand er noch vor der Kamera, um Donald Trump Bescheid zu stoßen, wie der auf korrekte Weise mit Kim Jong Un zu verhandeln habe. Heiko Maas, ein Saarländer, der die Weltpolitik aufmischt wie kein anderer aus dem Zwergenland seit Erich Honecker, trug ein legeres Hemd und sein übliches Lausbubengesicht. Der Sozialdemokrat war trotz Wüstenhitze milde gestimmt, er anerkannte Trumps Versuch, mit Nordkorea zu reden, er selbst hatte das auch schon mit Südkorea getan, ebenfalls sehr heikel irgendwie. Maas hätte sich gewünscht, dass Trump Erfolg hat. Allerdings nun, wo klar war, dass der US-Präsident im Vorfeld auf guten Rat aus Deutschland verzichtet hatte, war schon zu erkennen, dass Heiko Maas ihm das Scheitern auch ein bisschen gönnte.

Er selber, nach Mali geeilt, um mit dem dortigen Regime, das seit Jahren mühsam von französischen Truppen und Bundeswehrsoldaten out of area im Amt gehalten wird, über die beiderseitigen Beziehungen zu reden, hatte es nicht geschafft, die Regierung davon zu überzeugen, abgelehnte malische Asylbewerber aus Deutschland zurückzunehmen.

Vielleicht hatte Heiko Maas auch überhaupt vergessen, das Thema anzusprechen, die Strategie der Bundesregierung ist ja eher eine des fröhlichen "Wenn es dem Land gut geht und es seiner Bevölkerung Perspektiven bieten kann, dann bleiben die Menschen in ihrer Heimat und machen sich nicht auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa".

Aber als Maas dann versuchte, selbst zurück nach Hause zu gelangen, ging es ihm wie zuvor Entwicklungshilfeminister Müller und Bundespräsident Steinmeier: Das Flugzeug versagte den Dienst, Maas musste sich Wechselkleidung von seinen Gastgebern borgen, Deutschland war ein weiteres Mal mit Erfolg in seine Hauptrolle in der Weltpolitik geschlüpft: Ein lächerlicher Riese, verkörpert von einem Zwerg.

Daheim zumindest kam das Unterhaltungsangebot hervorragend an. Kommentare, die bei welt.de hinterlassen wurden, und die nach der neuen europäischen Urheberrichtlinie von jedem Bürger jederzeit überallhin "autorisiert hochgeladen" (Axel Voss) werden können, zeigen, wie beliebt Heiko Maas, die SPD und die Große Koalition insgesamt sind, wenn sie ausnahmsweise mal richtiges Schenkekklopferkabarett bieten.

Während der beste Journalismus, der zu haben ist, zeigt, warum Maas keine Linienmaschine zurück nach Hause nehmen konnte - "Die Variante wurde verworfen, es wäre auch sehr knapp geworden" - sondern lieber für 250.000 Euro mehr in einer eigens nach Mali geholten Ersatzmaschine zurückkam, bündelt PPQ die besten von mehreren hundert begeisterten, euphorischen und hingerissenen Kommentaren im Rahmen der bürgerschaftlich engagierten Echtzeitserie Doku Deutschland.


Martin T.

Ein Wink des Schicksals! Maas bleib in Mali, dann kannst du in Deutschland nichts mehr Böses anstellen.

M. Z.

Mali ist doch ein schönes Land. Ich hätte nichts dagegen wenn Herr Maas gleich dort bleibt. Und für seine SPD-Genossen gleich auch ein paar schöne Hütten findet.

Thomas R.

Das "Karma" verdeutlicht einmal mehr, dass es will dass die Politiker von dort nicht wieder zurückkommen:-) Ich bin ja voll seiner Meinung, mein bester Kumpel "Karma":-))
Hottili
Von mir aus kann Maas in Mali bleiben. Die Regierung hat es doch zu verantworten das bei der Bundeswehr nichts mehr fliegt, fährt oder schwimmt. Allen voran unsere Flinten Uschi. Die Unfähigkeit in Person so wie die ganze Regierung. Aber Verantwortung will keiner übernehmen, von Rücktritt ganz zu schweigen. Was hat die Regierung nur aus Deutschland gemacht.

Jörg P.

er konnte sich einen Flieger von Mali Airline ausleihen :-)

Leser c.

So ein grosses Flugzeug für so einen kleinen Mann, während wir uns den Flixbus von Hamburg nach München mit 60 Passagieren teilen. Es gibt noch eine Gerechtigkeit.

Didi S.

