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Sonntag, 19. Januar 2020

McKinsey-Studie: So heftig profitiert Deutschland von der Klimakatastrophe

McKinsey Stuie Klimawandel
Das neue Weltklima wird das vom Wetter gebeutelte Deutschland nach und nach in blühende Landschaften verwandeln.

Von wegen Untergang, Ende der Menschheit und Zusammenburch der Zivilisation. Erstmals hat die Unternehmensberatung McKinsey anhand verschiedener selbstausgedachter Beispiele ausgerechnet, welche Auswirkungen Erderhitzung, Heißzeit und ein auch durch das deutsche Klimapaket nicht zu bremsender Klimawandel wirklich haben werden. Und ach oh Schreck: Die Ergebnisse sind für Deutschland durchaus ermutigend.

Es wird heiß, das ist klar, Städte wie Leipzig oder Prag stöhnen unter nairobischer Hitze, Barcelona wird unbewohnbar und Stockholm ein Badeort, durch den ergraute Fridays-for-Future-DemonstrantInnenen in Badelatschen ziehen. So war der Weg zur Klimakatastrophe zumindest, bis die Unternehmensberatung McKinsey jetzt Ergebnisse eigener Gedankenspiele zum Klimawandel präsentierte, die ein neues Licht auf die kommende Weltuntergangszeit werfen. Dabei gehen die Experten von einem Temperaturanstieg von zwei bis drei Grad bis zum Jahr 2050 aus, wenn die EU als erster Kontinent weltweit klimaneutral zurückgebaut sein will.

Der große Klimagewinner


Dieser durchschnittliche weltweite Temperaturzuwachs aber repräsentiere "eine große räumliche Ungleichheit“, wie das McKinsey Global Institute in seiner Studie schreibt, in der für neun Regionen auf der Erde prognostiziert wird, welche Folgen ein ungebremster Klimawandel auf sie haben wird. Das Fazit: Es gibt zwar wirklich auch große Verlierer des neuen Weltklimas. Aber andere Regionen profitieren - und ausgerechnet Deutschland, global gesehen bisher die am härtesten von der Klimakeule getroffene Region, wird danach zu den größten Gewinnern gehören.

Traurige Nachrichten haben die Unternehmensberater aus den USA für Indien. Bei einer Entwicklung, wie McKinsey sie trotz der Klimaschutzmaßnahmen der deutschen Regierung und des jetzt verabredeten Braunkohleausstieges bis 2035 für möglich hält, würden in dem Milliarden-Land, das über die meisten Braunkohlekraftwerke ohne ausreichende Abgasfilterung verfügt, im Jahr 2050 zwischen 160 und 200 Millionen Menschen in Regionen leben, "die eine fünfprozentige Wahrscheinlichkeit für tödliche Hitzewellen haben“, schreiben die Analysten. Eine fünfprozentige Wahrscheinlichkeit bedeutet dabei, dass Menschen, die während einer mindestens dreitägigen Hitzephase mit mehr als 34 Grad im Schatten acht Stunden im Freien arbeiten müssen, eine Arbeitproduktivität erreichen, die nurmehr noch afrikanischen Maßstäben entspricht. 

Indien verfünffacht sein BIP


"Da unter solchen Bedingungen nicht gearbeitet werden kann, würde die Produktivität Indiens sinken", folgert die McKinsey-Studie. Das könnte nach McKinsey-Berechnungen bis zu 4,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes kosten. Das wäre 2050 in Indiens Fall die gewaltige Summe von 1,8 Billionen Euro, wobei bei der Beredchnung außen vor bleibt, dass Indiens BIP bis 2050 von derzeit zwei auf dann um die 13 Billionen Euro steigen wird, so dass eine Minderung um 1,8 Billionen Euro faktisch immer noch einer Verfünffachung der nationalen Wertschöpfung entspräche.

Noch besser sieht es jedoch für Deutschland aus, das als "lower risk country" eingeordnet wird.. Während 2050  in Marseille ein Klima herrschen werde, das dem von Algier heute ähnele, können sich die Deutschen freuen. Marseille wird 2050  im Winter unter Temperaturen zwischen 5 und 17 Grad und im Sommer zwischen 20 und 32 stöhnen statt wie heute im Winter zwischen 5 und 12 und im Sommer zwischen 19 und 29 Grad ertragen zu müssen, Deutschland aber wird wie viele weiter nördlich gelegene Länder profitieren: Wenn es Urlaubern am Mittelmeer zu heiß und trocken werden, könnten die Touristenzahlen steigen, vor allem auch, weil viele sich selbst ein Bild vom nachhaltigsten Land der Welt machen wollen würden. Zunehmen sollen nach Ansicht der Forscher
auch die Vorräte an Wasser. Um ein bis fünf Prozent Zuwachs seien möglich, zudem werde Wasser wertvoller, weil es weiter im Süden rarer werde.

Auch der deutsche Geldbeutel profitiert


Der einstige Exportweltmeister findet hier vielleicht ein neues, nachhaltiges Geschäftsmodell - und es wird nicht das einzige bleiben. Für Kanada, nahezu auf demselben Breitengrad liegend, gehen die Forscher etwa von steigenden Ernteerträgen in der Landwirtschaft aus. Ein Effekt, der auch die deutsche Landwirtschaft beflügeln könnte. Ebenso sollte Deutschland durch die Erderhitzung in die Lage versetzt werden, seine bereits mehrfach nachgeschärften Klimaziele bis 2050 endlich zu erreichen: Höhere durchschnittliche Außentemperaturen vor allem in der kühleren Jahreszeit bescheren Millionen Haushalten künftig zusehends mehr Tage, an denen die Heizung ausgeschaltet bleiben kann. Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch der Geldbeutel, und das im weltweiten Durchschnitt gesehen ganz besonders deutlich.

Weil die Bundesregierung mit ihrer weitsichtigen Politik früh genug dafür Sorge getragen hat, dass die Deutschen fürElektroenergie die höchsten Preise weltweit zahlen und bei allen anderen Energieträgern zumindest in der weltweiten Spitzengruppe liegen, ist der Gewinn aus jeder eingesparten Kilowattstunde, jedem Liter Bezin oder Heizöl umso größer.





Kommentare:

Profiteur hat gesagt…

Wer kann bei uns etwas gegen afrikanisch hitzige Klimaverhältnisse haben, der die daran optimal angepassten Bereicherer jubelnd herbei lockt und begeistert willkommen heißt?

Diese Sonnenanbeter fühlen sich in unserem oft bewölkten, nasskalten Schietwetter doch gar nicht richtig wohl. Fahrt also noch ein paar mehr SUV-Runden um den Block, um diesen sensiblen Rettern vor Degeneration durch isolierte Inzucht eine wärmere neue Heimat zu bauen.

Alles andere wäre rassistisch.

Anonym hat gesagt…

Die MGI-Studie stützt sich auf das am häufigsten verwendete und von Experten überprüfte Ensemble von Klimamodellen,

Lachhaft. Kein einziges 'von Experten' überprüftes Klimamodell kann das Klima von 2019 (oder beliebiges zurückligendes Jahr einsetzen) berechnen, wenn man es mit beliebig vielen und beliebig genauen Daten der Vergangenheit startet. Es ist eben ein Hoax.