Halb so schlimm, das ist doch kein Problem. Mir fehlt er hier nicht.

Otto M.Ich bin jetzt mehr als 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen. Viel gereist - nichts bewirkt. Wenn kleine Männer Riesenstaatsmann spielen... Klimaschutz geht übrigens ganz anders und ist wohl nur vom Fußvolk zu leisten. Reist die Genossin Umweltministerin Schulze wohl auch so ausgiebig und gerne mit der Flugbereitschaft?
Robert B.
Und was macht es konkret für einen Unterschied, ob Herr Maas in Mali oder in Deutschland ist?

Hans R.

Bei den dortigen Temperaturen fällt die zusätzliche heiße Luft noch nicht mal auf.

Thadeus H.

Defekte Flugzeuge kann man auch dazu nutzen, bestimmte Politiker ins Ausland zu schicken und sie dort für eine gewisse Zeit kaltzustellen.

.

Wie in jedem anderen Haushalt, wo mehr Geld (unnötig) ausgegeben wird als reinkommt, zeigt es sich irgendwann, dass der Hausherr nicht mit Geld umgehen kann. Wir sind ein reiches Land und helfen Allen, koste es was es wolle.

Angela S.

Oh wie schön ist Panama, sorry Mali. Der kleine Tiger und der kleine Bär machen sich auf die Reise und erleben das eine oder andere Abenteuer.... Janosch würde dieser Vergleich sicher freuen....

Mundtot

Wenn man den Berechnungen der Klimawarner folgt und die dort berechneten Todesfälle durch den Klimawandel als Fakt nimmt, wäre Heiko durch seine Flugmeilen in nicht voll besetzten Airbus Jets verantwortlich für etwa einen Todesfall durch den Klimawandel. Da könnte ich an seiner Stelle nicht mehr ruhig schlafen. Sebastian Kurz bevorzugt Linienmaschinen und zeigt sich damit deutlich verantwortungsbewusster.

Besserwisser

BW-Flugzeuge scheinen doch eine Seele und Meinung zu haben. Sie weigern sich in letzter Zeit auffällig häufig Regierungsmitglieder zu befördern. Das kein Zufall sein. Selbst die Technik scheint mit der Regierungsarbeit unzufrieden zu sein.

Elisabeth D.

Lustiger Kommentar, der trotzdem den Kern genau trifft! Lacher des Tages 😎!

Karsten M.
Ist das nicht symptomatisch für unsere Regierung

Robert B.

Richtig, in der Hand dieser Regierung versagt jetzt sogar die Technik.
Jasmin B.
Den können sie gern gleich dort behalten. ;-)
Robert B.

Es stellen sich zwei Fragen, was macht er dort und muß er unbedingt zurück?
Frank T.
Um die deutsche Fliegerei ist es leider eindeutig nicht gut bestellt: Abschiebeflüge könnten in die Lüfte, dürfen aber meistens nicht, und Politikerflüge sollen in die Lüfte, können es aber immer häufiger nicht....

Oscar
Heute Abend gehts los, vielleicht bekommt er für die Air France Rabatt !?
Flughafen Bamako BKO
Reisedauer: 5 h 35 Min.
Über Nacht
05:40+1
Paris Charles de Gaulle Airport CDG
Air France
Economy
Boeing 787
AF 521
1638 Euro
Beinfreiheit: 76 cm

Ralf U.

Die Beinfreiheit kann man noch einschränken. 79cm braucht er nicht. Vielleicht gibts da auch Rabatt und Last Minute ist es auch.

Der wahre Sachse
Herr Maas könnte doch die Schlauchboot - Route nehmen und sich dann "retten" lassen. An den nötigen Penunzen sollte es nicht scheitern.

Wolfgang H.
Gibt es eigentlich schon Wetten darüber, welcher Politiker als Nächster irgendwo strandet ?
Arnold N.
Bleibt er dort? Und kommt der Rest nach? Nein, dann war die freudige Erregung wohl zu früh.

Klauser
Am besten gleich dort lassen.

Michael K.
Fliegt alle Linie ihr Umweltvernatiker - den Fuhrpark der Regierung verkleiner und auf VW UP umstellen - oder soll nur der Bürger das Klima retten !? Ein Spiegel des Landes - aber nun kann man eine Neuanschaffung immer weiter voran treiben !

Farokh E.

Kann man denn nicht Politiker die sich im Ausland befinden, einfach dort verpfänden ? Als Zeichen des guten Willens ?

Friederike

Kein Problem, man kann ihn nach deren Fertigstellung umweltfreundlich mit der "Gorch Fock" heimholen.

AnnelieseMeier

Soll es da bleiben. In Mali kann er nicht viel falsch machen, sofern er keine Interviews gibt und nicht twittert.

Karo L.
Es ist schön zu sehen, dass inzwischen nicht nur wir, sondern auch Politiker zunehmend unter des Dysfunktionalität des Landes - welches sie maas (!) geblich zu verantworten haben - leiden müssen.

Weitere Kommentare: welt.de


Kommentare:

Je Suis Malade hat gesagt…

Unser grenzenlos maßloser Hereinspaziert-Pharisäer aus der weltoffenen und somit nicht ganz dichten Merkel-GroKo-Truppe besucht unter der Tarnung eines technischen Defektes dort doch nur seine zukünftigen Teilhabe-Bereicherer.

Nachdem die Flüchtel-Importzahlen aus Takatukaland ja stagnieren, muss die Piefkeobrigkeit jetzt mit persönlichem Vor-Ort-Einsatz für Nachschub sorgen.

Unser Napoleönchen hat sich dort als Zeichen seiner gutmenschlichen Unterwerfung also gleich in einen stammestypischen erdfarbigen Kaftan geworfen, während sein schwarzer ... sorry ... bunter Gastgeber mit westlichen Anzug-Kleidern aus Wilden zivilisierte Leute zu machen versucht.

Kaum sehen unsere Globalsamariter einen Exoten, erwacht der Mimikritrieb in ihnen und erzeugt als Beweis ihrer herzlichen Verbrüderung mit dortigen archaischen Traditionen devot angepasstes Camouflagegebahren. Die eigene Heimatkultur spielt nämlich keine Rolle mehr, wenn man sich nicht nur im Karneval zur Absurdistan-Fachkraft umstylen kann. Der EU-Teint wirkt dafür dann leider noch etwas blass. Darum sofort ab auf die Klimaschutz-Sonnenbank gelümmelt, um sich eine politisch korrekte schwarz+rot+grün=braune Multikulti-Visage einbrennen zu lassen. Dann klappt es sicher auch mit den neuen Nachbarn in den hübschen Neubauten, während man selber finanziell nicht weiß, wie man seine schon länger hier verrottende Bruchbude sanieren soll.

Was soll's?

Geht es dem nichtnutzigen oder kriminellen Asül gut, freut sich der deutsche Schildbürger. Maas ist da nur eine Spitze des ansonsten unsichtbar lauernden, Havarie und Untergang bedeutenden 87%-Doofmichel-Eisberges. Und wo er schon mal in Afrika ist, kann er denen gleich ein paar weitere Milliönchen schenken, die dort in üblichen Korruptionstaschen verschwinden und hier bei Niedriglöhnern und Minirentnern ratzfatz eingespart werden können. Sollen unsere Flaschen doch gefälligst Flaschen sammeln, wenn sie nicht hungern wollen! Ja, hier im maßlos spendablen Merkelandistan lebt es sich wirklich gut und gerne.

Volker hat gesagt…

Ich häng noch den WELT-Kommentar von "aus dem Funklockland" rein

"Schätze mal, bei der Überschrift hatten zig Tausende Leser hier den selben Gedanken"

Der lachende Mann hat gesagt…

Wer die Zeit dafür hat, sollte alle Kommentare auf welt-online lesen. Man staunt, was für ein humorbegabtes Volk wir doch sind.
Nicht schlecht - neben sehr vielen anderen - auch dieser hier:

Den langsamen und absichtlichen Niedergang eines Landes miterleben zu dürfen, hat schon einen gewissen, melancholischen Reiz. Schade nur, daß es ausgerechnet unseres ist.

Anonym hat gesagt…

nur eine Warnung des nsa : sollte Maas nicht mehr nato-konform funktionieren könnte der altersschwache Airbus auch über Libyen abstürzen

capcha : wählen sie alle Mongokinder aus

Anonym hat gesagt…

Michael K.
Fliegt alle Linie ihr Umweltvernatiker - ##############

Vernaderer ist mir ein Begriff, aber Vernatiker? Oh,oh,oh.

Anonym hat gesagt…

Ich pflege zwar die, welche mir ofenkundig körperlich unterlegen sind, und die ich mit der Saudeutschen Zeitverschwendung in öffentlichen Verkehrsmitteln erwische, als "Interlektuelle" zu höhnen - aber Vernatiker ist starker Tobak. Wohl von Vernum = Heiliger Bezirk ... Einfach grausam.

Matadisléxicos